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Markus Klose

Wharton School of Business (Philadelphia)

, aktualisiert



Warum einen MBA?
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Lieber Leser, liebe Leserin!


Bevor ich meine Erfahrungen und Eindrücke mit dem MBA teile, möchte ich mich kurz vorstellen. Mein Name ist Markus Klose und ich studiere zur Zeit im ersten Jahr im MBA-Programm der Wharton School of Business in Philadelphia. Bis zum Abitur habe ich in Bayern gelebt, und nach meinem Zivildienst hat mich meine Leidenschaft für Computer und mein Interesse an Technologie im Allgemeinen dazu veranlasst, Wirtschaftsinformatik zu studieren. Dabei habe ich den Eindruck gewonnen, dass Betriebswirtschaft interessanter ist als ich das je für möglich gehalten hatte. Konsequenter Weise habe ich im Anschluss an mein Studium nach einem Job gesucht, bei dem ich mich auf dem Gebiet der betriebswirtschaftlichen Theorie so richtig austoben konnte, und bin im Methodenbereich des Konzerncontrollings bei DaimlerChrysler in Stuttgart fündig geworden. Ich habe mich bei DaimlerChrysler drei Jahre lang mit der Weiterentwicklung und flächendeckenden Umsetzung betriebswirtschaftlicher Methoden und Verfahren beschäftigt, und war auch für die Einführung und ständige Weiterentwicklung eines strategischen und operativen Forschungsprojektcontrollings zuständig.

Ein Tag im Leben eines Wharton Studenten



Ich kann mich noch gut erinnern, als ich vor einem Jahr in den Hochglanzbroschüren der Business-Schools blätterte. In einigen war dargestellt, wie der "typische Tagesablauf" eines MBA Studenten aussieht. Damals konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, dass die Studenten hier 18-Stunden Tage haben würden, oder wie ich damit zurechtkommen sollte. Nachdem ich nun selbst seit einigen Monaten einer dieser Studenten bin, kann ich aus erster Hand berichten: Ja, der 18-Stunden Tag ist tatsächlich eher die Regel als die Ausnahme. Aber es stimmt auch, dass ich nie zuvor so viel Spass gehabt habe, mich so wohl gefühlt habe und nie so viele Möglichkeiten gesehen habe, mich zu engagieren.

Einen "typischen Tagesablauf" gibt es in Wharton jedoch nicht. Mit über einhundert "Clubs" - vom Consulting und Finance Club über Golf und Skydiving bis zum Wine Tasting Club und den Wharton Follies (über 200 Studenten stellen mit einem $80,000 Budget eine Satire- und Unterhaltungsshow auf die Beine, die es mit jeder professionellen Veranstaltung aufnehmen kann) - und weiteren "extracurricular activities" in fast unbegrenzter Anzahl ist der Terminkalender jedes einzelnen mindestens so individuell wie die 780 Studenten, die jedes Jahr nach Wharton kommen. Darüber hinaus steht eine derartige Fülle von Wahlfächern zur Auswahl, dass ich wohl selbst in meinem Hauptfach Finance nie alle Kurse belegen werden kann, die mich interessieren. Die wahrscheinlich einzige Gemeinsamkeit im Leben aller Wharton Studenten ist, dass es während der zwei Jahre in "Philly" keine Minute langweilig wird. Und wenn doch, dann liegt das bestimmt nicht an Wharton. Mir fallen jedenfalls zu jeder Tages- und Nachtzeit mindestens drei Dinge ein, die absolut dringend zu erledigen wären. Die Kunst dabei ist, Prioritäten zu setzen...

