Studie zu Portalen Das sind Deutschlands beste Jobbörsen

1100 verschiedene Jobportale kämpfen in Deutschland um die Gunst der Bewerber. Eine neue Studie zeigt, welche Anbieter besonders beliebt sind.

Bewerbung – ganz einfach | Von Michael Scheppe |

Das sind Deutschlands beste Jobbörsen

Jobsuche

Die Anzahl der Jobportale im Internet ist riesig. Doch Bewerber haben ihre Favoriten.

© Imago STPP

Schnell den Berufswunsch in die Suchmaske eingeben – und schon spuckt das Portal Hunderte Stellen aus. So simpel finden Bewerber über Jobbörsen passende Stellenangebote.

Qual der Wahl: Große Anzahl an Jobbörsen

Die Interessenten haben nicht nur bei ihren potenziellen Arbeitgebern eine große Auswahl. Das gilt auch für die Jobbörsen selbst: Mehr als 1100 verschiedene Portale werben hierzulande um die Gunst der Jobsuchenden.

Doch welche Jobbörse bietet den besten Komfort?

Tatsache ist: Im Bewerbungsprozess sind Jobbörsen in Deutschland „nach wie vor die bestimmende Quelle der aktiven Jobsucher“, sagt Gerhard Kenk.

Der Gründer des Nachrichtenportals Crosswater Job Guide befragt Bewerber in seinem Jobbörsen-Kompass seit 2016 zu den Plattformen.

Anstrengende Alternative: Suche auf unternehmenseigenen Karriereseiten

Für Kenk sind Jobbörsen wichtiger als die unternehmenseigenen Karriereseiten, auf denen Bewerber ebenso Stellen finden können.

„Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen verfügen oft nicht über die notwendigen Ressourcen, um ihre Karriereseiten deutlicher in den Blickwinkel von Kandidaten zu steuern.“

Solche Firmen hätten es einfacher, wenn sie ihre Angebote auf den reichweitenstärken Jobportalen einstellen.

Aber auch große Konzerne nutzen die Portale. Das verwundert nicht, schließlich gibt es hierzulande fast 1,5 Millionen offene Stellen, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg errechnet hat. Die Firmen tun alles, um die Bewerber möglichst gut zu erreichen.

Riesenauswahl: 77 Millionen Stellenanzeigen

Durch die Portale erreichen die Unternehmen laut Kenk 100 Millionen Bewerber pro Monat.

Die wiederrum haben die Qual der Wahl: Monatlich veröffentlichen die Anbieter 77 Millionen Stellenanzeigen.

Beliebteste Plattform: Stepstone kann es am besten

Doch welches Portal ist das beste? Diese Frage versucht etwa der Jobbörsen-Kompass zu beantworten. In seiner jüngsten Online-Umfrage haben über 40.000 Bewerber die Qualität der einzelnen Jobseiten bewertet.

Ergebnis: Die Bewerber schätzen zuallererst das Angebot von Stepstone, gefolgt von meinestadt.de und Indeed.

Bei den Spezialisten, also den Portalen, die sich an eine bestimmte Kandidatengruppe richten, ist die Berufsstarter-Jobbörse von Staufenbiel die beliebteste. Jobvector und Absolventa stehen auf den Plätzen zwei und drei.

Die jungen Berufsstarter der Generation Y (diejenigen, die zwischen den früheren 80er- und den späten 90er-Jahren geboren wurden) vertrauen laut Ranking in erster Linie auf das Angebot von Staufenbiel.

Was zeichnet diese Anbieter aus? Sie fokussieren sich konsequent auf ihre Zielgruppe, sagt Jobbörsen-Kenner Kenk. Das gilt vor allem für die Berufe aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Und sie erreichen viele Nutzer, bieten zahlreiche Jobs. Denn was nützt das beste Nutzermenü, wenn der Bewerber nur wenige Stellen findet?

Jobs für Nicht-Akademiker: Blue-Collar-Anbieter holen auf

Interessant ist die Entwicklung bei den Anbietern von nicht-akademischen Jobs. „Der Markt der Online-Jobbörsen war lange ausschließlich auf Akademiker zugeschnitten“, sagt Kenk. Das ändere sich nun.

Bei den sogenannten Blue-Collar-Portalen punkteten zwei Jobbörsen: meinestadt.de und mobilejob.com. Das Kölner Jobportal meinestadt.de hat sich nach einem Relaunch auf Nichtakademiker spezialisiert.

Bewerber freut die gute Bedienung auf dem Smartphone. Mobilejob verfolgt ein ähnliches Konzept.

Negativ-Trend: Kandidaten sind unzufriedener mit Jobbörsen

Das Ranking darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bewerber die Jobbörsen insgesamt kritischer beäugen als in den Vorjahren. Kenk: „Der Bewerbermarkt bewegt sich immer mehr in ihre Richtung, daraus folgt eine gehobene Anspruchshaltung.“

Ist der Kandidat vor einer Dekade noch eher als Bittsteller in die Jobsuche gegangen, gilt das nun eher für die Unternehmer.

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