Journalismus

  • 2 Universitäten
  • 2 B.A. Studiengänge
  • Vollzeit, Berufsbegleitend
  • 36 - 42 Monate
Fernstudium
  • Überblick
  • Studiengänge (2)

Über Journalismus

Immer auf der Suche nach der neuesten Story, um einen Scoop zu landen: Journalist zu werden, ist der Traum vieler junger Menschen, denn der Beruf ist vielseitig und abwechslungsreich. Das Journalismus-Studium, an dessen Ende ein Abschluss als Bachelor oder Master of Arts steht, bereitet darauf vor. In der Praxis darf sich jeder, der journalistisch arbeitet, Journalist nennen. Er oder sie muss weder eine Ausbildung noch ein Studium in diesem Bereich vorweisen. Ein Journalismus-Studium ist allerdings gern gesehen, genauso wie der Besuch einer Journalistenschule oder das Absolvieren eines Volontariats, das meist ein bis zwei Jahre dauert. Hier lernen Volontäre den redaktionellen Alltag kennen.

Übrigens: Wer schon weiß, dass er später einmal in einem bestimmten Fachressort arbeiten will, zum Beispiel als Wissenschaftsredakteur, der entscheidet sich vielleicht besser für ein Fachstudium.

Wo man Journalismus studieren kann

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Journalismus - 8 Tipps

  • Das Wichtigste in Kürze

    • Das Journalismus-Studium ist sehr praktisch ausgelegt und bereitet Studierende konkret auf das Arbeitsleben vor.
    • Studieninteressenten sollten viel Neugier mitbringen und auf Menschen zugehen können.
    • Praktische Erfahrungen neben den Studium werden oft vorausgesetzt.
  • Wem fällt der Studiengang Journalistik leicht?

    Angehende Journalisten sollten über eine gute Allgemeinbildung verfügen und ein Interesse daran haben, was in der Welt passiert. Am besten bringen sie eine große Portion Neugier mit und ein Talent dafür, Geschichten anregend zu erzählen. Wichtig ist auch, unbefangen auf Menschen zugehen zu können. Wem es etwa unangenehm ist, zu telefonieren, der wird es im späteren Berufsleben schwer haben. Um Informationen zu recherchieren, sie aufzubereiten und einem Publikum zu vermitteln, brauchen Journalisten gute Kommunikationsfähigkeiten. Auch ein Gefühl für Sprache ist wichtig.

    Eine weitere wichtige Frage, die sich Studieninteressierte stellen sollten: Wie wichtig sind ihnen zuverlässige Arbeitszeiten und Routinen? Journalisten müssen nämlich stets zur Stelle sein, wenn etwas Wichtiges passiert – egal, ob das spät abends ist oder an Wochenenden. Ein Großteil des Berufsstands arbeitet freiberuflich und bietet Artikel oder Beiträge selbständig Redaktionen an. Dafür muss man gut organisiert sein. Ein weiteres Plus sind dabei Eigenschaften wie Durchsetzungskraft und Verhandlungsgeschick, um beispielsweise den Redaktionsleiter von einem Thema zu überzeugen und ein angemessenes Honorar für Beiträge auszuhandeln.

    Auch für das Journalismus-Studium selbst ist Disziplin gefragt. Mit Klausuren, Hausarbeiten und praktischen Projekten kann die Prüfungsphase schon mal stressig werden. Dafür braucht man einen kühlen Kopf, Sozialkompetenz und die Bereitschaft, sich einzubringen.

  • So ist der Bachelor Journalistik aufgebaut

    Im Journalismus-Studium geht es hauptsächlich darum, das Handwerkszeug für den späteren Beruf zu erlernen. Studierende lernen verschiedene Interviewtechniken und Textgattungen kennen. Sie erfahren, was ein gutes Thema ausmacht, wie man richtig recherchiert und erstellen Beiträge für verschiedene Mediengattungen – von Printartikeln über Radio- und Fernsehbeiträge bis hin zu Online-Projekten. Oft gibt es Projektarbeiten in Kleingruppen. Darüber hinaus sehen viele Hochschulen ein Praxissemester vor.