08:00 Der Radiowecker hat sich eingeschaltet - wie jeden Morgen wird "getalkt". Frage des Tages: Welches Obst verdirbt schneller, Orangen oder Äpfel? Der Ausgang der leidenschaftlich geführten Diskussion interessiert mich kaum mehr als üblich und ich entscheide mich stattdessen für eine kalte Dusche. 20 Minuten später löffel ich eine der sieben Sorten Oatmeal aus meinem Vorrat und überfliege dabei einige Headlines im Wall Street Journal. Mein Blick fällt auf einen Kommentar über Alan Greenspans Rede vor dem Senate Banking Committee. Ich bin mir sicher, dass diese Rede näher erörtert wird, wenn Prof. Jeremy Siegel morgen die ersten 20 Minuten der "Macroeconomics and Financial Markets"-Vorlesung auf seinen legendären "Market Report" verwenden wird. Da der "Market Report" immer top-aktuell und brilliant aufbereitet ist, kommen auch viele Studenten, die gar nicht für die Vorlesung eingeschrieben sind. Wer nicht live dabei sein kann, hat später die Möglichkeit, das entsprechende Video online über das Wharton Intranet anzusehen. Als ich den Artikel fertig habe, ist es höchste Zeit, zur Uni zu radeln. Da ich einer der wenigen graduate students bin, die die Nähe zum Campus den Annehmlichkeiten der Innenstadt vorziehen, bin ich in 5 Minuten dort.

09:00 "Competitive Strategy" beginnt. Die Vorlesung basiert stark auf der Case-Study Methode. Für heute war der "Wal-Mart" case vorzubereiten. Strategy cases sind meist sehr umfangreich, selten unter 20 Seiten, und die solide Vorbereitung der Diskussion in der Klasse erfordert ohne weiteres vier Stunden. Dazu sind noch die betreffenden Kapitel im Textbook zu lesen und nicht selten eine umfangreiche Sammlung relevanter Artikel aus Zeitschriften wie Fortune, Economist oder Business Week, die als Kopien im Vorlesungsbegleiter enthalten sind. Trotz des erheblichen Arbeitsaufwands ist jeder top vorbereitet.

Die Vorlesung ist für ihre schnelle Taktung bekannt - wer in der Klasse aufgerufen wird und seine reading assignments nicht kennt, kann kaum mit mehr als 15 Sekunden "air time" rechnen. Wahrscheinlich haben 69 der 70 anwesenden Studenten eine bessere Antwort parat, und der Professor ruft den nächsten Studenten auf. Die Atmosphäre ist leistungsorientiert, aber sehr kollegial. Niemand hat Interesse daran, den Kommilitonen neben sich schlecht aussehen zu lassen - schon gar nicht der Professor. Und gegen Ende der Stunde sorgt noch die Zwischenfrage einer Studentin für Heiterkeit: [Professor, after a 5 minute monologue] "Did that answer your question?" [Silence] "Oh, she left the class!? What time did she leave? I guess she didn't like my answer."

10:25 Stundenwechsel - Der Weg zur nächsten Vorlesung führt mich an meinem Mailfolder vorbei. Zwischen einem Stapel bunter Einladungen zu Company Presentations, Cocktail Receptions und einem "Day on the Job" finde ich einen korrigierten write-up case. Ich sortiere die Einladungen der Firmen aus, die mich interessieren. Den Rest werfe ich in eine Papiertonne, die schon mit ungefähr 700 gleichartigen Zetteln gefüllt ist.

10:30 "Financial Accounting" bei Prof. Brian Bushee. Das ist der im core-curriculum vorgeschriebene Standard-Kurs in Accounting. Die Daumenregel ist, dass elective courses besser sind als core courses, weshalb die meisten Studenten versuchen, einige core courses durch den Nachweis von Vorkenntnissen zu "waiven". Financial Accounting ist mit Sicherheit die Ausnahme von dieser Regel. Prof. Bushee, der gerade von der Harvard Business School hierher gekommen ist, unterrichtet zum ersten Mal in Wharton. Seine hohe Motivation springt auf die Studenten über und irgendwie gelingt es ihm, durch eine Kombination aus charmantem Witz und interessanten Fallstudien die 90 Minuten Accounting unglaublich lebendig zu gestalten.

12:00 Ich habe mit Professor Ittner, den ich in Managerial Accounting höre, und meinem Learning Team einen Termin zum gemeinsamen Essen vereinbart. Wir gehen in den "Faculty Club", den Speisesaal des am Rand des Campus neu errichteten Hotels. Hier finden auch oft die Präsentationen und Empfänge der Unternehmensberatungen und Investmentbanken statt. Prof. Ittner erzählt uns über einige aktuelle Consulting Projekte, an denen er beteiligt ist, aber auch über seine Familie und private Interessen. Gerade als die Diskussion bei der Lage der Welt im Allgemeinen angekommen ist, fällt meinem Teamkollegen Mark auf, dass wir zur nächsten Vorlesung müssen. Wir verabschieden uns eilig und machen uns auf den Weg zurück zum Campus. Die Rechnung für unser gemeinsames Mittagessen wird übrigens von Wharton übernommen - der Austausch zwischen Professoren und Studentenschaft soll bewusst gefördert werden.

