Start Me Up | VERLAGSSPEZIAL Free-to-play-Spiele mit Goodgame Studios entwickeln

Goodgame Studios entwickelt seit 2009 Free-to-play-Spiele, die von Jedem kostenlos gespielt werden können. Dadurch erreichen sie nicht nur so genannte Core-Gamer, die mit Videospielen aufgewachsen sind und diese regelmäßig konsumieren, sondern auch Gelegenheitsspieler.

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Free-to-play-Spiele mit Goodgame Studios entwickeln

Die Gründer von Goodgame Studios

Kai & Christian Wawrzinek

Foto: Goodgame Studios

Geschäftsfeld / Branche:IT- und Gaming-Branche
Produkt:Free-to-play Spiele
Gründungsdatum:Juni 2009
Gründer:Christian und Kai Wawrzinek, Fabian Ritter
Anzahl Mitarbeiter:1000+
Adresse:Goodgame Studios, Theodorstraße 42-90 Haus 9, 22761 Hamburg
Web:

www.goodgamestudios.com


Goodgame Studios entwickelt seit 2009 Free-to-play-Spiele, die von jedem Menschen kostenlos mobil und im Browser gespielt werden können. Dadurch erreichen sie nicht nur so genannte Core-Gamer, die mit Videospielen aufgewachsen sind und diese regelmäßig konsumieren, sondern auch Gelegenheitsspieler im Alter von 30 oder älter, die sich zuvor nicht mit Videospielen auseinandergesetzt haben.

Freiwillig können kleine Geldbeträge bezahlt werden, die neue Gegenstände im Spiel freischalten und so den Spieler voranbringen. Mit nur rund fünf bis zehn Prozent zahlenden Benutzern besteht die größte Herausforderung für Goodgame Studios darin, eine Balance aufzubauen, die nicht-zahlenden Spielern Spaß und zahlenden Spielern einen guten Gegenwert für ihr Geld bietet. Dabei ist besonders die Masse an Spielern wichtig, denn nur eine gut besiedelte Spielwelt sorgt dafür, dass jeder Spieler Spaß am Spiel entwickeln kann.



Was ist die Gründungsidee Ihres Unternehmens, was ist das Besondere?



Als wir im Juni 2009 an den Start gingen, gab es bereits eine Reihe von etablierten Unternehmen, sowohl im allgemeinen Markt für Computerspiele als auch im Segment der Browserspiele. Wir sind daher vor fünf Jahren mit dem Anspruch gestartet, der beste Anbieter im Free-to-play-Spielemarkt zu werden und mit diesem neuen disruptiven Prinzip den Gesamtmarkt für Computerspiele aufzurühren und nachhaltig zu verändern.

Bei uns bedeutet dies, dass man ein Spiel im vollen Umfang kostenlos spielen und nach und nach alle Funktionen freischalten kann. Aber man hat auch die Möglichkeit, diese Prozesse zu beschleunigen, indem man kleinere Geldbeträge bezahlt. Dieses Modell hat den Vorteil, dass man sehr schnell sehr viele Nutzer ansprechen kann – gerade im Internet, wo alles umsonst angeboten wird. Natürlich nimmt man dadurch nur bei einem geringen Teil der Spieler wirklich Geld ein. Etwa 95 Prozent der Spieler spielen die Spiele kostenfrei.

Ist es die Unternehmensidee oder eher die Gründerpersönlichkeit, die für die Story steht?

Im Mittelpunkt von Goodgame Studios steht ganz klar die Unternehmensidee, denn sie ist das langfristig tragende Element unseres Unternehmens. Wir verfolgen seit dem ersten Tag eine auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegte Unternehmensstrategie. In diesem Zusammenhang spielt natürlich der unbedingte unternehmerische Wille unserer Gründer eine zentrale Rolle bei der Umsetzung. Darüber hinaus wäre ohne die Leistung unserer Teams in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen unser Erfolg so nicht möglich.