    In den theoretischen Modulen des Studiums geht es oft um kommunikationswissenschaftliche Grundlagen und Journalismustheorien. Auch Medienrecht, Medienökonomie und Medienethik stehen auf dem Stundenplan. Weitere Inhalte: Methodenlehre und Wissenschaftliches Arbeiten. Je nach Hochschule gibt es Unterschiede, was Schwerpunkte und Ausrichtungen angeht.

  • Für wen lohnt sich der Master?

    Der Masterstudiengang Journalismus eignet sich insbesondere für Bachelorabsolventen des gleichnamigen Studiengangs oder eines vergleichbaren medien- als auch kommunikationswissenschaftlichen Studiums. Meist sind die Masterstudiengänge schwerpunktmäßig ausgerichtet, so findet man sie beispielsweise unter den Bezeichnungen „Economics und Journalismus“, „Digitaler Journalismus“ oder „Journalistik mit Schwerpunkt Innovation und Management“. In der Regel dauert das Studium vier bis sechs Semester und ist vor Studienbeginn an manchen Hochschulen mit einer Eignungsprüfung verknüpft. Während des Studiums werden Studierenden vertiefte Kenntnisse zu sämtlichen Grundlagen journalistischen Arbeitens vermittelt. Zudem werden alle Mediengattungen und Ausspielwege, wie beispielsweise Texte, Töne oder Bilder, behandelt.

    Folgende Module können im Masterstudium auf dem Lehrplan stehen:

    • Grundlagen des Journalismus
    • Gestaltung und Arbeitstechniken
    • Journalismustheorie und Medienforschung
    • Magazin- und Netzjournalismus
    • Radiojournalismus
    • Audiovisueller Journalismus
  • Was kostet das Journalismus-Studium?

    Die Kosten für ein Journalismus-Studium hängen stark davon ab, für welchen Anbieter und welchen Studienort sich Bewerber entscheiden. Wer länger studiert, bezahlt auch mehr, unabhängig davon, ob er an einer staatlichen oder privaten Hochschule eingeschrieben ist.
    Staatliche Hochschulen verlangen zweimal jährlich Semesterbeiträge. So belaufen sich die Semesterbeiträge an der Hochschule Magdeburg Stendal beispielsweise auf 143,50 Euro, an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz liegen sie bei 331,05 Euro.

    Bei privaten Anbietern gibt es sogenannte Studiengebühren, die unterschiedlich hoch sind und monatlich bezahlt werden. Die Internationale Hochschule (IU) bietet Journalismus als Fernstudium an. Der Bachelor kostet hier in Vollzeit mit einer Laufzeit von 36 Monaten regulär 348 Euro pro Monat, als Teilzeitstudium 303 Euro monatlich. Wer 72 Monate braucht, um sein Studium abzuschließen, bezahlt 209 Euro im Monat.

  • Karrierechancen und Gehalt nach Abschluss

    Wer Journalismus studiert, dem stehen nach seinem Abschluss viele Berufsfelder offen. Er oder sie kann beispielsweise als Nachrichtenredakteur, Radiomoderator, Sportreporter oder Auslandskorrespondent arbeiten. Masterabsolventen sind zudem dazu befähigt, als Redakteure oder Mitarbeiter in leitendenden Funktionen eines Medienunternehmens tätig zu werden. Hierbei finden sie häufig Anstellungen in Redaktionen oder Verlagen, im Hörfunk, bei Fernsehsendern, in Nachrichtenagenturen, Produktionsfirmen, Medienunternehmen, Pressestellen, Kommunikationsabteilungen oder Start-Up-Unternehmen. Aber auch Online- oder Social-Media-Angebote sind mögliche Arbeitsbereiche für Journalisten. Damit der Berufseinstieg gelingt, sollte man schon während des Studiums praktische Erfahrungen gesammelt haben und Arbeitsproben vorweisen können. Die Konkurrenz ist groß.