13:30 "Financial Analysis" - Der Kurs, den ich von allen core courses am meisten schätze. Da ich einige Vorkenntnisse auf dem Gebiet der Finanzen mitgebracht habe, nehme ich die beschleunigte Version des Kurses. Hier wird der Stoff eines Semesters in nur einem Quarter durchgepaukt, was mir Raum für einen zusätzlichen Wahlkurs schafft. Der Kurs legt die theoretischen Grundlagen für spätere Wahlfächer. Wegen des schnellen Tempos wird die Vorlesung hauptsächlich im Vortragstil gehalten und verzichtet weitgehend auf Fallstudien. Umso kritischer ist es, stets "am Ball zu bleiben". Wer die in der Vorlesung behandelten Folien nicht bereits vorab zu Hause studiert hat, hat kaum eine realistische Chance, dem Vortrag zu folgen. Zudem empfielt es sich dringend, die vom Professor dreimal wöchentlich per e-mail aufgetragenen reading assignments zu lessen. Das schnelle Tempo der Vorlesung macht mir grossen Spass. Schliesslich bin ich nach Wharton gekommen, um die intensivste Finance Ausbildung zu durchlaufen, die man als MBA haben kann. Mein Interesse am Kurs wird mit dem Vertrauen des Professors belohnt. Als er mich später nach meiner Bereitschaft fragt, den Kurs im nächsten Semester als Teaching Assistant (TA) zu begleiten, sage ich sofort zu.

15:00 Da ich etwas "course overload" nehme, bin ich für heute immer noch nicht fertig. Auf dem Weg zu "Information: Industry Structure and Competitive Strategy" treffe ich Adrian und Felipe, mit denen ich mich für den Kurs als Team zusammengetan habe. Wir müssen für die Donnerstags-Vorlesung ein ca. 10seitiges paper schreiben. Es wird von der Bedeutung des e-commerce in vier verschiedenen strategischen Szenarien am Beispiel von Amazon.com handeln. Heute Abend um sechs ist Teambesprechung.

Dann beginnt die Vorlesung. Unser Professor ist als Austauschdozent von der London Business School zu uns gekommen, wo er den Kurs ebenfalls unterrichtet. Das Ziel des Kurses besteht vor allem darin, vom Hype um "dot.com" einen bewussten Schritt zurück zu gehen, um zu einer fundierten Analyse der Voraussetzungen zu gelangen, unter denen sich aus IT-Lösungen wirklich Wert generieren lässt. Dabei findet der Professor in uns Studenten ohne Zweifel geneigtere Zuhörer, als noch in den vergangenen Jahren. Seit die Aktienoptionen der Unternehmensgründer im Silicon Valley reihenweise unter Wasser stehen, fällt den meisten Studenten zu B2B und B2C nur noch eins ein: "Back to Banking, Back to Consulting".

16:35 Wieder zuhause. Während auf dem Herd eine Campbell's Suppe kocht, checke ich mein e-mail. 72 neue Nachrichten mit Titeln wie: Asian Business Conference; Play Ultimate Frisbee today at 4pm. Zwischen den mails die ich nach dem Überfliegen der ersten drei Zeilen lösche sind wichtige Infos versteckt. Einige Ergänzungen zum Folienvortrag von heute Morgen, ein update eines gemeinsamen Teamprojektes, eine persönliche Einladung zum Dinner im "Susanna Foo". Als Deutscher zähle ich nicht nur in Wharton sondern an den Top 10 MBA Programmen generell zu einer absoluten Minderheit. Umso öfter wird mir die Aufmerksamkeit der Recruiter zuteil. Das freut mich natürlich, und ich nehme die Einladung zum Abendessen gerne an. Nachdem ich die e-mails gelesen und einige Schecks für fällige Rechnungen verschickt habe, bleibt mir noch etwas Zeit zum telefonieren. Von meiner Freundin erfahre ich die Neuigkeiten aus Deutschland und zusammen mit einem Kommilitonen vereinbare ich einen Besuch im Irish Pub für morgen Abend. Dann mache ich mich auf den Weg zum Team Meeting in der Innenstadt. Mit dem Fahrrad bin ich nach 15 Minuten dort.

