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Bewerbungswiki

Lücken im Lebenslauf

Mut zur Lücke? Nicht im Lebenslauf.
Fünf Monate um die Welt gereist, ein Studium abgebrochen oder ein Jahr arbeitslos – kaum ein Lebenslauf ist perfekt. Die Frage ist nur, wie Bewerber mit Lücken und Macken in ihrer Vita umgehen.

Experten sind sich sicher: Mut zur Wahrheit kommt bei Personalern besser an als fantasievolle Ausreden oder gar Lügen. Denn spätestens im Vorstellungsgespräch kommt meist die Wahrheit ans Licht – und Unehrlichkeit bedeutet meist das sofortige Aus für den Bewerber. (>>> Lügen | >>> Wahrheit)

Unliebsames im Lebenslauf einfach wegzulassen, ist allerdings auch keine Lösung. Lücken, die größer als zwei oder drei Monate sind, machen Personalverantwortliche stutzig. Daher sollten Bewerber auf eine nahtlose Vita achten – und bei den einzelnen Stationen nicht nur Jahreszahlen, sondern auch die Monate angeben.

Reisen aufwerten

Längere Reisen gehören ebenfalls in den Lebenslauf – und auch da sollten Bewerber möglichst nah an der Wahrheit bleiben. Drei Monate Partyurlaub nach dem Abitur, Examen oder zwischen zwei Jobs lassen sich nur glaubhaft als Sprachreise deklarieren, wenn man am Ende wenigstens ein Sprachzertifikat vorzuweisen hat.

Wer länger unterwegs war, beispielsweise ein ganzes Jahr mit dem Rucksack um die Welt gereist ist, sollte versuchen, das Abenteuer im Lebenslauf nicht zu banal klingen zu lassen. Eine solche Reise lässt sich beispielsweise aufwerten, wenn man unterwegs ein Praktikum absolviert oder bei einem Freiwilligendienst mitgearbeitet hat.

Zurückhaltung bei Krankheiten

Hat ein Bewerber größere Lücken im Lebenslauf durch schwerwiegende Erkrankungen, sollte er damit sehr zurückhaltend umgehen. Wer beispielsweise durch einen Autounfall längere Zeit aus dem Verkehr gezogen war, kann das ruhig erwähnen. Schließlich kann das jedem passieren. Wesentlich schwieriger ist es mit Krankheiten, Therapien oder Kuren.

Wie damit umzugehen ist, lesen Sie >>> hier 

Fürs Jobinterview wappnen

Spätestens im Vorstellungsgespräch sollten Bewerber damit rechnen, dass sie auf Lücken und Makel in ihrer Vita angesprochen werden und sich schon vorher gute Argumente zurecht legen, warum beispielsweise das Studium ein paar Semester länger gedauert hat oder der erste Job nach dem Studium bereits nach wenigen Monaten gewechselt wurde.

Lesen Sie >>> hier, wie Sie sich am besten für solche Fragen wappnen.

Dieser Artikel ist erschienen am 24.06.2014

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