Unternehmensberatung Die Sprache der Berater

Wissen Sie, was eine Exit-Option ist? Und wofür steht eigentlich der Begriff Leverage Ratio? Junge Karriere hilft Ihnen beim Einstieg ins Berater-Deutsch.

Kirsten Ludowig, Carola Sonnet | , aktualisiert

Career Positioning: Wer sich nicht schnell genug weiterentwickelt, dem wird nahe gelegt, sich eine andere Branche zu suchen. Auch Outplacement genannt.

Beauty Contest: Treffen aller Beratungen bei einer Ausschreibung eines großen Projekts. Jeder stellt seine Vorzüge dar, der schönste Vorschlag gewinnt.

Da gibt's no mercy: Keine Gnade, auch nicht für die Partner, bei der alljährlichen "Performance"-Bewertung, der davon abhängigen Bonuszahlung und der Aufstiegsoption.

Exit-Option: Die Möglichkeit, sich eine Promotion, einen Master oder einen MBA finanzieren zu lassen und danach die Branche zu wechseln.

Gestreamlined: Das Anforderungsprofil ist scharf. Doch der Trend entwickelt sich von den stromlinienförmigen Lebensläufen der BWL-Absolventen zu den gefragten Exoten mit interessanter Persönlichkeit.

Homebase: Die Heimat der Berater. Am Freitag darf in der Nähe des eigenen Bettes und Zuhauses im Büro gearbeitet werden.

Leverage Ratio: Das Verhältnis zwischen Partner und Nicht-Partner muss immer stimmen, damit das Pyramiden-Prinzip funktioniert. Im Regelfall kommen auf jeden Partner sechs, sieben Berater, also die Indianer, die ihren Häuptling mit Fellen beliefern.

Meckies, Boozies, Bainies: Versuch, den eigenen Leuten ein freundlicheres Gesicht zu geben.

Plug and play: Jeder Berater muss immer und überall einsetzbar sein, zumindest am Anfang seiner Karriere. Wie der Computer, den er stets bei sich trägt.

Quick and dirty: Akribische Detailarbeit können sich die wenigsten Berater leisten, es zählt das große Ganze - und zwar so schnell wie möglich.

Recreation Phase: Die Zeit nach den 70-Stunden-Wochen, die Erholung. Wie andere Arbeitnehmer das Büro am frühen Freitagabend verlassen, neue Kräfte sammeln, nachdenken, viel schlafen.

Understaffed: Zurzeit berichten Berater von unterbesetzten Projekten, um Geld zu sparen. Zu wenig Leute heißt, dass alle anderen länger arbeiten müssen. Typische Situation: Abends um neun schaut der Auftraggeber rein und sagt: "Der Abend ist jung, ich hab noch eine Aufgabe für euch."

Work hard, play hard: Abends oder nachts, wenn der Arbeitstag offiziell vorbei ist, beginnt der gemütliche Teil an der Bar des Hotels oder Restaurants. Manchmal auch Work-Life-Balance genannt.

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