Stellenanzeigen Hier geht's zum perfekten Job

Das Internet ist voller Stellenanzeigen. Doch nicht immer ist für Bewerber ersichtlich, welche Position tatsächlich noch frei ist und bei welcher Anzeige es sich um eine Karteileiche handelt.

Kerstin Dämon, wiwo.de | , aktualisiert

Hier geht's zum perfekten Job

Foto: DOC RABE Media/Fotolia.com

Die Stellenanzeigen in der überregionalen Tageszeitung oder dem Wochenblättchen gibt es noch. Doch die Mehrheit der Jobangebote steht im Netz. Geschätzt gibt es mehr als 1 600 verschiedene Jobbörsen im Netz. Entsprechend groß und mitunter unübersichtlich ist das Angebot. Viele Anzeigen geistern seit Wochen und Monaten durch das Netz, werden von Metasuchmaschinen und sogenannten Spidern aufgespürt und angepriesen, obwohl die angebotene Position oftmals schon vergeben ist.

Mit wenigen Klicks Jobs finden

Denn auch wenn die Anzeige ein aktuelles Datum hat, ist dies oft nur das Datum des Tages, an dem die Ausschreibung vom Suchprogramm entdeckt wurde. Und auch viele Anzeigen auf firmeneigenen Karriereseiten haben kein Einstellungsdatum. Trotzdem ist das Internet der beste Weg, an passende Stellenanzeigen zu kommen. 62 Prozent der Bewerber suchen in Online-Stellenbörsen, 60 Prozent in Business-Netzwerken und 52 Prozent auf Unternehmenswebseiten. Weit abgeschlagen folgen Printpublikationen (26 Prozent) und Fachmagazine (15 Prozent). Entsprechend groß ist die Zahl der online eingestellten Jobs. Und wer genau weiß, was er will, kann mit wenigen Klicks die für ihn relevanten Stellen ausfindig machen. Dafür braucht es aber ein konkretes Jobprofil, statt des Wunschs "irgendwas mit Medien" zu machen. Denn für nahezu jeden Beruf und jede Branche gibt es spezialisierte Portale – von der Ingenieurkarriere über Jobs für Mediziner bis zur Handwerker-Jobbörse.

Genauso bieten sich regionale Jobportale an, wenn der Bewerber auf eine Region oder sogar auf eine bestimmte Stadt besteht. Die Industrie- und Handelskammern wie auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben ebenfalls umfangreiche Jobbörsen. Allerdings teilt nicht jedes Unternehmen seine freien Stellen auch der BA mit. Von den Dax-Konzernen sind es gerade einmal 27 Prozent.

Portale für regionale Angebote

Wer also ganz genau weiß, dass er in Hamburg eine Lehre zum Mechatroniker machen möchte, wird bei der Lehrstellenbörse der IHK Hamburg vermutlich schneller fündig als bei einer allgemeinen Metasuchmaschine. "Ich empfehle Portale wie meinestadt.de oder die Jobbörsen der Arbeitsagentur, weil es dort regionale Angebote gibt", sagt auch Maja Skubella, Personalberaterin bei der Hamburger Karriereberatung "karriere & entwicklung". Außerdem könne man bei der Arbeitsagentur ein Profil anlegen, sodass man nicht nur suchen, sondern auch gefunden werden könne.

Hinzu kommen natürlich noch die großen und kleinen branchenübergreifenden Job- und Karriereportale wie Xing, LinkedIn oder Monster, bei denen sich gezielt nach Parametern suchen lässt: Gehalt, Region, Profil. "Generalistische Stellen sind im Internet gut zu finden. Spezialisten sollten auch einmal in den Stellenanzeigen der Tageszeitungen nachsehen. Da stehen manchmal sehr interessante Angebote drin, die man im Netz gar nicht findet", rät Skubella.

Außerdem empfiehlt sie, einen Blick in branchenspezifische Magazine zu werfen: "Wer Ingenieur ist, sollte die VDI Nachrichten verfolgen, wer in der Lebensmittelbranche arbeitet, die entsprechenden Lebensmittelzeitungen lesen."

Wer ganz sicher ist, dass er bei Siemens oder BMW arbeiten will, kann es auch gleich auf den dortigen Karriereseiten versuchen, denn 90 Prozent aller zu besetzenden Stellen werden von den Unternehmen auf der eigenen Webseite veröffentlicht. Allerdings lässt sich nicht jeder Ausschreibung entnehmen, wann sie veröffentlicht wurde. Je nach dem, wie aktuell das Unternehmen seinen Karrierebereich hält, laufen Bewerber Gefahr, auf eine Karteileiche hereinzufallen. Wer dem vorbeugen möchte, sollte bei der angegebenen Kontaktperson anrufen und nachfragen, ob die Stelle noch vakant ist.

Verdeckter Stellenmarkt

"Manchmal empfehle ich auch, bei einem kleineren bis Mittelständischen Familienunternehmen persönlich vorbei zu gehen oder sich per Post zu bewerben, um aus der Masse hervorzustechen", sagt Skubella. Genauso empfehlenswert seien Initiativ-Bewerbungen. Denn die Mehrheit der Jobs werden gar nicht erst öffentlich ausgeschrieben.

Der Großteil spielt sich auf dem sogenannten verdeckten Stellenmarkt ab: Die Positionen werden also intern vergeben oder es werden gezielt Kandidaten abgeworben. Statt auf eine Ausschreibung zu warten, die vielleicht niemals veröffentlicht wird, könne es also hilfreich sein, hinzugehen, anzurufen oder gut auf das Unternehmen und die anvisierte Position zugeschnittene Unterlagen zu versenden und so das Unternehmen von sich zu überzeugen, rät die Karriere-Expertin.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

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