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Vorstellungsgespräch

Die Probe für den Ernstfall

Teil 2: "Es ist kein Match."

Die Optik spielt für Maria Riolo keine so große Rolle. Das Wichtigste sei die Auseinandersetzung mit den eigenen Zielen und Fähigkeiten. Riolo arbeitet als Global Talent Acquisition and Development Senior Manager bei einem deutschen Autobauer. Ist ein Bewerber nervös und schüchtern, so liege es an der Personalabteilung, eine kommunikative Basis zu schaffen. "Wir geben uns kontaktfreudig und nahbar. Das baut Angst ab. Es geht nicht darum, den Bewerber unter Stress zu setzen", sagt Maria Riolo. Die wichtigsten Kriterien für sie: Kann ein Bewerber frei und ehrlich über seine Stärken und Schwächen sprechen?Riolo sagt, sie führe Bewerbungsgespräche und keinen Schlagabtausch. "Es ist kein Match." Als Vorbereitung rät sie Bewerbern, die Bewerbungssituation mit Kollegen, Freunden oder Familie zu üben und sich ein Feedback geben zu lassen.Gründe für die Absage erfragen

Die besten Jobs von allen

Auch Sandra Würzinger ist es wichtig, eine Rückmeldung für ihr Auftreten zu bekommen. Nach einer Absage fragt sie direkt nach Verbesserungsvorschlägen. Das sei auch gut, um eine Absage nicht persönlich zu nehmen. Zwar hat die Bürokauffrau auch bei ihrer zehnten Bewerbung Pech gehabt. Entmutigt ist sie aber nicht. "Das Unternehmen hat einen Bewerber eingestellt, der einfach viel mehr Berufserfahrung als ich hat. Das hätte auch ein Bewerbungstraining nicht geändert."(Zuerst erschienen auf ZEIT ONLINE)Lesen Sie weitere Tipps für das Bewerbungsgespräch:
Körpersprache: "Kopf hoch und lächeln"
Dieser Artikel ist erschienen am 10.05.2010
 

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