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Kein Selbstläufer: Das Assessment Center
Was tun, wenn man zu einem Assessment-Center eingeladen wird? Abwarten und ohne Vorbereitung teilnehmen? Falsch. Die bevorstehenden Tests kann man gezielt üben. Lesen Sie hier, wie Sie sich optimal vorbereiten können.
Ob Einsteiger oder Führungskraft, die meisten zucken kurz zusammen, wenn sie erfahren, dass ihnen ein Assessment-Center (AC) bevorsteht. Nach dem Schreck folgen Fragen: Soll man sich auf den Eignungstest vorbereiten? Kann man das überhaupt? Oder ist es nicht vielmehr erwünscht, sich natürlich zu verhalten?
Um es gleich vorwegzunehmen: Mit Schauspielerei, einem unglaubwürdigen Auftritt oder aufgesetztem Verhalten kann man niemanden überzeugen. Trotzdem sollte man ein AC nicht einfach auf sich zukommen lassen, sondern sich vorbereiten. Denn Assessment-Center sind keine Selbstläufer. Wer uninformiert antritt, Mitarbeitergespräche ohne Kommunikationstechniken, seine Selbstpräsentation ohne ein klares berufliches Profil, Gruppendiskussionen ohne Moderationswissen und Vorträge unstrukturiert angeht, hat schlechte Karten. Die gründliche Auseinandersetzung mit den strategischen Zielen des Unternehmens, typischen Aufgaben, häufigen Fehlern und überzeugenden Argumentationsstrukturen hilft dabei, besser abzuschneiden.
Schritt 1: Suchen Sie Interna
Beginnen Sie Ihre Vorbereitung mit einer gründlichen Recherche. Versuchen Sie über Kollegen, Kommilitonen oder das Internet an interne Informationen über den Test zu kommen. Klären Sie, wie sich das Unternehmen selbst sieht. Manchmal ist die Personalabteilung bereit, die geplanten Übungsbestandteile zu nennen. Gute Quellen sind bei internen Assessment-Centern Kollegen, die es durchlaufen haben, oder auch Vorgesetzte. Auch wenn sich die Aufgaben von Zeit zu Zeit ändern, können Sie doch erfahren, welche Übungen das Unternehmen bevorzugt verwendet und auf welche Themen es besonderen Wert legt. Auf den Homepages der Unternehmen finden Sie Informationen, beispielsweise zu künftigen Wachstumsfeldern, über die Marktposition, zu Auslandsmärkten, über die Kundenstruktur und das Leitbild.
Diese Informationen lassen sich oft direkt im Assessment-Center verwerten. So können Sie in einer Gruppendiskussion über künftige Marktstrategien auf die Zielgruppen hinweisen, in einem Vortrag zum Führungsverständnis auf das Wunschbild des Unternehmens eingehen oder in Kundengesprächen besondere Unternehmensstärken herausstellen.
Schritt 2: Anforderungen erkennen
Eine der Hauptleistungen der Kandidaten besteht darin, sich über die Anforderungen klar zu werden, die in den Übungen an sie gestellt werden. Dabei gibt es ein übergreifendes Leitbild, an dem sie sich grob orientieren können: Meistens setzt sich nämlich der unternehmerisch denkende, entscheidungsfreudige und stressresistente Teamplayer durch. Natürlich gibt es bei diesem Leitbild auch Abweichungen. Bei Positionen im Außendienst wird ein höheres Durchsetzungsvermögen verlangt, bei Projektleitern kommt es auf das Kooperationsverhalten an.
Schritt 3: Soft Skills ausbauen
Wer schon im Berufsleben steht, weiß, wie wichtig Weiterbildung auch außerhalb des fachlichen Bereiches ist. Demjenigen, der schon einmal ein Rhetorikseminar gemacht hat, gelingt der nächste Vortrag besser. Wer Argumentationstechniken einsetzt, kann Gespräche besser steuern, wer die Regeln der Moderation beherrscht, wird Diskussionsrunden besser in den Griff bekommen.
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9 Kommentare zu “Kein Selbstläufer: Das Assessment Center”