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Uni-Leben Ein Wörterbuch für das deutsche Wohnheim

Putzpläne, Mülltrennung und leere Haushaltskassen – das Leben im Studentenwohnheim hat viele Tücken. Ein Lexikon für ausländische Studenten sorgt jetzt für Durchblick.

von Lin Freitag, wiwo.de | , aktualisiert

Vor drei Jahren schlossen sich die Universität Bielefeld und der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) zusammen um das Projekt im Rahmen des "Programms zur Förderung und Integration ausländischer Studierender" zu realisieren. Was sich hinter einem todlangweiligen Namen versteckt, ist eine gute Idee: Das bebilderte Wörterbuch hilft ausländischen Studenten bei der Dekodierung deutscher Verhaltensweisen. Und der Bedarf ist groß, das zeigt ein Blick auf die Zahlen. Unter ausländischen Studenten sind die Heime besonders beliebt: Rund 65.000 der knapp 250.000 angehenden Akademiker leben im Wohnheim. Herausgegeben wird das Buch vom deutschen Studentenwerk (DSW) und lässt sich wohl jetzt schon als Klassiker der Wohnheimliteratur bezeichnen. Mittlerweile wird das Buch nicht nur an deutschen, sondern auch an chinesischen Universitäten verteilt. "Die Nachfrage von Studierenden, Hochschulen und den Studentenwerken selbst ist riesig", sagt der DSW-Generalsekretär Achim Meyer. Deshalb klärt das Buch auch in immer mehr Sprachen über das Mysterium Wohnheim auf. Mittlerweile gibt es acht Übersetzungen unter anderem Spanisch, Russisch, Französisch, Arabisch und Polnisch. "Ich habe Lust, heute Abend mal wieder zu kochen. Macht ihr mit?" - "Was willst du denn kochen, der Kühlschrank ist leer." Das Erstlingswerk erschien in deutsch-englisch-chinesischer Übersetzung und lieferte praktische Anleitungen bei schwierigen Fragestellungen: Wie installiere ich den Internetzugang? Wie spare ich Strom? Was muss ich bei meinem Auszug beachten? Zusätzlich werden essentielle Begriffe des deutschen Wohnalltags wie "Nachsendeantrag", "Auszugsprotokoll" oder "Heizkörperthermostat" erklärt und wenn möglich sogar anhand einer Zeichnung illustriert. So kann der Student bei besonders schwierigen Begriffen einfach auf den Gegenstand zeigen. Es gibt aber auch Tipps für das gesellschaftliche Miteinander, zum Beispiel für den Umgang mit dem Hochschulpersonal oder den Mitbewohnern. Das Kapitel "Party" erklärt typisch deutsche Gerichte (Wurst, Senf, Bier) - und wann es Zeit ist zu gehen. Nämlich wenn es heißt: "Schluss mit dem Lärm, ich muss für eine Klausur lernen". Die Texte und Übersetzungen stammen von den Studierenden selbst und können als PDF auf der Seite des Studentenwerks heruntergeladen werden. Die gedruckte Ausgabe kann man beim Studentenwerk bestellen.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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