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Bewerbung

Wie gelingt das Anschreiben?

Teil 2: Mit Fähigkeiten überzeugen

Doch was ist seriös und was ist ein überzeugendes Argument? Die bisherige Position, abgeschlossene Projekte, Erfolge bei Praktika, ein besonders exzellenter Abschluss, eine herausstechende Qualifikation auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite ein knapper Verweis auf die Stellenanzeige, in der ein Mitarbeiter mit genau diesen Kompetenzen gesucht wird.Ein gelungenes Anschreiben argumentiert aus der Sicht des Unternehmens, das den Mitarbeiter sucht – und zwar professionell und fundiert. Der Bewerber verkauft seine Arbeitskraft und Kompetenz, nicht mehr. Und weil er den Wert seiner Arbeit kennt, enthält das Anschreiben überdies Gehaltsvorstellungen sowie den möglichen Einstiegszeitpunkt. Der Verweis auf eine Website oder mindestens eine Kontaktnummer, unter der weitere Informationen verfügbar sind, rundet das Schreiben ab.Uneinigkeit herrscht indes darüber, ob und wie auf den Anzeigentext Bezug genommen werden soll. Die meisten Stellenannouncen sind kaum besser als die dazu gehörigen Bewerbungen: Voller Wortgerümpel, zugemüllt mit nichtssagenden Allgemeinplätze und Floskeln. Zumeist wünschen sich die Unternehmen engagierte, hoch motivierte Mitarbeiter – aber was heißt das? Und was heißt es, wenn sich der Bewerber als solcher ausgibt? Den Bezug zur Ausschreibung wegzulassen, wirkt als habe man sich zu wenig informiert.

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Stellen Sie Ihre Qualifikationen herausBesser ist es, zu belegen, dass man die gesuchten Qualifikationen erfüllt und sehr gerne für das Unternehmen arbeiten möchte. Das klingt zum Beispiel so: "Sie verlangen viel von Ihren Ingenieuren. Auch ich verlange viel von mir, wie Sie meinem Abschluss mit Bestnoten entnehmen können." Oder auch so: "Sie suchen eine erfahrene Mitarbeiterin für die Pflegeleitung. In knapp zehn Berufsjahren konnte ich die vergangenen drei Jahre Erfahrungen als Pflegeleiterin sammeln." Oder ganz anders.Am Ende hängt der Erfolg einer Bewerbung zum Glück nicht allein vom Anschreiben ab. Und auch die meisten Absagen haben eher einen Negativpreis für schlechte Formulierungen verdient.(Zuerst erschienen auf ZEIT ONLINE)
Dieser Artikel ist erschienen am 05.01.2010
 

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