Das Portal von Handelsblatt und WirtschaftsWoche
Bewerbungswiki

Dritte Seite | Seite 3

Die "Dritte Seite" in der Bewerbung kann einen Einblick in die Persönlichkeit des Bewerbers geben – und damit ein echter Türöffner sein. Vorausgesetzt, sie ist gut gemacht.
Die Extra-Seite neben Anschreiben und Lebenslauf in den Bewerbungsunterlagen hat viele Namen und unterschiedliche Schwerpunkte (>>> Leistungsbilanz). "Die dritte Seite" sollte – analog zur Seite 3 in Tageszeitungen – Hintergrundinformationen über den Bewerber liefern.

"Sie schaffen sich damit praktisch selbst eine Bühne, um besondere Facetten Ihres Lebenslaufs, Erfolge, Kompetenzen oder auch Aspekte Ihrer Persönlichkeit ins Rampenlicht zu rücken", sagt Jürgen Hesse, Leiter des Büros für Berufsstrategie Hesse/Schrader. Der Bewerber kann dabei seinen ganz persönlichen Schreibstil wählen und damit dem potenziellen Chef einen kleinen Einblick in seine Persönlichkeit geben.

Damit kann die dritte Seite, so Karriereberater Hesse, "zu einem wahren Sympathiebeschleuniger" werden.

Allerdings nur, wenn sie gut getextet ist – mit viel Fingerspitzengefühl und ohne Überheblichkeit oder Selbstbeweihräucherung. Auch Standardfloskeln wie "Ich bin teamfähig" oder eine pure Nacherzählung der Vita können Bewerber sich sparen.

Auch für Quereinsteiger, Selbstständige und Projektarbeiter

Eine andere Möglichkeit ist, auf der Extra-Seite den roten Faden eines Zick-Zack-Lebenslaufs herauszuarbeiten oder seine ganz spezielle Motivation zu erörtern, warum man gerade bei diesem Unternehmen arbeiten möchte. Diese Variante bietet sich beispielsweise für Bewerber an, die schon mehrere Branchenwechsel hinter sich haben sowie >>> Quereinsteiger oder Selbstständige, die sich ohne Arbeitszeugnisse auf eine Festanstellung bewerben. Wer überwiegend Projektarbeit macht, kann auf der 3. Seite auch eine ausführliche und kommentierte Projektliste mitschicken – praktisch als Kompetenznachweis.

Egal, welches Thema die Extra-Seite hat: Sie muss dem Personaler einen echten Mehrwert als Ergänzung zu Lebenslauf und Anschreiben bringen, sonst sollte man sich und dem Gegenüber die Mühe lieber sparen.

Dieser Artikel ist erschienen am 07.07.2014

Karriere | Service

Recruiting-Termine