Heilpädagogik (Fernstudium)

  • 1 Universität
  • 1 B.A. Studiengang
  • Berufsbegleitend
  • 36 Monate
Heilpädagogik Fernstudium
  • Überblick
  • Studiengang (1)

Über Heilpädagogik (Fernstudium)

Menschen mit Beeinträchtigungen, egal ob diese akut durch Krankheit bedingt oder dauerhaft sind, haben es in unserer schnellen, auf Leistung getrimmten Gesellschaft schwer. Nicht nur müssen sie mit den eigenen „Schwächen“ umgehen lernen, die gesamte Umwelt ist auch unzureichend auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Damit haben die Betroffenen selbst zu kämpfen, genauso aber auch deren Angehörige. Heilpädagogen helfen beiden Personengruppen. Sie erstellen einerseits mit (physio-)therapeutischem und pädagogischem Fachwissen Behandlungspläne und sorgen für eine individuelle Betreuung, stehen aber auch Angehörigen beratend und unterstützend zur Seite. Egal ob in der Arbeit mit Patienten in Krankenhaus oder Reha, mit Senioren oder mit Kindern und Jugendlichen – Grundgedanke der Tätigkeit ist die Inklusion.

Wo man Heilpädagogik (Fernstudium) studieren kann

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Heilpädagogik (Fernstudium) - 14 Tipps

  • Das Wichtigste in Kürze

    • Der Studiengang Heilpädagogik richtet sich vor allem an Erzieher.
    • Bereits der Bachelor Heilpädagogik qualifiziert für Führungspositionen.
    • Voraussetzung für die staatliche Anerkennung ist ein 100-tägiges Praktikum.
  • Für wen eignet sich das Fernstudium Heilpädagogik?

    Ein Fernstudium ist harte Arbeit – besonders für Menschen, die ohnehin in einer sozialen Einrichtung mit all ihren psychischen und zeitlichen Belastungen arbeiten. Bis zu 15 Stunden Freizeit pro Woche gehen dabei drauf. Das diszipliniert durchzuhalten ist nicht einfach, aber mit guter Zeiteinteilung und moralischer Unterstützung von Freunden, Partner und Kollegen durchaus machbar. Stressresistenz und Organisationstalent, die den Beruf ja auch inhaltlich bestimmen, sind also auch eine gute Voraussetzung dafür, das Fernstudium überhaupt durchzuziehen.

  • Wer bekommt ein Zulassung an der Fernuni?

    Wer Abi oder Fachabi hat, kann im Grunde loslegen. Zumindest fast: Einige Fernhochschulen verlangen zusätzlich ein Vorpraktikum von mehreren Wochen oder Monaten. An der Stelle also genau und vor allem rechtzeitig informieren, um nicht wertvolle Zeit zu verlieren. Denn der Praktikumsplatz muss selbst gesucht werden und viele Einrichtungen sind langfristig ausgebucht.

    Das Vorpraktikum entfällt natürlich für alle, die das Studium Heilpädagogik bereits mit entsprechender Berufserfahrung beginnen. Denn auch ohne Abi oder Fachabi ist das an der Fernuni möglich. Wer schon eine Berufsausbildung von mindestens drei Jahren in einem fachnahen Bereich und eine bestimmte, je nach Bundesland variierende Zahl an Berufsjahren vorweisen kann, hat keine Probleme, sich einzuschreiben. Dazu gehören zum Beispiel die Ausbildung zum und die Tätigkeit als staatlich anerkannter Erzieher oder Heilerziehungspfleger.

  • Wem fällt der Studiengang Heilpädagogik leicht?

    Wer bereits als Erzieher, Heilerziehungspfleger oder in einer verwandten Berufsgruppe tätig ist, macht das sicher, weil er gerne mit Menschen arbeitet. Und weiß bereits aus der Praxis, welche Herausforderungen die Tätigkeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen prägen. Empathie und Einfühlungsvermögen sind da ebenso gefordert wie ein hohes Maß an Stressresistenz und Geduld. Denn es gilt auch einiges an Frustrationen auszuhalten. Dafür muss man sich – egal ob man mit Jugendlichen oder Senioren arbeitet – auch durchsetzen können und oft einiges an Adhoc-Organisationstalent mitbringen: Selten gestaltet sich der praktische Alltag wie zuvor geplant. Und nicht zuletzt sind natürlich gute Kommunikations- und Sozialkompetenzen unerlässlich, sowohl im Umgang mit dem Klienten wie auch mit dessen Angehörigen. Da gilt es zum Beispiel auch oft, überzogene Erwartungen auszubremsen, Frustrationen zu mildern oder Situationen zu deeskalieren.