Was sind die größten Hindernisse im Gründungsprozess? Was sind kritische Phasen?

Fünf Jahre nach unserer Gründung haben wir die Start-up-Phase bereits hinter uns gelassen. Bezogen auf die Mitarbeiterzahl und den erwirtschafteten Umsatz sind wir bereits ein Großunternehmen. Unserem ehrgeizigen Wachstumsplan entsprechend, werden wir diesen Weg weiter beschreiten. Die größte Herausforderung ist dabei, damals wie heute, die qualifizierten und passenden Mitarbeiter zu finden. Nur mit dem richtigen Team können wir unsere Ziele erreichen.

Ist Ihr Unternehmen bereits als Marke positioniert? Wenn ja, wodurch?

Mit weltweit mehr als 230 Millionen registrierten Nutzern sind unsere Spiele einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Dank intensivem Online-Marketing und der hohen Frequenz unserer TV-Werbung steigt diese Bekanntheit kontinuierlich.

Auch innerhalb der internationalen Spielebranche genießen wir als Unternehmen einen sehr guten Ruf und eine hohe Bekanntheit. In unserer Heimatstadt Hamburg pflegen wir gute Beziehungen zu Politik und Medien und sind mittlerweile einer breiten Öffentlichkeit ein Begriff als Wirtschaftsgröße. Es ist unser Ziel, diese Popularität national und international zu steigern.

Hat das Ihrer Meinung nach einen Einfluss auf Ihre Positionierung in Richtung potenzieller Bewerber?

Wir haben früh damit begonnen, Goodgame Studios erfolgreich als Arbeitgebermarke zu positionieren. Mit durchschnittlich mehr als 50 Neueinstellungen im Monat ernten wir heute die Früchte dieses frühen Bemühens. Wir sind jetzt in der glücklichen Lage, sehr selektiv Talente auswählen zu können. Gerade einmal 1,7 Prozent der Bewerber können wir für eine Position berücksichtigen.

Gleichzeitig steht die Marke Goodgame Studios für hervorragende Free-to-play-Spiele. Dies hilft uns bei der Vermarktung neuer Spiele, da uns die Nutzer unser Qualitätsversprechen abnehmen. Unsere Spiele sind auf einen möglichst großen Spielerstamm ausgerichtet. Hierfür ist es essenziell, dass sie einen hohen Bekanntheitsgrad unter Verbrauchern erreichen. Aufgrund unserer Wachstumsziele ist es zudem wichtig, die Arbeitgebermarke Goodgame Studios zu positionieren, um potenziellen Mitarbeitern das Unternehmen näherzubringen und uns im Bewusstsein zu verankern.

Inwiefern halten Sie die Positionierung als Arbeitgebermarke für wichtig?

Unser Unternehmen als starke Arbeitgebermarke zu positionieren, ist von überragender Bedeutung für unsere Recruitment-Strategie. Gerade weil uns potenzielle Mitarbeiter mittlerweile als attraktives Unternehmen wahrnehmen, in dem sie sich entfalten und Karriere machen können, können wir unsere Wachstumsziele erreichen.

An wen wollen Sie sich grundsätzlich schwerpunktmäßig richten? Für wen möchten Sie präsenter werden?

Wir richten uns schwerpunktmäßig an potenzielle Bewerber und Nutzer unserer Spiele. Diese Bereiche bauen wir in unserer Kommunikation kontinuierlich aus, um künftig noch präsenter zu sein. Goodgame Studios ist fünf Jahre nach der Gründung bereits ein globales Unternehmen, sowohl bezogen auf unsere Kunden als auch auf unsere Mitarbeiter.

Entsprechend suchen wir neue Talente auf der ganzen Welt. Mittlerweile haben wir Mitarbeiter aus über 50 Ländern, die auf unserem Campus in Hamburg für uns tätig sind. Darüber hinaus haben wir Büros in Seoul und Tokio. Auch unsere Spieler kommen aus den unterschiedlichsten Ländern. Unsere weltweit mehr als 230 Millionen Nutzer stammen aus mehr als 200 Ländern und Regionen.

