Traumjob Acht Fragen, die man sich auch noch stellen sollte

Knapp 400 Hochschulen bieten hierzulande über 16.000 verschiedene Studiengänge an. Zudem lässt sich über knapp 350 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe und 910 duale Studiengänge in den Job starten. Eine Menge Auswahl. Das wirft unkonventionelle Fragen auf ...

Ulrike Heitze, Handelsblatt Karriere Abi | , aktualisiert

Acht Fragen, die man sich auch noch stellen sollte

Reihe1

Foto: segovax/pixelio.de

Passen die Menschen zu mir?
Sind die Studenten und Dozenten in meinem Wunschstudienfach so wie ich? Halte ich es mit diesem Typus Mensch aus? Komme ich mit dem Habitus/ mit der Geschlechterverteilung an der Hochschule/in dem Fach/in dem Beruf klar? Eine ähnliche Wellenlänge macht das Leben leichter. Andererseits: Wer anders tickt als die typischen Vertreter seines Berufs kann eine Nische besetzen. So sind alle Mathematiker numerisch fit, kommunikativ dagegen eher selten.

Kann ich an dieser Hochschule mithalten?
Die Leistungsanforderungen in einem Fach variieren von Uni zu Uni massiv. Wer zum Beispiel BWL in Mannheim studieren will, trifft auf höhere Ansprüche und fachlich bessere Kommilitonen als an vielen anderen Hochschulen. Eine gute Ausbildung ist ziemlich sicher. Aber: Eine gute Note wird schwieriger zu erzielen sein als anderswo.

Wie lange kann ich diesen Job machen?
In manchen Branchen gehört man mit 30 oder 40 zum alten Eisen. Was könnte danach kommen? Manche Berufe sind so schnelllebig und technologielastig, dass Wissen rasend schnell veraltet. Lebenslanges Weiterlernen ist hier also Pflicht. Andere Berufe laufen Gefahr auszusterben oder ins Ausland verlegt zu werden. Was lässt sich dann aus dem Beruf machen?

Wie steigerungsfähig bin ich noch?
Wer schon in der Schule seine Noten nur als absolute Fleißbiene zustande bekommt und bereits am Anschlag arbeitet, hat nur noch wenig zuzusetzen. Das kann in einem schweren Studienfach oder bei einem anspruchsvollen Unternehmen eng werden.

Wie sieht es mit den Jobbedingungen aus?
Wer jeden Abend zuhause verbringen will, braucht gar nicht erst Unternehmensberater zu werden. Wer keinen Schichtdienst mag, wird es im Krankenhaus schwer haben. Egal, ob es um Überstunden, Arbeitszeiten, Reisen, Arbeitsplatzgestaltung oder ums Gehalt geht, nicht alle Berufe passen zu den eigenen Vorstellungen von Work-Life-Balance.

Wie groß sind meine Chancen?
Wünschen kann man sich vieles. Aber das Lieblingsfach, die Wunschuni oder der Traumarbeitgeber sollten immer noch mal dem Realititätscheck unterzogen werden. Kann ich dort überhaupt landen? Ein Plan B ist dann immer sehr hilfreich.

Wie sieht der Beruf hinter dem Studium aus?
Das, was man in einem Studium macht und lernt, spiegelt nicht immer den beruflichen Alltag 1:1 wider: Architekten entwerfen nicht den ganzen Tag anspruchsvolle Traumpaläste, sondern Reihenhaussiedlungen, Carports & Co. Juristen feilen nicht jeden Tag an brillanten Plädoyers, sondern eher an drögen Schriftsätzen. Es lohnt sich, so etwas im Vorfeld abzuchecken.

Wie willig bin ich?
Vieles lässt sich schaffen, wenn man sich nur richtig reinhängt. Auch Mathelücken, Sprachdefizite oder spärliche Begabung für ein Fach lassen sich mit etwas Energie ausbügeln. Wer sich aber eingestehen muss, dass er eigentlich eine ziemlich faule, unmotivierte Socke ist, sollte seine Kirschen nicht allzu hoch hängen.

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