  • So ist der Bachelor Heilpädagogik aufgebaut

    Anders als in anderen Studiengängen ist bereits der Bachelor ausreichend Qualifikation für leitende Positionen. In den ersten zwei bis drei Semestern stehen die Grundlagen in Psychologie, Sozialem Recht und Pädagogik an. Darauf bauen in den höheren Semestern dann Fächer wie Inklusion, Diversität und Ethik, Erziehungswissenschaften, Entwicklungsförderung und Diagnostik sowie Sozialpolitik und -recht auf. Zudem stehen Kommunikations- und Mediationspraxis, aber auch Forschungs- und Förderkonzepte auf dem Studienplan. Zu den bereits ab dem dritten Semester gewählten Schwerpunkten gehören zum Beispiel (Qualitäts-)Management, Mentoring, Kunsttherapie, Gesundheitsförderung oder die speziell auf Kinder und Jugendliche abgestimmte Arbeit, ja sogar BWL. Im letzten Semester erfolgt dann die weitere Spezialisierung über zwei Wahlpflichtfächer. Hier entscheidet sich, ob man später mit Senioren oder Kindern und Jugendlichen, im Management oder in der Rehabilitation arbeiten will. Staatlich anerkannter Heilpädagoge darf sich am Ende aber erst nennen, wer auch das Anerkennungspraktikum erfolgreich absolviert hat.

  • Für wen lohnt sich der Master Heilpädagogik?

    Da ein Bachelorabschluss für den Beruf des Heilpädagogen absolut ausreicht und sogar die Tür zu Führungspositionen öffnet, werden nur wenige Masterstudiengänge angeboten. Diese legen den Schwerpunkt vor allem auf die Vermittlung des erworbenen Fachwissens, auf die Forschung, aber auch auf Schlüsselpositionen, die Inklusion deutlicher in Gesellschaft und Bildung verankern.

  • Anbieter und Kosten

    Den Bachelor als Fernstudium Heilpädagogik bietet im privaten Hochschulbereich nur die IU an. Er ist dort auf sechs Semester ausgelegt, die Kosten variieren je nach gewähltem Studienmodell. Wer die Inhalte in den vorgesehenen drei Jahren schafft, zahlt 359 Euro pro Monat, also insgesamt 12.924 Euro, und wer 48 Monate braucht, ist mit 14.832 Euro (309 Euro pro Monat) dabei.

    Wer hingegen das Teilzeitmodell für sechs Jahre wählt – was oft für Vollberufstätige am sinnvollsten ist – zahlt 209 Euro im Monat, insgesamt also 15.048 Euro. Wichtig zu wissen: An der IU gehört zum Bachelorabschluss ein 100-tägiges Anerkennungspraktikum. Das können Berufstätige auch an ihrem Arbeitsplatz absolvieren, sofern dieser den Voraussetzungen entspricht.
    Der Master Heilpädagogik/Inklusionspädagogik ist an der IU auf zwei bis vier Jahre ausgerichtet und kostet zwischen 12.456 Euro (24 Monate) und 14.352 Euro (48 Monate, alles Stand 14.10.2021).

  • Heilpädagogik als Blended Learning

    Eine Alternativ für eine staatliche Anerkennung als Erzieher oder Heilerziehungspfleger mit Berufserfahrung ist der Fernlehrgang Heilpädagogik bei der Katholischen Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz. Er endet mit einem staatlich geprüften Abschluss, nicht jedoch mit dem Bachelor, dauert insgesamt 30 Monate und kostet 6.200 Euro (190 Euro im Monat zuzüglich 500 Euro Prüfungsgebühr, Stand 14.10.2021). Weiterer großer Unterschied zum Fernstudium: Die Fortbildung startet nicht nur zu festgelegten Zeitpunkten, sie wird auch ausschließlich als „Blended Learning“ angeboten – also als ein Mix aus 17 Präsenzwochenenden sowie 2 Wochenenden zur Prüfungsvorbereitung (insgesamt 40 Tage). Zudem umfasst sie mindestens 400 Stunden heilpädagogische Praxis sowie an sechs festgelegten Tagen Hospitationen und Exkursionen in verschiedene vorgegebene Einrichtungen. Hinzu kommen verpflichtende Arbeitsgruppen, die sich im Turnus von etwa acht Wochen treffen. All das macht es Vollberufstätigen nicht leicht, diese Fortbildung in den Arbeitsalltag zu integrieren

