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Gehaltsstudie Was Spitzenkräfte in Deutschland verdienen

Security-Experten und IT-Chefs haben im Moment Hochkonjunktur und sind gefragter als jemals zuvor. Das spiegelt sich auch bei den Gehältern wider: Sie sind so hoch, wie nie zuvor.

Gehalt | Von Eva Neukirchen |

Was Spitzenkräfte in Deutschland verdienen

Gehaltsstudie

Führungskräfte müssen sich auf der Suche nach dem besten Gehalt auf den Standort und die Größe des Unternehmens konzentrieren.

© Fotolia

Wie stark zahlt sich ein Studium aus? In welcher Stadt verdienen Führungskräfte am meisten? Und bringt mir ein Umzug den gewünschten Gehaltssprung? Gleich zwei neue Studien klären auf, was Spitzenkräfte verdienen. Karriere.de hat den Überblick.

Gehaltssprünge bei ITlern und Führungskräften

Die höchsten Einkommen verzeichnen auch in diesem Jahr Spezialisten in der IT-Sicherheit, wie eine aktuelle Erhebung der Hamburger Gehälter-Plattform Compensation Partner in Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin „Computerwoche“ zeigt.

Sie verdienen im Durchschnitt mehr als 75.500 Euro. Mehr verdienen nur noch Führungskräfte mit 128.600 Euro im Schnitt.

Beide Berufsgruppen können sich der Studie zufolge auch über Gehaltssprünge freuen wie sonst niemand: Die Gehälter von IT-Fachkräften sind im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gestiegen. Und die von Führungskräften um 3,8 Prozent.

Grund für den starken Gehaltsanstieg in der IT-Branche, sei der hohe Bedarf an Fachkräften, erklärt Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner.

Immer mehr Stellen, bei denen es um Cybersicherheit geht, bleiben gar unbesetzt. Das auf Vergütungsdaten spezialisierte Unternehmen hat für die Studie über 12.000 Gehaltsinformationen ausgewertet.

Wer für sich für einen Job mit der hoher Bezahlung bewerben möchte, sollte einiges beachten – denn zahlreiche Faktoren beeinflussen das Gehalt.

Regionale Unterschiede beim Gehalt – Ein Umzug kann sich lohnen

Für Security-Experten kann sich derzeit ein Umzug nach München oder Frankfurt lohnen. In der Bayerischen Landeshauptstadt und der Finanzmetropole am Main liegen die Durchschnittsgehälter um ein Fünftel höher als im bundesweiten Schnitt.

Platz drei belegt Leverkusen mit 17,6 Prozent mehr Lohn, heißt es in der Studie von Compensation Partner.

In der Security-Branche sei es zusehends wichtiger über besondere Fähigkeiten und Erfahrungen zu verfügen statt über Zeugnisse und Noten, sagt Böger.

Wie der aktuelle Stepstone-Gehaltsreport 2019 zeigt, gibt es immer noch klare Gehaltsunterschiede zwischen West und Ost.

Demnach werden die niedrigsten Durchschnittsgehälter für Fach- und Führungskräfte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern gezahlt. Für den aktuellen Report hat das Jobportal die Gehälter von rund 85.000 Fach- und Führungskräften analysiert.

Eine gute Ausbildung zahlt sich aus – Gerade ein Hochschulstudium lohnt sich

Auch die Art der Ausbildung beeinflusst die Höhe des Gehalts. So bekommen beispielsweise Uni-Absolventen mit einem Diplom ein durchschnittliches Jahresgehalt in Höhe von 76.500 Euro.

Mit einem Fachhochschulabschluss erhalten IT-Beschäftigte mit 70.700 Euro dagegen etwas weniger. Ein Masterabschluss bringt 65.600 Euro im Jahr – der Bachelor im Schnitt immerhin 55.200 Euro.

Absolventen von Berufsakademien oder Fachschulen mit staatlich anerkanntem Abschluss werden im Schnitt 61.500 Euro verdienen. Sie bekommen also mehr Gehalt als ihre Kollegen mit einem Bachelor-Abschluss.

Angestellte, die ihre Fähigkeiten in einer Ausbildung erlernt haben, können mit einer jährlichen Vergütung in Höhe von 50.000 Euro rechnen.

Nicht zu unterschätzen: Bonuszahlungen und Dienstwagen

Arbeitnehmer sollten bei der Berechnung des Gehalt auch unbedingt auf weitere Rahmenbedingungen achten. Denn in vielen Unternehmen ist es mittlerweile üblich, dass sie Bonuszahlungen leisten.

Am häufigsten werden diese an IT-Führungskräfte bezahlt, sagt Gehaltsexperte Böger. Fast 60 Prozent von ihnen erhalten zusätzliche Zahlungen wie Boni, Tantieme oder Prämien. Unter Fachkräften erhält nur jeder vierte Angestellte eine solche Zahlung, zeigt die Studie.

Ähnlich sieht es bei Dienstwagen aus. Diese bekommen meist nur Führungskräfte (40 Prozent der Befragten). Gerade bei besonders schwer zu besetzenden Stellen ist ein Dienstfahrzeug ein besonderer Anreiz sei. Nicht zuletzt gilt es als Prestige-Objekt.

Je größer, desto besser: Die Firmengröße zahlt sich aus

Je größer das Unternehmen, desto größer ist auch das Gehalt. Das zeigt der aktuelle Stepstone Gehaltsreport.

Angestellte in Unternehmen, in denen mehr als 1000 Menschen arbeiten, bekommen etwa 15 Prozent mehr Gehalt als der Durchschnitt.

Wer in einem Betrieb arbeitet, der weniger als 500 Mitarbeiter beschäftigt, bekommt als Fach- oder Führungskräfte sogar zehn Prozent weniger Gehalt als der Durchschnitt.

Ein entscheidendes Kriterium bei der Höhe des Gehalts ist auch die Personalverantwortung. Laut Stepstone-Studie steigt das Einkommen der Führungskräfte mit der Anzahl der ihnen unterstellten Mitarbeiter.

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