Urlaub So sichern Sie die Reisekasse ab

Egal ob zum Shopping in London oder zur Happy-Hour auf den Seychellen - mit einer gut bestückten Reisekasse zahlen Sie immer günstig, sicher und bequem.

Ulrike Heitze | , aktualisiert

Damit der Urlaub stressfrei und preiswert wird, fährt man unterwegs am besten mit einem Mix aus verschiedenen Zahlungsmitteln im Gepäck. Verbraucherverbände raten, die Reisekasse mit mindestens zwei, besser noch drei Varianten zu bestücken. So profitiert man von allen Vorteilen und die Nachteile fallen weniger ins Gewicht.

Welche Gewichtung ideal ist, hängt wesentlich vom Reiseziel ab: In Touristen-Hochburgen und Großstädten reicht zumeist ein Bargeld-Kartenmix. Fernreisen und Trips in dünn besiedelte Gebiete tritt man besser mit zusätzlichen Reiseschecks an. Grundsätzlich stehen folgende sechs Reisekassen-Alternativen zur Wahl:

Bargeld

Ein bisschen Bares gehört zur Grundausstattung jeder Reisekasse - aber eben nur ein bisschen. Die Europäische Verbraucherzentrale rät, höchstens ein Viertel des Budgets in Scheinen dabeizuhaben - zur Sicherheit. Mit Bargeld ist man zwar immer und überall flüssig, aber es ist auch ein eher unsicheres Zahlungsmittel. Kommt es abhanden, leistet niemand Ersatz. Und wer sein Reisebudget unbedacht auf den Kopf gehauen hat, sitzt bis zum Urlaubsende auf dem Trockenen. Schöne Ferien sehen anders aus.

Die Antwort auf die Frage "Hier umtauschen oder erst im Urlaubsland?" hängt vom Reiseziel ab. Für Länder mit starken Währungen wie USA, Kanada, Schweiz, Schweden, Norwegen, Dänemark und Großbritannien empfiehlt das Magazin Finanztest, schon in Deutschland zu tauschen. Geht es in ein Land mit schwacher Währung, tauscht man günstiger vor Ort - bei rund zwei bis vier Prozent Gebühren.Tipp: Auch beim Umtausch im Ausland sollte man vorab etwas Kleingeld in Fremdwährung dabeihaben, um Taxi oder Maut zahlen zu können.

Maestro-Karte

Wer in Europa urlaubt, kommt mit der früheren ec-, heute Maestro-Karte, sehr gut klar. Rund fünf Millionen Geschäfte und 300.000 Geldautomaten reichen, um in Euroland fast flächendeckend flüssig zu sein. Auch außerhalb Europas gewinnt die Maestro-Karte an Verbreitung, doch in touristisch wenig erschlossenen Gegenden sind nach wie vor Alternativen dringend nötig. Der Einsatz der Maestro-Karte in Euroland ist gratis, im Nicht-EU-Ausland kostet er rund ein Prozent. Beim Geldziehen am Automaten wird es happig: ein Prozent vom Umsatz, jedoch mindestens drei bis fünf Euro.

Kleinabhebungen sollte man sich daher am besten verkneifen. Bei Kartendiebstahl greift die Haftung der Bank erst ab der Kartensperre. Schaden, der vorher entsteht, wird je nach Kulanz unterschiedlich behandelt. Die Lieferung einer neuen Karte gestaltet sich im Ausland äußerst schwierig.

Kreditkarte

Unkomplizierter geht es nicht: Mit dem populären Plastikgeld lässt sich weltweit in Geschäften und Hotels bezahlen und Bargeld am Automaten tanken. Wer einen Mietwagen per Karte bucht, spart sich das Hinterlegen der Kaution in bar. Wird eine Karte gestohlen, haftet der Kunde bis zur Sperre mit maximal 50 Euro, ab diesem Zeitpunkt gar nicht mehr. Innerhalb von ein bis zwei Tagen kann Ersatz besorgt werden. Reisende nach Frankreich und Dänemark sollten ihre Geheimzahl parat haben, denn dort zahlt man üblicherweise mit Kreditkarte und PIN.

Reiseschecks

eit der Kreditkartenmarkt boomt, ist es ein bisschen still um die Traveler Cheques geworden. Völlig zu Unrecht, denn sie sind eines der sichersten Zahlungsmittel auf Reisen: Werden sie gestohlen, erhält der Kunde innerhalb von ein bis zwei Tagen kostenlosen Ersatz, und Diebe haben keinen Zugriff aufs Konto. Gerade wer in Gegenden dieser Welt fährt, wo Kreditkarten nicht an jeder Ecke akzeptiert werden, asiatische Schwellenländer etwa, ist mit Reiseschecks bestens versorgt.

American Express, Travelex/Thomas Cook Mastercard und Visa Interpayment teilen sich den Markt. Die Schecks gibt es in verschiedenen Stückelungen und Währungen. Vor Reiseantritt gekauft (ein bis 1,5 Prozent Gebühren, mindestens fünf bis zwölf Euro), löst man sie im Ausland bei Banken oder Wechselstuben gegen Bargeld ein. Außer in den USA lässt sich damit jedoch nicht direkt in Geschäften bezahlen. Ungenutzte Schecks können kostenlos zurückgegeben werden. Am besten kauft man die Schecks gleich in der Reisewährung, dann sind alle Kursrisiken schon abgerechnet, und es fallen beim Einlösen vor Ort selten weitere Kosten an.

Traveler Cheques Card

Ein noch recht junges Zahlungsmittel ist die Traveler Cheques Card von American Express. Gegen eine Grundgebühr von rund 20 Euro für drei Jahre erhält der Kunde eine Scheckkarte, auf die er per Telefon oder Internet Euro, US-Dollar oder britische Pfund auflädt. Auf Reisen kann er die Karte dann nutzen und bei Bedarf nachladen. Wie eine Kreditkarte ist sie weltweit in Geschäften und Hotels einsetzbar, am Geldautomaten lassen sich bis zu 500 Euro pro Tag abheben. Wird die Karte gestohlen, gibt's prompt Ersatz, und der Dieb findet keine Konto-Daten auf der Karte.

Postbank Sparcard

Das Sparbuch der Postbank ist eine ziemlich clevere Lösung speziell für Gelegenheitsreisende. Per Scheckkarte und PIN hat man weltweit Zugang zu 900.000 Geldautomaten mit Visa- oder Plus-Zeichen. Viermal im Jahr kostenlos, ab dem fünften Mal für 5,50 Euro Gebühren. Das Guthaben wird ab 3.000 Euro mit 2,4 Prozent verzinst, pro Monat sind 2.000 Euro ohne Strafzinsen abhebbar.

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