    Eine nicht-akademische Weiterbildung bietet der Fernlehrgang „Klinisch orientierte Gesundheits- und Heilpädagogik“ der Donau-Universität Krems. Er dauert insgesamt zwölf Monate, wird mit einem Zertifikat abgeschlossen und kostet 4.000 Euro. Auch hier wird gemischt ab einem festgelegten Zeitpunkt gelernt, die Präsenzphasen finden an den Wochenenden statt.

  • Heilpädagogik im berufsbegleitenden Präsenzstudium

    Einige staatliche Unis bieten berufsbegleitendes Studieren an, das teilweise schon per se Schwerpunkte setzt. So kann zum Beispiel am Zentrum für Wissenstransfer der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd auf Bachelor wie Master „Integrative Lernpädagogik“ studiert werden, die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft bietet bei Bonn den Bachelor „Kunsttherapie/Sozialkunst“ an und Inklusion ist Hauptthema im Bachelor „Heil- und Inklusionspädagogik“ der in diversen Städten vertretenen Fachhochschule des Mittelstands.

    Allen gemeinsam ist, dass die Studiengänge immer zum neuen Semester starten, also zeitlich festgelegt sind, und Präsenz erfordern. Dafür liegen die Kosten (Semesterticket, oft einmalige Einschreibungsgebühr) deutlich niedriger als an privaten Schulen und der Aufbau der Vorlesungen nimmt Rücksicht auf die Berufstätigkeit.

  • Finanzierungsmöglichkeiten

    Leider sind die so wichtigen Berufe in Sozialwesen und Pflege nicht wirklich gut bezahlt. Selbst bei Vollberufstätigkeit und einem entzerrten Studienmodell kann es da eng werden, das monatliche Geld für die Fernuni aufbringen zu können. Es lohnt sich daher, vor allem im Stipendienlotsen nach einer Förderung zu suchen. Denn gerade wer im sozialen Bereich arbeiten möchte, bekommt oft von kirchlichen oder karitativen Einrichtungen Unterstützung, die nicht zwingend an die Leistung gebunden ist. Vielmehr erkennen diese den gesamtgesellschaftlichen Wert des Engagements und der Berufswahl an.

    So bietet etwa die Stiftung Leben pur einjährige Stipendien, das Avicenna-Studienwerk richtet seine Hilfe an muslimische Studenten und wer in Berlin studiert und maximal 27 Jahre alt ist, kann sich bei der Caritas Gemeinschaftsstiftung im Erzbistum Berlin um Hilfe bewerben. Auch große Einrichtungen wie die Friedrich-Ebert- oder die Konrad-Adenauer-Stiftung vergeben Stipendienplätze. Und es kommt immer wieder vor, dass einige davon unbesetzt bleiben, weil sich viele in dem Irrglauben, es handle sich hier um Hochbegabtenförderungen, gar nicht erst darum bewerben.

    Wer sich um ein Stipendium bemüht, sollte sein soziales Engagement nachweisen und möglichst genau die eigenen Lebensumstände schildern. Lebenslauf und Zeugnisse gehören natürlich auch in die fristgerecht eingereichte Mappe.

    Tipp: Nicht lange zögern: Wer sich erst in einem höheren Semester bewirbt, verschenkt womöglich Geld!

    Denn die Studienhilfe gibt es nicht rückwirkend.
    Wenn all das nicht funktioniert, kann ein Bildungskredit der KfW-Bank von maximal 7.200 Euro die Rettung sein. Er wird je nach Wunsch über einen Zeitraum von zwei Jahren mit 100 Euro, 200 Euro oder 300 Euro monatlich vergeben. Die Rückzahlung beginnt vier Jahre nach der ersten Auszahlung.
    Kräftig Geld spart zudem, wer bereits eine Ausbildung absolviert hat. Der kann nämlich sämtliche Studienkosten als Werbungs- oder Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Dazu gehört gerade beim Fernstudium auch das Arbeitszimmer, das ja Mittelpunkt des Lernens ist.

