Rechtspsychologie

  • 3 Universitäten
  • 4 B.Sc. Studiengänge
  • Berufsbegleitend, Vollzeit
  • 36 Monate
  • Überblick
  • Studiengänge (4)

Über Rechtspsychologie

Im Juni 2021 sterben bei einem Messerangriff in Würzburg drei Menschen und mehrere Passanten werden verletzt. Monate später entscheiden Gutachter über die Schuldfähigkeit des Täters. Mit Hilfe eines psychiatrischen Gutachtens wird der Mann als schuldunfähig erklärt. Rechtspsychologen sind für solche Gutachten zuständig. Sie können auch in der Opferberatung oder im Strafvollzug arbeiten.

Wo man Rechtspsychologie studieren kann

Hochschule des Monats
IU-Fernstudium
IU Internationale Hochschule Fernstudium
Aachen, Berlin, Bielefeld, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart
0
  • Private Hochschule
  • Aktionen & Rabatte
  • Kostenlos testen
Hochschule Fresenius
Hochschule Fresenius
Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln
0
  • Private Hochschule
  • Kostenlos testen
iu-mystudy
IU myStudium
Berlin, Bielefeld, Dresden, Erfurt, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, München
0
  • Private Hochschule

Rechtspsychologie - 8 Tipps

  • Das Wichtigste in Kürze:
    • Wer Rechtspsychologie studieren will, braucht einen Bachelorabschluss in Psychologie.
    • Rechtspsychologie ist ein reiner Masterstudiengang und wird nur selten angeboten.
    • Das Fach verbindet psychologische, rechtswissenschaftliche und kriminologische Inhalte.
  • Wer bekommt eine Zulassung zum Studium Rechtspsychologie?

    Rechtspsychologie wird als eigenständiges Masterprogramm oder als Schwerpunkt des Psychologiemasters angeboten. Bewerber müssen spezielle Anforderungen erfüllen. Ein abgeschlossenes Bachelorstudium in Psychologie zählt zu den Grundvoraussetzungen. Die Abschlussnote darf dabei in manchen Fällen nicht schlechter als 2,5 sein.
    Bei einigen Anbietern müssen Studieninteressierte zusätzlich ein Aufnahmegespräch absolvieren, in dem die persönliche Motivation der Bewerber geprüft wird. An einigen Hochschulen kann auch der Nachweis von Berufserfahrung im Bereich Psychologie zu den Zulassungsvoraussetzungen zählen.

  • Wem fällt der Studiengang Rechtspsychologie leicht?

    Wer sich für den Bereich der Rechtspsychologie interessiert, sollte großes Interesse an psychologischen und rechtswissenschaftlichen Themen mitbringen. Eine gute Beobachtungsgabe kann im Beruf von Vorteil sein.
    Studienbewerber sollten viel Motivation und Stärken wie Kommunikationsfähigkeit, Empathie, psychische Belastbarkeit und analytisches Denken mitbringen. Die Stärken und Schwächen der Bewerber können in einem Auswahlgespräch im Rahmen des Bewerbungsverfahrens getestet werden.
    Da Rechtspsychologen oft im Straf- oder Maßregelvollzug arbeiten, sollten sie eine gewisse Objektivität und Professionalität im Umgang mit Straftätern, Opfern oder Zeugen vorweisen.

  • Für wen lohnt sich der Master Rechtspsychologie?

    Der Masterstudiengang richtet sich an Bachelor- und Masterabsolventen, die sich im Bereich der Rechtspsychologie weiterbilden und spezialisieren wollen. Auch bereits praktizierende Psychologen sind Teil der Zielgruppe. Sie können das Studium beispielsweise parallel zum Beruf absolvieren.

    Übrigens: Mit dem Erwerb des Masterabschlusses können sich Absolventen für die Weiterbildung zum Psychotherapeuten qualifizieren.

    Die wichtigsten Inhalte des Masterstudiums sind:

    • klinische Psychologie
    • Neurowissenschaften
    • Methoden der Rechtspsychologie
    • Diagnostik
    • Psychotherapie
    • Rechtspsychologie

    Der Studiengang bietet nicht nur im berufsbegleitenden Modell einen großen Praxisbezug. Vollzeitstudierende haben die Möglichkeit in einem Praktikum erlerntes Wissen anzuwenden und berufliche Erfahrungen zu sammeln.

  • Wer bietet das Studium Rechtspsychologie an?

    Zahlreiche Unis oder Hochschulen bieten Psychologiestudiengänge an, speziell im Bereich Rechtspsychologie ist die Auswahl aber überschaubar. Teilweise können Studierende wie an der Medical School Berlin an einem Psychologiestudium mit Schwerpunkt Rechtspsychologie teilnehmen.
    Das Masterstudium in Rechtspsychologie schließt in der Regel nach vier Semestern mit dem Master of Science ab. Die Psychologische Hochschule Berlin bietet den Studiengang auch als berufsbegleitendes Modell an. Psychologen sollen so die Möglichkeit erhalten, neben dem Beruf eine akademische Weiterbildung anzustreben.

