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Neue Statussymbole: Der Auftritt So zeigen Sie im virtuellen Meeting effektvoll Ihre Macht

Warum exzellente Vorbereitung für den guten Auftritt alleine nicht reicht.

Von Claudia Obmann |

Es sind oft nur Äußerlichkeiten. Aber es kommt darauf an, sie bis ins kleinste Detail zu planen und sie gekonnt einzusetzen.

So war es bislang:
Das Privileg des Chefs: zu spät zum Meeting kommen, obwohl alle anderen schon warten. Allerdings deutet schon der Assistentenstab an, wer hier das Sagen hat. Das wird auch daran deutlich, das genau sein Stuhl freigehalten wurde. Seine Macht demonstriert auch, wer anderen das Wort erteilt oder entzieht, wer endlose Monologe hält und Entscheidungen trifft, Kritik ungehemmt äußert oder gelangweilt mit seinem Smartphone spielt, während der Kollege das neue Projekt vorstellt.

So ist es heute:
Der große Auftritt entfällt online. Statt hierarchischer Rangordnung am Konferenztisch lädt die Videokonferenz zu Diskussionen auf Augenhöhe ein.

Das raten Experten:
Im Video ist es „viel schwieriger zu überzeugen, weil die Kollegen einen nur zweidimensional in einem kleinen Ausschnitt wahrnehmen können“, sagt die Vortragstrainerin und Moderatorin Nicole Krieger.

Es gilt noch mehr eine Regel, die auch früher in herkömmlichen Konferenzen wichtig war. „Auf die exzellente Vorbereitung der Videokonferenz kommt es an“, sagt Lisa Ramelsberger, die Dax-Chefs für ihre Auftritte vor der Kamera trainiert. Diese gelingen umso überzeugender, wenn der Betreffende Antworten auf folgende Fragen parat hat:

  • Was ist meine Botschaft?
  • Wie transportiere ich sie klar und prägnant?

Wer zielbewusst vorgeht, wirkt überlegen und signalisiert, dass er das Meeting effizient gestalten will.

Perfekte Inszenierung – bis ins Detail durchdacht

Manager sollten auch schon vorab bedenken, wie sie bei den anderen Meetingteilnehmern ankommen. Jedes Detail muss zeigen, dass der Moderator Herr der Lage ist – vom professionell gepuderten Gesicht über den festen Blick in die Kamera. Zur Vorbereitung gehört auch, den Ton zu testen und das Licht passend einzustellen – von vorn sollte es scheinen.

Und: auf die Details achten. Eine dreckige Kaffeetasse oder Papiergeraschel zerstören den mächtigen Eindruck genauso wie mit den Händen im Gesicht herumzufuchteln.

Hat die Videokonferenz angefangen, gilt es klar und deutlich zu sprechen, denn die Übertragung verschluckt manche Silbe. Es hilft zudem, Pausen zwischen Fragen und Antworten zu setzen. Selbst eine gute technische Verbindung kann einen kleinen Versatz nicht verhindern. Eine professionelle Wortwahl sollte so selbstverständlich sein wie verständliche Formulierungen.

Kleinigkeiten zählen, mit ihnen übernimmt man subtil die Führung. Beispielsweise, indem Manager ihre Handlungen erklären, wie etwa: „Ich teile jetzt den Bildschirm mit Ihnen.“

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