Studienfinanzierung User entscheiden über Stipendium

Auslandssemester, Laptop oder Studiengebühren – Studenten können finanzielle Unterstützung meist gut gebrauchen. Bei vielen Stiftungen müssen Bewerber eine Fachjury von sich überzeugen. Beim Demokratischen Stipendium aber stimmen Internetuser darüber ab, wer das Geld bekommt.

Laura de la Motte | , aktualisiert

Die meisten Stipendien für das Studium werden von Stiftungen vergeben und die Bewerber müssen eine Fachjury von sich überzeugen. Ohne gute Noten oder die entsprechende Parteizugehörigkeit geht da wenig. Nicht so beim Demokratischen Stipendium. Hier entscheiden Internetuser, wer das Geld bekommt. Noch bis 31. Juli 2010 können sich klamme Studenten um einen Zuschuss von maximal 5000 Euro bewerben.

Bisher sind 1400 Anträge eingegangen. Im Fördertopf sind 15.750 Euro. Die Chancen stehen damit derzeit noch besser als im vergangenen Jahr. Als 2009 das erste demokratische Stipendium vergeben wurde, kämpften 4500 Kandidaten um 15.000 Euro.

Gefüllt wird der Topf von Sponsoren aus der Wirtschaft, darunter Unternehmen wie die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und der Versicherungskonzern Allianz. 

Die studentischen Bewerber müssen ihren Stipendiumswunsch in einem Motivationsschreiben kurz begründen. Ob in Textform, mit Bildern oder Videos – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und wer gewinnt am Ende? Wer besonders bedürftig ist, das coolste Projekt hat oder die meisten Freunde? „Besonders kreative Begründungen erhöhen die Chancen“, sagt Tobias Schenkel von der Jobbörse Absolventa, die das Projekt organisiert.

Unter den letztjährigen Gewinnern war zum Beispiel Johan Lukas. Der Designstudent aus Hildesheim verpackte seine Begründung in einen selbstgedichteten Rap-Song. Fleißige Freunde, die jeden Tag voten, helfen beim Gewinnen übrigens nicht. Jeder Wähler muss sich mit einer Email-Adresse registrieren und kann dann nur einmal abstimmen.

Alle Infos zum Demokratischen Stipendium unter: www.stipendium.de

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