18:00 Zu viert brainstormen wir über unserem Team assignment. Wir verbringen eine gute Stunde damit, unsere Gedanken zu strukturieren und den roten Faden durch unsere Analyse herauszuarbeiten. Zum Ausformulieren teilen wir die Arbeit auf. Jeder soll zwei bis drei Seiten schreiben und zwei Powerpoint Folien zu seinem Thema erstellen. Alle versprechen, mir ihre Beiträge bis spätestens 22:00 per e-mail zuzusenden, damit ich diese zum Endprodukt zusammenbasteln kann.

19:30 Als ich wieder daheim bin, sind drei neue Nachrichten von Teamkollegen aus anderen Kursen auf dem Anrufbeantworter. Nachdem ich alle drei zurückgerufen habe, schreibe ich meinen Beitrag zum Amazon case. Ich bin gespannt, wie weit die anderen sind...

22:15 ...e-mail check. Tatsächlich hat jeder pünktlich geliefert. Ich führe alle Beiträge in einem Dokument zusammen und sende den fertigen Case postwendend an meine Teammates zurück. Bis morgen Abend hat nun jeder Zeit, noch neue Ideen einzubringen. Der Rest der Nacht gehört den ungelesenen Cases, Übungsaufgaben und Textbooks.

02:45 Let's call it a day. Es ist später geworden, als ich gehofft hatte. Dafür kann ich mit dem Gefühl einschlafen, heute sehr viel dazugelernt zu haben.

Wie gesagt sieht der Tagesablauf von Tag zu Tag und von Student zu Student sehr unterschiedlich aus. In der Tat werden eine gute Stunde, nachdem ich an diesem Tag ins Bett gekommen bin, die ersten Kommilitonen schon wieder aufstehen. Am nächsten Tag werde ich nur zwei Vorlesungen besuchen und mehr Zeit zur freien Verfügung haben. Die Möglichkeiten, diese Zeit zu nutzen, sind ungezählt: Vielleicht ein Pizzaessen mit Frank, meinem Mentee; eine on-campus Unternehmenspräsentation; Mountainbiking mit Freunden im Fairmount Park; ein Besuch der Wharton/Zweig Executive Speaker Series featuring His Excellency Sheikh Hisham Nazer, Former Minister of Petroleum, Saudi Arabia; ein Interview Workshop;... ?

Warum ein MBA?


Warum habe ich mich dann für ein MBA Studium entschieden? Aus Gesprächen mit Kommilitonen kenne ich die unterschiedlichsten Beweggründe für den Schritt zum MBA. Einige sind beispielsweise Natur- oder Geisteswissenschaftler und sehen den MBA als Chance für einen Karrierewechsel. Mich persönlich hat die pure Neugier nach USA getrieben. Obwohl ich meine Aufgabe bei DaimlerChrysler als anspruchsvoll und potentialträchtig empfand, hatte ich das Gefühl, dass es "da draussen" noch unendlich viel mehr zu entdecken gab. Bei der Evaluierung möglicher Optionen gewann ich den Eindruck, dass ein MBA Studium der Schlüssel zu einer einzigartigen Vielfalt an Karrieremöglichkeiten war, und zwar sowohl in globaler als auch in funktionaler Hinsicht. (Der Eindruck hat sich übrigens bislang voll bestätigt - aber dazu später mehr).