    Anbieter Studiengang Kosten Website 
    Medical School Berlin – Hochschule für Gesundheit und Medizin (MSB)  Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie 650 €/Monat medicalschool-berlin.de
    MSH Medical School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University  Psychologie mit Schwerpunkt Rechtspsychologie 695 €/Monat medicalschol-hamburg.de
    Johannes-Gutenberg-Universität Mainz  Psychologie – Rechtspsychologie  Semesterbeitrag: ca. 330 € (Standort Mainz) uni-mainz.de
    Psychologische Hochschule Berlin (PHB)  Rechtspsychologie  465 €/Monat psychologische-hochschule.de
    Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  Rechtspsychologie  gebührenpflichtig: 5.000 €/Jahr uni-bonn.de
    Universität Hildesheim  Rechtspsychologie  Semesterbeitrag: ca. 416 € uni-hildesheim.de

    Quelle: eigene Recherche, Stand: 14. September 2021

     

    Wer an einer privaten Hochschule wie der Medical School Berlin oder Medical School Hamburg studiert, muss mit monatlichen Gebühren rechnen. Staatliche Universitäten hingegen verlangen in der Regel lediglich einen Semesterbeitrag, der wie im Fall der Johannes-Gutenberg-Universität standortabhängig sein kann.
    Eine Ausnahme bilden weiterbildende Masterstudiengänge an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Die Masterprogramme „Rechtspsychologie mit dem Schwerpunkt Psychologie im Straf- und Maßregelvollzug“ und „Rechtspsychologie mit dem Schwerpunkt Psychologie im Straf- und Maßregelvollzug“ sind gebührenpflichtig.

  • Karrierechancen und Gehalt nach Abschluss

    Rechtspsychologen arbeiten beispielsweise als Psychologen oder psychologische Sachverständige im Straf- oder Maßregelvollzug. Masterabsolventen haben zudem die Möglichkeit nach dem Studium in die Forschung zu gehen oder der wissenschaftlichen Tätigkeit an einer Hochschule nachgehen. Einige Absolventen bewerben sich auch bei der Polizei als Rechtspsychologen.

    Zu den typischen Arbeitsfeldern eines Rechtspsychologen gehören unter anderem:

    • forensische Einrichtungen (Kliniken)
    • Polizeidienst
    • Forschungseinrichtungen oder universitäre Einrichtungen
    • Jugendgerichtshilfe
    • Beratungsstellen für Opfer von Straftaten

    Je nach Anstellung und Position können Rechtspsychologen mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von durchschnittlich ca. 60.000 Euro rechnen. Die Spanne reicht von rund 53.000 bis ca. 71.500 Euro jährlich.

  • Alternative Wege zu Rechtspsychologie

    Im Kriminologiestudium lernen Studierende alles rund um die soziologischen und psychologischen Hintergründe von Verbrechen. Zu den grundlegenden Studieninhalten zählen die drei Teildisziplinen kritische, kriminalpolitische und angewandte Kriminologie, sowie Forschungsmethoden, Statistik und Mathematik. Auch Inhalte aus den Bereichen Sozialwissenschaft, Psychologie und Rechts- bzw. Polizeiwissenschaften sind Teil des Lehrplans.
    Das Studium der Rechtswissenschaften deckt dagegen Privatrecht, öffentliches Recht, Völkerrecht und Strafrecht ab. Studierende können sich in bestimmten Bereichen, zum Beispiel internationalem Verfahrensrecht, Arbeits- oder Baurecht spezialisieren. Rechtswissenschaftler, die die erste juristische Prüfung ablegen, können als Richter, Staats- oder Rechtsanwälte tätig werden. Einige entscheiden sich auch für die rechtswissenschaftliche Unternehmensberatung oder eine Tätigkeit als Notar.

  • Häufig gestellte Fragen zur Rechtspsychologie

    Was brauche ich, um Rechtspsychologie zu studieren?

    Für das Studium wird im Regelfall ein Bachelorabschluss der Psychologie vorausgesetzt. Außerdem benötigen Bewerber natürlich ein Interesse an psychologischen und rechtswissenschaftlichen Inhalten.

    Wie schwer ist es Rechtspsychologie zu studieren?

    Rechtspsychologie kann im Normalfall nur studieren, wer bereits einen Bachelorabschluss in Psychologie vorweisen kann. Das Masterstudium ist anspruchsvoll.

    Kann ich Rechtspsychologie ohne Abitur studieren?

    Auch Bewerber ohne Abitur haben die Chance Psychologie zu studieren. Die Zulassungsvoraussetzungen an den jeweiligen Hochschulen sind oft individuell geregelt.