    Tipp: Da im Studium jeder Cent zählt, ist es immer einen Versuch wert, Wohngeld zu beantragen.

  • Wie anerkannt ist das Fernstudium?

    Der Studiengang Heilpädagogik ist an der IU durch den Akkreditierungsrat (AR-Siegel) qualitativ abgesegnet, die Einrichtung selbst durch die staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) anerkannt. Aber: Der Begriff des Fernstudiums ist nicht geschützt und wird gerne auch für nicht-akademische Fort- oder Weiterbildungen genutzt. Daher gilt Vorsicht, wenn eine solche Akkreditierung auf der Internetseite nicht ersichtlich ist. Am besten per Mail nachfragen und so schriftlich eine Bestätigung erhalten.

  • Die Karrierechancen und das Gehalt nach Abschluss

    Der Bachelor als staatlich anerkannter Heilpädagoge qualifiziert klar auch für Führungspositionen. Damit steht neben Jobs als Betreuer und Berater in heilpädagogischen Einrichtungen auch der Weg ins Management offen. Je nach gewähltem Schwerpunkt kann das in Häusern der Früherziehung oder Altenpflege, in der Kinder- und Jugendhilfe, in Förderschulen oder Hochschulen für Erwachsenenbildung sein. Das Einstiegsgehalt liegt zwischen 2.400 und 3.400 Euro brutto. (Quelle. paedagogik-studieren.de, Stand 14.10.2021). Wie hoch es am Ende tatsächlich ist, hängt von Wohnort, Arbeitgeber, Betriebsgröße und auch von der eigenen Berufserfahrung ab.

    Die Berufsaussichten variieren ebenfalls stark, auch wenn Fachleute für Inklusion generell sehr gefragt sind. Grund: Die meisten Absolventen möchten nach dem Studium mit Kindern arbeiten. Dementsprechend hoch ist der Andrang auf diese Jobs. Oft lohnt sich daher die Bewerbung auf Stellen, die auf den ersten Blick nicht so attraktiv scheinen, etwa die Arbeit in Seniorenresidenzen oder mit schwer erziehbaren Jugendlichen. Denn gerade in diesen Bereichen sind die Zukunftsaussichten sehr gut.

  • Alternative Wege zur Heilpädagogik

    Wege durch die Hintertür sind die Studiengänge Pflegepädagogik und Soziale Arbeit. Während ersterer vor allem den Weiterbildungsaspekt und die Vermittlung von Fachwissen in den Vordergrund stellt, orientiert sich zweiterer deutlicher an Alltagspraxis und behördlich-rechtlichen Rahmenbedingungen. Für beide Fernstudiengänge läuft der Aufstieg ins Management, in die Einrichtungsleitung oder auch in die Forschung nach dem Bachelor über den Master. Es lohnt sich, im Vorfeld die angebotenen Schwerpunkte der jeweiligen Fernuni auf das Stichwort Inklusion durchzusehen.

  • Häufige Fragen zum Fernstudium Heilpädagogik

    Wie anerkannt ist das Fernstudium Heilpädagogik?
    Das Fernstudium Heilpädagogik ist ebenso anerkennt wie ein Präsenzstudium, sofern es durch eine anerkannte Stelle wie den Akkreditierungsrat (AR-Siegel) zertifiziert ist. Auch wichtig: Die Uni selbst sollte einen ZFU-Nachweis haben.

    Wie viel kostet das Fernstudium Heilpädagogik?
    Die Kosten für den Bachelor Heilpädagogik liegen zwischen knapp 13.000 und gut 15.000 Euro. Der Master zwischen 12.400 und 14.300 Euro.

    Wie schwer ist das Fernstudium Heilpädagogik?
    Wer bereits Berufserfahrung in Sachen Inklusion hat, wird keine Probleme mit dem Fernstudiengang Heilpädagogik haben. Die Praxiskenntnis der oft spontanen organisatorischen und inhaltlichen Herausforderungen dieses Berufsfelds ist beste Voraussetzung für ein erfolgreiches Meistern der Studieninhalte.