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Bewerbungswiki

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das "Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz" (AGG), das im Sommer 2006 in Kraft getreten ist, soll Menschen vor Diskriminierung schützen – und hat zu massiven Veränderungen beim Bewerbungsverfahren in deutschen Unternehmen geführt.
Denn keiner darf wegen seines Geschlechts, seiner ethnischen Herkunft, seiner Weltanschauung, seiner Religion, seines Alters, seiner sexuellen Identität oder einer Behinderung diskriminiert werden.

Neutrale Stellenanzeigen

Die Folge: Personalabteilungen müssen seitdem beispielsweise ihre Stellenanzeigen so neutral wie möglich formulieren – was es für Jobsuchende besonders wichtig macht, das Anforderungsprofil genau zu lesen und zu analysieren. (>>> Muss-Anforderungen>>> Kann-Anforderungen)

Verzicht aufs Foto?

Auch ein Bewerbungsfoto dürfen Unternehmen von Jobsuchenden nicht mehr einfordern. Selbst wenn in vielen Ländern wie beispielsweise den USA oder Großbritannien eine Bewerbungsmappe ohne Foto längst üblich ist, kommt hierzulande ein Bild in den Unterlagen beim Gros der Personalverantwortlichen dennoch gut an. Schließlich kann sich Ihr Gegenüber so schon vorab einen ersten persönlichen Eindruck von Ihnen machen.

Daher raten Bewerbungsberater einheitlich, auch weiterhin freiwillig den Unterlagen ein Foto beizulegen. Was ein gelungenes Bewerbungsfoto ausmacht und was Bewerber bei der Auswahl ihrer Kleidung beachten sollten, lesen Sie hier. (>>>  Bewerbungsfoto | >>> Kleidung)

Absagen ohne Begründung

Auswirkungen hat das Gleichbehandlungsgesetz auch auf die Absagepolitik der Unternehmen. Um nicht ins Diskriminierungs-Fettnäpfchen zu treten, sind Absagen ohne Begründung mittlerweile Standard. Auch auf Nachfragen abgelehnter Bewerber reagieren Personalverantwortliche in der Regel eher zurückhaltend.
Dieser Artikel ist erschienen am 06.03.2014

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