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Wettbewerb Jungunternehmer treffen Top-Manager

Die Bewerbung für den Weconomy-Wettbewerb 2010 ist offen. Der Preis richtet sich an Jungunternehmer in den ersten Jahren nach der Unternehmensgründung. Zu gewinnen gibt es Beistand von oben: Top-Manager deutscher Unternehmen stehen den Siegern mit Rat zur Seite.

Hans Schürmann | , aktualisiert

Kai Petersen war dabei an jenem September-Wochenende in Baden-Baden. Er gewann als einer von acht Jungunternehmern den Weconomy-Preis 2009 - und bekam kein Geld, sondern Coaching.

Top-Manager wie Jürgen Hambrecht, Vorstandschef von BASF, Bosch-CEO Franz Fehrenbach oder Trumpf-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller gaben Tipps und standen den Gründern Rede und Antwort. "Die Atmosphäre war sehr angenehm", lobt Petersen, der mit seinem Start-up Latherm Industrie-Abwärme in einem Container speichert, um sie andernorts - etwa einem Schwimmbad - wieder verfügbar zu machen.

Am 31. Mai ist Bewerbungsschluss

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Wochenende mit erfahrenen Managern zu gewinnen. Die Wissensfabrik und das Handelsblatt haben sich erneut zusammengetan, um Jungunternehmer mit zukunftsträchtigen Geschäftsideen zu fördern. Interessierte Gründer können sich bis zum 31. Mai 2010 unter www.weconomy.de bewerben.

Nach einer Vorauswahl werden 20 Gründer im August zu einer Jurysitzung eingeladen, in der sie Experten aus der Gründerszene mit einer Kurz-Präsentation von ihren Geschäftsideen überzeugen müssen. Aus den Finalisten wählt die Jury bis zu zehn Gewinner aus, die im Oktober zum Netzwerk-Wochenende nach Baden-Baden reisen. "Anregungen von Top-Managern sind gerade für die jungen Unternehmer Gold wert", sagt Eva Müller, Vorstandsvorsitzende der Wissensfabrik - einem Netzwerk von 65 deutschen Firmen und Stiftungen, das sich für mehr Bildung und Unternehmertum stark macht.

Hilfe von verschiedenen Seiten

Latherm-Gründer Petersen holte sich ein ganzes Spektrum von Einschätzungen ein: "Chefs von Familienunternehmen haben uns andere Tipps gegeben als jene von international aufgestellten Firmen", sagt er. Die unterschiedlichen Blickwinkel auf seine Innovation hätten ihn weitergebracht. Die Dortmunder haben seitdem eine wichtige Hürde genommen - der Pilotbetrieb funktioniert. "Die Systeme sind zur Zufriedenheit des Kunden optimiert", sagt Petersen. Nun gehe es darum, die Herstellung der wärmespeichernden Container zu finanzieren.

Erstaunt sind die Gewinner immer wieder über das persönliche Engagement der Top-Manager. "Es war toll zu sehen, wie jemand in einer Position wie Jürgen Hambrecht so locker und so offen sein kann", sagt Ingmar Hoerr, Vorstandsvorsitzender von Curevac. Er gehörte mit seiner Biotechfirma 2007 zu den Weconomy-Gewinnern. Der Kontakt zum BASF-Chef riss nicht ab. Psychologisch habe ihm dieser Rückhalt immer wieder Mut gemacht, sagt der Curevac-Gründer. Das sei unbezahlbar.

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