Das Erfolgsportal von
Handelsblatt & WirtschaftsWoche
Alles, was erfolgreich macht.

Wissenschaftliche Publikationen Männer wissen es am besten

Männliche Wissenschaftler zitieren sich häufiger selbst, als ihre weiblichen Kolleginnen. Das liegt aber nicht nur daran, dass manche Männer eine sehr hohe Meinung von sich selbst haben.

wiwo.de | , aktualisiert

Männer wissen es am besten

Männer Selbstzitate 2

Foto: dbunn / Fotolia.com

So manch ein wissenschaftlicher Text strotzt vor Fußnoten und Klammern, in denen auf andere Arbeiten verwiesen wird. Das zeigt, dass die Publikation in einem größeren Kontext steht, auf andere Forschungen Bezug nimmt und mit wichtigen Erkenntnissen verbindet.

Und welche Erkenntnisse sind die wichtigsten?

Für einige Forscher lautet die Antwort: Die eigenen. Deswegen verweisen Wissenschaftler nicht selten auf ihre eigenen Arbeiten. Die Betonung liegt auf WissenschaftLER, denn bei WissenschaftlerINNEN sieht es etwas anders aus.

Forscher der Cornell-Universität in Ithaka im US-Bundesstaat New York haben herausgefunden, dass Männer sich deutlich häufiger selbst zitieren, als dass es ihre weiblichen Kolleginnen tun. Für die Studie haben die Forscher 8,2 Millionen Zitate in den 1,5 Millionen wissenschaftlichen Arbeiten analysiert. Davon waren mit 775 000 nicht ganz zehn Prozent Selbstzitate. Dabei haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten Männer 70 Prozent häufiger selbst zitiert, als Frauen. Für die Forschungsarbeit wurden Arbeiten aus vielen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen untersucht, zum Beispiel Biologie, Philosophie, Rechtswissenschaften und Soziologie.

Männer sind Profis im Selbstmarketing

Einer der Gründe dafür, dass sich männliche Wissenschaftler häufiger selbst zitieren, als Wissenschaftlerinnen, ist laut der Studie die Tatsache, dass Männer zum einen einfach eine höhere Meinung von sich haben als Frauen. Männer legen dabei mehr Selbstbewusstsein an den Tag und bewerben ihre eigene akademische Karriere.

Zudem haben Männer oft schon zu Beginn ihrer wissenschaftlichen Laufbahn mehr Arbeiten veröffentlicht. Es sei immer noch so, dass Frauen in diesem Lebensabschnitt häufig in Elternzeit sind. Wer schon früher beginnt, akademische Arbeiten zu publizieren, kann später auch häufiger darauf verweisen.

Zuerst veröffentlicht auf: wiwo.de

Benachrichtigung aktivieren
Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die neuesten Karriere-Themen informieren? Sie erhalten 1 bis 2 Meldungen pro Woche.
Fast geschafft
Erlauben Sie www.karriere.de, Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert
Ab sofort bleiben Sie bei den aktuellsten Karriere-Themen auf dem Laufenden. Sie erhalten 1 bis 2 Meldungen pro Woche.
Lade Seite...