Warum Wharton?
Der arbeitsreiche und mitunter "schmerzhafte" Bewerbungsprozess, den ich an den führenden amerikanischen Business Schools durchlief, hatte mir schliesslich die Zulassung an fünf Top-Schulen eingebracht. Warum habe ich mich aber ausgerechnet für Wharton entschieden? Natürlich hat die Pflichtlektüre jedes angehenden MBA-Studenten, "Business Week - The Best Business Schools" auch mich mit einer gewissen Ehrfurcht vor dem Wharton Image erfüllt: als erste Schule in der Geschichte des Reviews ist Wharton dort bereits zum vierten Mal in Folge auf Platz eins gesetzt. Selbstverständlich kommt so eine Einstufung nicht von ungefähr. Trotzdem kann ich jedem nur empfehlen, sich bei der Auswahl der Business School nicht ausschliesslich auf Rankings zu verlassen. Jede Schule hat ein individuelles Profil an Stärken, und jeder angehende Student muss für sich selbst herausfinden, worauf es ihm wirklich ankommt. In Anbetracht meines geplanten majors in Finance und Strategic Management war mir persönlich die Qualität dieser Fachbereiche sehr wichtig, und ich bin sicher, dass Wharton dabei die erste Wahl ist.

Bevor ich aber bereit war, zwei Jahre meines Lebens und einen nicht ganz unerheblichen Geldbetrag zu investieren, wollte ich mir die Schulen nochmals aus der Nähe anschauen. Das Ergebnis meiner Reise entlang der Ostküste war ein sehr persönlicher Eindruck von den überraschend deutlichen Unterschieden, die zwischen den Schulen im Hinblick auf das Verhältnis der Studenten untereinander, bzw. bezüglich der Zugänglichkeit von Fakultät und Verwaltung bestanden. An Wharton hat mir besonders die unglaublich kooperative und dynamische Atmosphäre gefallen. Endgültig überzeugt hat mich das "welcome weekend", eine Veranstaltung für die neu zugelassenen Studenten, die im Frühjahr in ähnlicher Form an allen Schulen stattfindet. Wharton war die einzige Schule, an der diese Veranstaltung ausschliesslich von Studenten organisiert und durchgeführt wurde. Dabei war es meiner Meinung nach auch mit Abstand die beste und professionellste Veranstaltung. Als Besucher in Wharton habe ich die einzigartige Energie und Dynamik gespürt, die von der Studentenschaft ausgeht: der Wille, stets das Beste zu geben, einen wirklichen Beitrag zu leisten und Dinge zu verändern.

Deswegen habe ich mich für Wharton entschieden.

Kosten des MBA
Wharton gibt die Kosten (inklusive Lebenshaltungskosten) des akademischen Jahres 2000-2001 offiziell mit US$ 50.898 an. Natürlich werden die individuellen Kosten massgeblich vom Lebensstil des Studenten beeinflusst. Allerdings sollte man schon davon ausgehen, über die zwei Jahre hinweg um die US$ 100.000 auszugeben.

Ich möchte aber jedem raten, sich bei der Entscheidung für den MBA nicht von finanziellen Überlegungen leiten zu lassen. Erstens stehen umfangreiche Möglichkeiten zur Finanzierung des Programms zur Verfügung, und zweitens sind die Kosten ja nur die eine Seite einer grossartigen Chance, in die eigene Zukunft zu investieren.

Für Wharton Studenten ist die Finanzierung besonders einfach, da jeder internationale Student mit seiner Zulassung zum Studium automatisch Anspruch auf einen Kredit zu attraktiven Konditionen erhält, der sehr unbürokratisch und ohne die sonst üblichen Hürden wie z. B. die Unterschrift eines amerikanischen "co-signers" vergeben wird. Zudem kann man sich für eine Vielzahl an Stipendien bewerben, deren Vergabe an die unterschiedlichsten Voraussetzungen gebunden ist. Ich persönlich kann neben persönlichen Mitteln auch auf ein Stipendium des DAAD zurückgreifen. Zudem verdiene ich auch ein paar Dollar als teaching assistant am finance department und rechne mit Mitteln aus meinem dreimonatigen Praktikum im Sommer.

Ich setze die Kosten des Programms auch immer ins Verhältnis zu den Zielen, die ich damit verbinde. Grundsätzlich gilt, dass gute Programme zwar teuer sind, dafür aber auch attraktivere Optionen für die berufliche Zukunft beinhalten. Aus diesem Blickwinkel betrachtet stellt der MBA keinesfalls ein kostspieliges Abenteuer, sondern meist eine äusserst attraktives Investitionsprojekt dar.

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