Studie 7 Millionen Euro Rente für Dax-Manager

Mit durchschnittlich 60 Jahren geht jede zweite Dax-Führungskaft in den Ruhestand. Die Top-Manager können es sich leisten, denn die Dax-Konzerne zahlen ihren Vorstandsmitgliedern jedes Jahr eine hohe Rente: 7 Millionen Euro.

dpa | , aktualisiert

Vorstandsmitglieder von Dax-Konzernen fallen nach ihrem Ausscheiden aus dem Berufsleben auf ein sanftes Altersruhekissen: Unternehmen des Börsensegments haben im vergangenen Jahr im Durchschnitt 7 Millionen Euro Rente an die ehemaligen Vorstandsmitglieder gezahlt. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Untersuchung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung.

Die Rente betrug rund die Hälfte dessen, was aktive Dax-Vorstände an Vergütung erhielten. Die gesamten Rückstellungen für die Altersversorgung ehemaliger Vorstände lagen pro Dax-Konzern im Schnitt bei 67 Millionen Euro. Der Umfang der Altersversorgung und der Pensionsrückstellungen variierten von Unternehmen zu Unternehmen aber stark. So lagen die Auszahlungen zwischen knapp einer Million Euro bei SAP und gut 24 Millionen Euro bei ThyssenKrupp.

Werden die Summen hinzugerechnet, die für künftige Zahlungen an die aktiven Vorstände zurückgelegt werden, entfallen auf ThyssenKrupp knapp 28 Millionen Euro, auf die Deutsche Bank und Siemens jeweils etwas über 20 Millionen Euro.

In jüngster Zeit sei das Niveau der Altersversorgung bei Vorstandsmitgliedern etwas gesunken, hieß es in der Studie. Als Gründe hierfür wurden unter anderem kürzere Dienstzeiten und der zunehmende Kostendruck in den Unternehmen genannt. Weit verbreitet sei bei den Dax-Unternehmen eine vergleichsweise niedrige Altersgrenze, ab der die Zahlungen einsetzen. Für die Hälfte aller Vorstände liege sie bei 60 Jahren.

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