    Die Digitalisierung verändert die Medienlandschaft rasant. Viele Inhalte gibt es gratis im Netz, die Auflagen vieler Printerzeugnisse gehen seit Jahren zurück. Auch bei den Rundfunkanstalten gibt es kaum noch Festanstellungen, weshalb viele Journalisten freiberuflich arbeiten. Die Einstiegsgehälter sind eher mau, Volontäre werden meist nur mit 1.000 bis 2.000 Euro brutto entlohnt.

    Wer mit einem Bachelorabschluss in den Journalismus einsteigt, verdient im Schnitt 2.709 Euro im Monat. Mit einem Master gibt es etwas mehr Geld, nämlich 3.146 Euro.
    Das Gehalt hängt allerdings stark vom Arbeitgeber und der Region ab, in der man arbeitet. Auch die Mediengattung spielt eine Rolle: Fernsehredakteure verdienen oft mehr als ihre Kollegen im Printbereich.

    Neben Verlagen und Rundfunkanstalten können Journalisten auch in anderen Branchen arbeiten, zum Beispiel in der Öffentlichkeitsarbeit, der Unternehmenskommunikation oder der Kulturbranche.

  • Alternative Wege in den Journalismus

    Die Berufsbezeichnung „Journalist“ ist kein geschützter Begriff. Daher kann sich also im Grunde jeder so nennen, ganz unabhängig von der persönlichen Qualifikation oder Ausbildung. Grund hierfür ist „Artikel 5“ im Grundgesetz, der besagt, dass „jeder das Recht hat, seine Meinung in Wort, Bild und Schrift frei zu äußern und zu verbreiten (…)“.

    Wer sich für Journalismus interessiert, muss also zunächst nicht zwangsläufig ein Studium absolvieren. Denn viele Wege führen in den Journalismus: beispielsweise auch persönliche Kontakte oder Praktika in den Bereichen Print, TV, Radio, Multimedia oder Public Relations. Dies kann bereits während der Schule oder neben dem Studium erfolgen.

    Ein weiterer Weg ist ein klassisches Volontariat in einer Print- oder Online-Redaktion sowie bei einem Fernseh- oder Radiosender. Dieses dauert in der Regel zwischen 18 und 24 Monaten. Aufgrund der gestiegenen crossmedialen Anforderungen kann es mittlerweile sogar auf bis zu 36 Monate ausgedehnt werden. Während dieser Zeit durchlaufen Volontäre mindestens drei unterschiedliche Ressorts und nehmen an verschiedenen Kursen oder Seminaren teil.

    Aber auch eine Weiterbildung an einer speziellen Journalistenschule kann die Türen in den Journalismus öffnen. Große Medienhäuser haben oftmals ihre eigenen Schulen, an denen sie ihren Nachwuchs selbst ausbilden. Auf Grund ihrer Beliebtheit sind die freien Plätze an diesen Schulen jedoch oftmals stark begrenzt. Anhand von Arbeitsproben und Lebensläufen wird eine Vorauswahl getroffen, ein persönliches Gespräch sowie Einstellungstests entscheiden letztendlich über die Zusage.

  • Häufig gestellte Fragen zum Journalismus Studium

    Was brauche ich, um Journalismus zu studieren?
    Um an staatlichen Hochschulen zu studieren, brauchen Bewerber ein Abitur oder Fachabitur. Das Journalismus-Studium ist beliebt, deshalb gilt vielerorts ein Numerus Clausus.

    Wie schwer ist es, Journalismus zu studieren?
    Das Studium ist vielseitig, aber nicht hochkomplex. Bewerber sollten eine gute Allgemeinbildung und Neugier mitbringen. Gutes Sprachgefühl, kommunikative Fähigkeiten und ein offener Umgang mit Menschen sind hilfreich.

    Kann ich Journalismus ohne Abitur studieren?
    Ja, das ist möglich, allerdings nur an privaten Hochschulen. Voraussetzung ist dann beispielsweise eine Berufsausbildung mit anschließender Berufserfahrung.