Unternehmen auf der Suche Goldene Job-Monate

Die Stimmung bei den deutschen Unternehmen ist gut: Zwölf Prozent wollen im vierten Quartal neue Mitarbeiter einstellen. Das sind so viele wie seit drei Jahren nicht mehr. Wer neue Mitarbeiter sucht – und wo.

Kerstin Dämon, wiwo.de | , aktualisiert

Goldene Job-Monate

Jobangebote Herbst 2016

Foto: Ingo Bartussek/Fotolia.com

Wer sich gerade beruflich verändern möchte, hat gute Chancen: Die Einstellungsbereitschaft der deutschen Unternehmen ist so hoch wie seit 2013 nicht mehr.

Zwölf Prozent der Unternehmen in Deutschland wollen ab Oktober neue Leute einstellen. Das ist das Ergebnis des Arbeitsmarktbarometers des Personaldienstleisters ManpowerGroup, wofür quartalsweise mehr als 59.000 Arbeitgeber in 43 Ländern zu ihren Einstellungs- und Entlassungsplänen im jeweils kommenden Quartal befragt werden. Die Ursprungswerte werden mithilfe einer Methode zur Saisonbereinigung von jahreszeitlichen Schwankungen befreit.

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Demnach wollen in Deutschland vor allem Firmen aus der Branche Elektrizität, Gas und Wasser sowie der Finanzbranche Mitarbeiter einstellen. "Die Einstellungsbereitschaft trotzt den zuletzt verhaltenen Konjunkturdaten. Insgesamt wollen 97 Prozent der Arbeitgeber ihre Belegschaft halten oder noch erweitern", stellt Herwarth Brune, Vorsitzender der Geschäftsführung der ManpowerGroup Deutschland, fest. Nur im Bergbau und der Landwirtschaft wollen Betriebe in den nächsten Monaten Kündigungen verschicken.

Besonders kleinere Unternehmen sind jetzt auf der Suche nach neuen Leute, so Brune. "Während viele Großunternehmen bereits im dritten Quartal angefangen haben, Personal aufzustocken, haben kleinere Firmen zunächst die Entwicklung der Auftragslage abgewartet. Nun weiten sie ihre Bemühungen aus, um qualifizierte Mitarbeiter zu finden", so Brune. Insgesamt wollen 17 Prozent der befragten Kleinbetriebe neu einstellen.

Das kann auch Markus Röhler bestätigen. Er ist der Geschäftsführender Gesellschafter der aduvi GmbH, einem Unternehmen, das sich auf die Vermittlung von Jobs und Ausbildungsstellen auf Prämienbasis spezialisiert hat. "Das Handwerk sucht ganz stark", sagt Röhler. Hier besonders gefragt: Spezialisten aus der Elektronik und Elektrotechnik. Der Bedarf kleiner Unternehmen nach Fachkräften und Lehrlingen sei enorm, so Röhler.

Wer dagegen aus der Finanz- und Versicherungsbranche, der Informations- und Kommunikationstechnologie, Life Sciences oder der Medizin- und Umwelttechnologiebranche kommt, hat sehr gute Chancen in München. Dort wollen 18 Prozent der Unternehmen neu einstellen – besagte Branchen bevorzugt. Auch in Frankfurt regnet es im Herbst Jobs für Finanz- und Versicherungsexperten.

"Ein Faktor für den Boom in der deutschen Finanzmetropole ist die Brexit-Entscheidung in Großbritannien. Banken und öffentliche Einrichtungen fassen Alternativen zu London ins Auge, davon wird der Standort am Main profitieren", sagt Brune.

Wem München und Frankfurt noch zu nah sind, für den ist vielleicht Irland eine Alternative: Im Vergleich der übrigen europäischen Länder wollen die Arbeitgeber auf der grünen Insel die meisten neuen Mitarbeiter einstellen.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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