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Bewerbungsgespräch

Selbstsicher zum neuen Job

Teil 2: "Fenster in die Firmen"

Foto: A. Gregor/Fotolia
"Viele Firmen haben eigene Karriere-Accounts bei Twitter, auf denen sie auf offene Stellen hinweisen, über das Arbeiten in dem Unternehmen und ihre Firmenkultur berichten. Gängig sind auch Karriereseiten auf Facebook, die Einblick ins Unternehmen geben. Auch wenn das gesteuerte Kommunikation ist: Diese Tools sind Fenster in die Firmen", sagt Janson.

Natürlich gehört auch der Blick auf die Unternehmensseite zur Vorbereitung auf ein Interview. Bewerber sollten sich mit den Grunddaten der Firmengeschichte, den relevanten Kennzahlen des Unternehmens, den wichtigsten Ansprechpartnern und ihren Lebensläufen vertraut sein.

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Einen Kontakt zu normalen Mitarbeitern über soziale Netzwerke anzubahnen, empfiehlt Janson indes nicht. Auch von einer Kontaktanfrage zu den Personalern und Entscheidern des Arbeitgebers in Spe rät sie ab. "Das kann nach dem Interview geschehen – sofern es denn positiv gelaufen ist. Ansonsten wirkt es zu aufdringlich. Und für die normalen Mitarbeiter kann es arbeitsrechtlich bedenklich sein, Fremden über die Arbeit in ihrem Unternehmen zu erzählen", sagt Janson. Zwar sei es sicher hilfreich, Mitarbeitern der Firma Fragen zu stellen, doch sollten Kandidaten dies nur tun, wenn sie diese Personen ohnehin bereits gut kennen und das Verhältnis diese Fragen auch zulässt.

Stattdessen sei es sinnvoll, sich den Verlauf des Gesprächs vorzustellen und Antworten auf die gängigsten Fragen zu haben – ohne dabei zu lügen. "Personaler merken, wenn Kandidaten nicht die Wahrheit sagen. Darum ist es wichtig, konkludent zu sein", sagt Janson. Der Bewerber muss gut begründen können, weswegen er beim Unternehmen arbeiten will oder wieso er seine alte Firma verlassen möchte.

Nicht schaden kann es zudem, im inhaltlichen Teil des Gesprächs durchaus kritisch zu sein und mit frischen Ideen zu überzeugen. "Genau daran erkennt der Personaler, ob der Kandidat vorbereitet ist oder nicht", sagt Janson. Christian Meier hat mittlerweile entgegen seinen Erwartungen einen Termin für ein weiteres Gespräch mit dem Softwarehersteller bekommen. Trotz seiner improvisierten Antworten im ersten Gespräch hat er es in die nächste Runde geschafft. Für den zweiten Termin hat er etwas mehr Vorbereitungszeit. Die will er nutzen, um mit guten Antworten zu überzeugen.

Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf Zeit.de
Dieser Artikel ist erschienen am 09.05.2011
 

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