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Stephan Winkelmann: ?Furbo? wie die Italiener

Die Erwartungen des Eigentümers Audi sind hoch: Der 41-jährigeDeutsch-Italiener Stephan Winkelmann soll die Sportwagenmarke Lamborghiniauf Vordermann bringen.

Erste Erfolge kann er vorweisen. Im vergangenen, ersten Jahr an der Spitze hat er der deutschen Mutter einen Gewinn vor Steuern von 4,4 Millionen Euro überwiesen, bei einem Umsatz von 243 Millionen Euro. ?Dieses Jahr wird der Gewinn mehr als doppelt so hoch liegen und der Umsatz bei mehr als 300 Millionen Euro?, sagt Winkelmann. Heute gibt er die Halbjahresergebnisse bekannt, die über dem Vorjahr liegen werden. Auch die Stückzahlen werden in diesem Jahr einen neuen Rekord erreichen: Insgesamt sollen rund 2000 Fahrzeuge Sant? Agata verlassen. Im ersten Halbjahr waren es bereits 952. Noch 2004, dem Jahr vor Winkel-manns Wechsel, hatte Lamborghini gerade einmal 1592 Wagen verkauft. Vor dem Einstieg von Audi pendelte die Zahl zwischen 50 und 250.

Warum hat Winkelmann seinerzeit Fiat verlassen? ?Weil das Angebot von Lamborghini unwiderstehlich war?, sagt er. Als Winkelmann ging, hatte der Sanierer Sergio Marchionne gerade das Ruder bei Fiat übernommen. Über seine Jahre bei Fiat sagt er heute: ?Eine Zeit, die ich nicht missen möchte. Ich habe die Liebe zu einem Unternehmen erfahren und gelernt, mich durchzusetzen ? und eins nach dem anderen zu tun.?

Eins nach dem anderen tun, das kann er jetzt bei Lamborghini, vor allem ein Auto nach dem anderen. Denn Lamborghinis bleiben seltene Wagen, die zum großen Teil noch in Handarbeit gefertigt werden. Die Preise reichen von 150 000 Euro bis 270 000 Euro. Gerade einmal zehn Wagen verlassen am Tag die Fabrik-halle in Sant? Agata.

Bei Lamborghini habe von seinem ersten Arbeitstag an Aufbruchstim-mung geherrscht, erzählt Winkel-mann in seinem Büro mit Marmor-tisch und schwarzen Bildern an der Wand über seine Anfänge. Als Audi 1998 den italienischen Sportwagen-hersteller übernahm, hatte der bereits eine wechselhafte Eigentümergeschichte hinter sich: Nach dem mittlerweile verstorbenen Ferruccio Lamborghini übernahmen zunächst Schweizer Investoren, dann der amerikanische Chrysler-Konzern und schließlich die indonesische Präsidentenfamilie Suharto die Kontrolle. Seit dem Eintritt von Audi ging es langsam aufwärts, hat sich die Belegschaft verdoppelt.

Lesen Sie weiter auf Seite 3: Mehr Deutscher oder Italiener?

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