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Ranking Das sind die besten Arbeitgeber der Welt

Welche Unternehmen waren in der Coronakrise die besten? In der Auswertung des Magazin Forbes schaffen es zwei deutsche Firmen unter die Top Ten.

Von Michael Scheppe |

Wenn es nach dem Wirtschaftsmagazin Forbes geht, heißt der beste Arbeitgeber der Republik Siemens. Der Dax-Konzern schafft es in dem neuen Arbeitgeberranking der renommierten Zeitschrift auf den neunten Platz.

Für die Liste hat das Portal Statista im Auftrag von Forbes 160.000 Bewertungen von Angestellten aus 58 Ländern ausgewertet. Diese wurden gefragt, ob sie ihren Arbeitgeber einem Freund weiterempfehlen würden. Die Befragungen fanden im Juni und Juli statt – das Ranking gibt also Aufschluss darüber, wie zufrieden die Angestellten mit ihrem Unternehmen während der Coronakrise waren.

Siemens mag auch deshalb so gut abgeschnitten haben, weil der Konzern im Sommer bekannt gab, dass rund 140.000 Mitarbeiter künftig an zwei bis drei Tagen pro Woche mobil arbeiten können.

„Die meisten meiner Kollegen in anderen Firmen haben so eine Ankündigung von einer Industrie-Ikone wie Siemens nicht erwartet“, zitiert Forbes den Siemens-Manager Jochen Wallisch. Er hatte eine leitende Rolle bei den neuen Homeoffice-Überlegungen.

Eines der wenigen positiven Dinge der Coronakrise sei, dass die Vorbehalte gegenüber Heimarbeit verschwunden seien, so Wallisch. „Wir haben alle gesehen, wie produktiv und effektiv man zu Hause arbeiten kann.“ Das haben viele Angestellte offenbar ähnlich empfunden – und machen Siemens zum beliebtesten Konzern in Deutschland.

Die Jobbörse Stepstone listet bei Siemens hierzulande über 30 offene Stellen. Derzeit werden vor allem Qualitätsmanager, Hardware-Entwickler und Trainees gesucht.

Bosch und Adidas landen auf den Plätzen zehn und elf

In die Liste der besten zehn schafft es auch der Autozulieferer Bosch. Die Firma ist derzeit auf der Suche nach Mitarbeitern, die sich in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Internet der Dinge (IoT, Internet of Things) gut auskennen. Stepstone listet bei den Stuttgartern im Moment mehr als 200 offene Stellen.

Den Sprung unter die besten zehn Firmen hat der Sportartikelhersteller Adidas knapp verpasst – er steht auf Platz elf. Der Konzern hat auf seiner Internetseite weltweit über 1100 offene Stellen gelistet. „Das gute Ergebnis bedeutet uns sehr viel, denn unsere Mitarbeiter sind die treibende Kraft hinter dem Erfolg von Adidas“, heißt es aus der Zentrale in Herzogenaurach.

Unter die besten 50 haben es noch diese deutschen Firmen geschafft:

Sinn und Unsinn von Arbeitgeberrankings

Doch welche Auswirkungen haben Rankings wie das von Forbes auf potenzielle Bewerber? Das ist unter Experten umstritten. Immo Futterlieb, Berater bei Russell Reynolds in München, sagt, dass solche Rankings eine gute Möglichkeit seien, ein positives Arbeitgeber-Image zu erzeugen. „Sie haben Strahlkraft und erhöhen die Aufmerksamkeit am Arbeitsmarkt. Unternehmen fällt es so leichter, Kandidaten anzuziehen und an sich zu binden.“

Der Markenexperte und Unternehmensberater Franz-Rudolf Esch sieht das kritischer: „Arbeitgeberrankings gibt es wie Sand am Meer.“ Bei den meisten Rankings, so auch in der aktuellen Forbes-Erhebung, stehen unter den Top-Firmen allesamt „erfolgreiche Unternehmen und starke Marken“.

„Mitarbeiter sind generell stolz, für solche Unternehmen zu arbeiten, und entwickeln demzufolge meist auch ein höheres Commitment. Zudem können sich solche Unternehmen auch entsprechende Investments in ein wirksames Employer Branding leisten“, sagt Esch. Solche Firmen hätten ohnehin eine hohe Nachfrage von Bewerbern.

Doch unbekanntere Firmen könnten durch ein gutes Abschneiden in einem Arbeitgeberranking „einen Push erhalten“, sagt der Markenkenner, „weil sie dadurch erst in das Blickfeld potenzieller Bewerber rücken und als Alternative in Frage kommen“.

Samsung ist der beste Arbeitgeber

Der beste Arbeitgeber der Welt ist laut Forbes-Ranking der südkoreanische IT-Hersteller Samsung. Auf den nächsten Plätzen folgen Amazon, IBM, Microsoft, LG, Apple, Adobe und der Google-Mutterkonzern Alphabet.

In der gesamten Liste stehen 750 Konzerne, die meisten – knapp 250 – kommen aus Amerika, gefolgt von Europa (etwa 220) sowie Asien und Ozeanien (rund 200).

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