Studienwahl Internetportale als Entscheidungshilfe

Nach dem Abitur an die Hochschule. Eine Entscheidung, die einen ganzen Haufen Fragen mit sich bringt. Die neue Internetseite Bachelor-Vergleich.com möchte nun den Studieninteressierten beim "Wo" und "Was" helfen. Doch was kann die neue Website wirklich?

Dana Wroblewski | , aktualisiert


Foto: contrastwerkstatt/Fotolia

Die Qual der Wahl

Die Osterferien beginnen und damit auch die heiße Phase des Abiturs. Noch ein paar Klausuren und dann hat es der Abiturjahrgang 2012 endlich geschafft. Doch was kommt dann?

Ausbildung oder Studium? Inland oder Ausland? Fragen über Fragen. Und wer endlich weiß, dass er studieren möchte, steht nur vor weiteren Fragen, denn in Deutschland gibt es einige tausend Studiengänge.

Um nicht den Überblick zu verlieren, bieten diverse Internetseiten Tipps und Tricks rund ums Studium. Ob die Seite der Stiftung der deutsche Wirtschaft – studienkompass.de – oder die neue Studiengangseite der xStudy Societas Europaea Aktiengesellschaft – studieren.de mit der Suchmaschine ithessa – , alle versuchen den Abiturienten die Suche zu erleichtern.

Ratschläge und Studiengangbeschreibungen

Während der Studienkompass vor allem nützliche Ratschläge erteilt, was man bei der Studienwahl berücksichtigen sollte und was im Studium auf die Neulinge wartet, versucht studieren.de einzelne Fachrichtungen möglichst genau vorzustellen.

Das ist natürlich alles sehr praktisch, sorgt jedoch eher dafür, dass man allgemeine Informationen sammeln kann. Die Frage nach dem "wo" wird dadurch immer noch nicht beantwortet.


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Bachelorstudiengänge im Vergleich

Dafür gibt es nun die Bildungsweb-Seiten Bachelor-Vergleich.com und Master-Vergleich.com. Dort können angehende Studenten in eine einfache Suchmaske ihre gewünschte Studienregion und die Studienrichtung eingeben. Bei Bachelor-Vergleich werden dann 4900 Studiengängen und 370 Hochschulen durchsucht. Die Ergebnisliste zeigt alphabetisch geordnet die Hochschulen und Fächer an, die in Frage kommen.

Wer zum Beispiel nach "Gesellschaft und Politik" im Bundesland Berlin sucht, bekommt gleich zehn Studiengänge an sieben Hochschulen angezeigt. Die einzelnen Fächer können zu einer Merkliste gruppiert, zusätzlich weitere Informationen angefordert und Kurzinformationen abgerufen werden.

Für einen ersten Überblick ist diese Suche sehr praktisch. Wer jedoch mehr Informationen haben möchte, kommt nicht darum herum, der Hochschul-Webseite einen Besuch abzustatten, denn bis auf wenige Ausnahmen sind die "Weiteren Informationen", die zu den Studiengängen bereitstehen, sehr lückenhaft.

Mangelnde Informationen

Nur in wenigen Fällen sind im Kurzprofil wirklich alle Punkte ausgefüllt, eine detaillierte Beschreibung zu den Studiengängen fehlt und ein Verweis auf die Hochschulwebseite ebenfalls.

Auch der im Namen der Webseite angekündigte "Vergleich" geht weniger von der Seite, als vielmehr vom Nutzer aus. Einziges Werkzeug, welches den Besuchern an die Hand gegeben wird, ist die verfeinerte Suche. Hier lässt sich die Ausgabe nach Studienbeginn und -dauer, Kosten und Hochschule filtern. Ein Ranking oder eine Empfehlung gehen von Bachelor-Vergleich und der Schwesterwebseite Master-Vergleich nicht aus.


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Hochschulkompass hilft

Bachelor-Vergleich ist damit ein netter Versuch, dem Hochschulkompass Konkurrenz zu machen. Jedoch bietet die Internetseite der HRK wesentlich mehr Informationen. Gesucht wird hier in über 16.000 Studiengängen und bei 387 Hochschulen.

Interessenten können mit der einfachen Suchmaske sich über Studiengänge informieren oder mit der Profisuche, bei der die Region, Abschlüsse und Zulassungen eingestellt werden können, gezielter herumstöbern.

Die Ergebnisse werden auch hier als Liste dargestellt, jedoch zeigt das Anklicken des Fachs weitere Informationen an. Und diese sind sehr ausführlich, verweisen darüber hinaus auf die jeweilige Hochschulseite und nennen all das, was einen angehenden Studenten interessieren könnte.

Oder doch das Orakel fragen?

Wer also lediglich wissen möchte, welche Studienmöglichkeiten in einer bestimmten Region zur Auswahl stehen, der wird bei dem jungen Projekt Bachelor-Vergleich fündig werden. Für nähere Informationen zu dem, was sich hinter den Studiengängen verbirgt, empfiehlt sich auf die Internetseiten des traditionellen Hochschulkompasses, studieren.de oder die jeweilige Hochschulwebsite zurückzugreifen.

Und wer überhaupt nicht weiß, was ihn interessiert, kann immer noch das Studienfachorakel der Ruhr-Universität Bochum befragen: das macht nicht nur Spaß und bringt die Studienfachwahl voran, sondern liefert zusätzlich Informationen zu jedem Fach.

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