Zulassungstests GMAT-Anbieter fürchtet Konkurrenz

Wer sich an Business Schools bewirbt, hat immer häufiger die Wahl: Absolviert er den alteingesessenen GMAT oder den neuen GRE Test um seine Eignung zu Beweisen? Um seine Stellung zu sichern, vergibt der GMAT-Anbieter nun zahlreiche Stipendien.

Stefani Hergert | , aktualisiert

Die Meldung war kurz, doch zeigt sie die Nervosität rund um den weltweiten Standardtest für Bewerber an Business Schools, GMAT. Die Organisation GMAC, die den Test verantwortet, vergibt neue Stipendien. Hunderte Kandidaten aus dem Nonprofit-Bereich können den Test, den nahezu jede renommierte Business School von MBA-Bewerbern verlangt, kostenlos ablegen. Sie sparen so 250 Dollar Gebühren.

Offenbar spürt GMAC immer stärker die Konkurrenz des Anbieters ETS, der mit dem GRE-Test im einstigen Hoheitsgebiet wildert. Der GMAT, 1954 auf Bestreben der Chefs renommierter Business Schools eingeführt, war bis 2006 der einzige Test, den die meisten von ihnen zugelassen hatten. Doch vor ein paar Jahren hat der damalige Testanbieter ETS, der bis dato beide Tests anbot, das Recht zur Durchführung des GMAT an den Konkurrenten Pearson VUE verloren und macht diesem nun mit dem GRE Konkurrenz. Den GRE verlangen viele Hochschulen seit langem von Bewerbern für andere Masterprogramme, doch akzeptieren ihn nun auch schon mehr als 320 MBA-Programme.

Kostenlose Tests für Bewerber aus dem Gemeinnützigen Sektor

Das macht GMAC wohl nervös. Natürlich seien die Stipendien eine Reaktion darauf, dass immer mehr Schulen auch den GRE zuließen, sagte Jim Pulcrano, Chef des IMD in Lausanne am Rande einer MBA-Konferenz. Denn mit dem GRE sollen vor allem jene MBA-Bewerber angesprochen werden, die nicht den klassischen Hintergrund haben, also zum Beispiel im gemeinnützigen Sektor arbeiten.

Doch Bewerbern genau dieser Zielgruppe können Business Schools den GMAT nun kostenlos anbieten. Pearson hat zudem seit 2006 die Zahl der Testcenter, in denen der GMAT abgelegt werden kann, um ein Viertel auf mehr als 500 weltweit erhöht. Wohl auch, weil der GRE bei der Standortfrage die Nase vorn hat.

Beide Anbieter verkünden derzeit Rekordzahlen.267 000 Bewerber haben den GMAT im vergangenen Jahr abgelegt. 675 000 Kandidaten ließen sich im GRE testen, immer mehr von ihnen wollen laut Anbieter ETS im Hauptfach Wirtschaft studieren. Doch bei den MBA-Schulen kommt davon bisher wenig an. Denn selbst an Business Schools wie Stanford, die den GRE als eine der ersten Schulen für ihre MBA-Programme akzeptierten, ist die Zahl der Bewerber, die das Testergebnis des GRE einreichen, noch immer winzig.

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