Richtig bewerben Punktlandung mit der E-Mail-Bewerbung

Die elektronische Bewerbung ist der Favorit der meisten Unternehmen. Die Unterlagen lassen sich gut bearbeiten und unkompliziert an Fachabteilungen und Kollegen weiterleiten. 

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Punktlandung mit der E-Mail-Bewerbung

So entsteht eine E-Mail-Bewerbung

Foto: Chinnapong/Fotolia.com

Haben Bewerber die Wahl zwischen der Bewerbung per E-Mail oder per Online-Formular, sollten sie sich für die E-Mail-Bewerbung – und gegen das Online-Formular entscheiden. Denn der Bewerber hat mehr Gestaltungsspielräume – und das Unternehmen hat weniger Möglichkeiten vorzuselektieren. Allerdings müssen Bewerber dabei einige wichtige Punkte beachten. Denn es lauern zahlreiche Fehlerquellen, wie schlechte Formatierungen, zu hohes Datenvolumen, zu viele einzelne Anhänge oder Probleme beim Versand. Die überzeugende E-Mail-Bewerbung berücksichtigt all diese Punkte.

Sie besteht generell aus dem E-Mail-Schreiben und dem Anhang. Welchen Inhalt der Text der eigentlichen E-Mail haben soll, darüber gibt es verschiedene Meinungen. Zwei Varianten sind möglich: Entweder enthält die Mail das komplette Anschreiben. Dann sollte dieses auf jeden Fall auch nochmal als Attachment angefügt sein. Denn gelegentlich drucken sich Personaler die Bewerbungsunterlagen noch komplett aus – oder schicken die PDF-Mappe intern weiter. Da ist es ärgerlich, wenn das Anschreiben nachher verloren geht.

Nur ein PDF-Dokument als Attachment

Alternativ können Bewerber die ersten ein oder zwei Absätze des Anschreibens in die Mail kopieren – und auf die komplette Version im Anhang hinweisen.

Generell hat sich bei E-Mail-Bewerbungen die PDF-Mappe als Attachment durchgesetzt. Das Attachment enthält alle Bewerbungsunterlagen in einem einzigen PDF-Dokument, wobei Anschreiben und Lebenslauf das Herzstück der Bewerbung darstellen. Das Attachment sollte nicht größer als 2-3 MB sein. Bewerber sollten darin genau ihre Motivation erläutern, warum sie sich gerade bei diesem Unternehmen bewerben.

Aussagekräftige Betreffzeile:

Ohne diese fällt der Personalabteilung die Zuordnung schwer. So kann es auch vorkommen, dass die Bewerbung im Spamfilter des Unternehmens landet. In die Betreffzeile gehört das Wort Bewerbung, die Stelle auf die Sie sich beziehen und ihr Name.

Konkreter Ansprechpartner:

Ob Ihre Bewerbung gelesen wird und eine Chance auf Erfolg hat, hängt davon ab, dass sie im richtigen Postfach landet. Eine allgemeine info@firma-Adresse, die auf der Webseite steht, ist keine gute Wahl. Bewerber sollten sich die Mühe machen, vorher einen konkreten Ansprechpartner herauszufinden – und dessen Mailadresse. Das kann über die sozialen Netzwerke oder auch mit einem vorherigen Telefonat erfolgen.

Mail-Optik:

Ist die Bewerbungsmail fertig, schicken Sie diese am besten vorab als Probemail an einen Freund oder Bekannten. So können Sie sehen, wie die Formatierungen aussehen, ob bei kostenlosen Providern eventuell lästige Werbung mit versendet wird und wie groß die Mail insgesamt mit den Anhängen ist. Wichtig: Ihre Mail-Adresse sollte Ihren Klarnamen enthalten und keine Alias-Adresse sein.

Postfachgröße:

Die gesamte Mail inklusive der angehängten PDF-Mappe sollte idealerweise zwei bis drei MB groß sein. Maximal sind 5 MB, die jedoch nicht in jedem Unternehmen die Firewall passieren können.

Vollständige Signatur:

Am Ende der E-Mail stehen Ihre vollständigen Kontaktdaten inklusive Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und eventuell auch ein Link zu Ihrer Bewerberhomepage.

Kurzbewerbung:

Gerade bei der E-Mail-Bewerbung ist für den Erstkontakt eine Kurzbewerbung beliebt. Personaler bekommen so einen ersten Überblick, ob der Jobkandidat überhaupt in Frage kommt. Ein Link zu einer vorhandenen Bewerberhomepage ist hier besonders sinnvoll, denn dort können Sie weiterführende Informationen wie Zeugnisse, Arbeitsproben und Referenzen zum Download bereitstellen. Bieten Sie aber auf jeden Fall an, die vollständigen Unterlagen auf Wunsch auch nachzuliefern.

Spamfilter:

Leider machen Bewerber immer wieder die leidige Erfahrung, dass ihre Mail-Bewerbung ungeöffnet im Spamfilter des Wunscharbeitgebers landet. Besonders groß ist die Gefahr, wenn Sie für Ihre Bewerbung einen kostenlosen Webmailprovider wie Hotmail, GMX und Web.de nutzen und über das Internet versenden. Umgekehrt sollten auch Jobsuchende, die gerade ihre Bewerbungen versendet haben, sicherheitshalber regelmäßig ihren Junk-Mail-Ordner nach abgefangenen E-Mails durchforsten, um zu verhindern, dass die sehnsüchtig erwartete Einladung zum Test oder Vorstellungsgespräch vom eigenen Spamfilter abgefangen wurde. Wenn Sie nach drei Tagen noch keine Eingangsbestätigung zu Ihrer Bewerbung erhalten haben, müssen Sie damit rechnen, dass Ihre Mail vom Spamfilter blockiert wurde. Haken Sie beim Unternehmen telefonisch nach, ob die Bewerbung eingegangen ist. Aber Vorsicht: Seien Sie nicht zu fordernd: Mit mehr als mit einer Bestätigung, dass die Bewerbung den Weg ins Unternehmen gefunden hat, dürfen Sie wirklich nicht rechnen.

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