Wollen Sie hauptsächlich neue Talente aus den Hochschulen ansprechen? Ist es in diesem Kontext hilfreich, sich als Start-up zu deklarieren?

Natürlich sind wir jederzeit daran interessiert, vielversprechende und talentierte Absolventen für unser Unternehmen zu gewinnen. Unser Fokus liegt aber darauf, unsere Teams mit berufserfahrenen Profis zu verstärken und sie von ihrer Expertise profitieren zu lassen. Wir sind ein dynamisch wachsendes Unternehmen, das seinen Mitarbeitern ein stabiles Umfeld bietet, in dem sie sich ausprobieren und ihre Karriere erfolgreich vorantreiben können.

Wir verbinden also die Vorteile eines agilen Start-ups mit denen eines soliden Unternehmens und sprechen somit eine große Zielgruppe potenzieller Kollegen an, denen wir langfristige Karriereperspektiven bieten.

Ist es im Rahmen der Sexismus-Vorwürfe, denen sich die Gaming-Branche stellen muss, besonders schwierig geworden, weibliche Mitarbeiter zu gewinnen?

Teile der aktuellen Debatte sind in ihrem überholten Frauenbild geradezu gruselig. Das ist leider einer dieser Fälle, wo eine Minderheit einer ganzen Branche schadet.

Es ist generell schwierig, Frauen für die Technik- und IT-Branche zu gewinnen. Weil es gar nicht so viele Frauen gibt, die MINT-Fächer studieren. Wir würden uns auch freuen, wenn mehr Mädchen schon in der Schule einen besseren Zugang zu Computeranwendungen fänden.

Goodgame Studios hat haben einen Frauenanteil von etwa 30 Prozent, was für die Spielebranche sehr gut ist. Man muss aber auch sagen, dass viele Frauen bei uns nicht nur im technischen Bereich, sondern im Personal, Marketing und anderen Abteilungen arbeiten. Zudem sind wir der Initiative "Komm, mach MINT" beigetreten und veranstalten Vorträge für Frauen. Jede Form von Sexismus und Intoleranz hat bei uns keinen Platz.

Wie sind Sie in Sachen Mitarbeiterbindung aktiv?

Wir sind daran interessiert, unsere Mitarbeiter langfristig an Goodgame Studios zu binden. Entsprechend umfangreich sind die Angebote, die wir ihnen bieten.

Wir unterstützen unsere Mitarbeiter mit zahlreichen Maßnahmen, sich beruflich zu entwickeln. Neben individuellen Weiterbildungsmöglichkeiten und speziellen Fachschulungen in den Abteilungen bieten wir mit unserer eigenen Goodgame Academy ein umfangreiches Angebot zur Erweiterung von Soft-Skills. Darüber hinaus werden unsere Führungskräfte in speziellen Trainings geschult. Zum festen Repertoire gehören regelmäßige Feedback- und Entwicklungsgespräche.

Unsere Mitarbeiter profitieren zudem von einer Reihe von Vergünstigungen, z. B. subventionierte Jahreskarte für den ÖPNV, bezuschusste Mittagessen und Sportangebote wie Klettern, Volleyball oder Yoga sowie einem eigenen Fitnessraum und Pool. Wir pflegen das Miteinander mit vier großen Unternehmensfeiern im Jahr, zusätzlichen Team-Events und informellen After-Work-Treffen mit kostenlosen Getränken für ein ungezwungenes Beisammensein. Sollte es vorkommen, dass einen Mitarbeiter berufliche oder auch private Probleme belasten, steht unser Feelgood-Team der Person für einen vertrauensvollen Austausch zur Seite.

Speziell für unsere Mitarbeiter aus dem Ausland bieten wir eine Reihe von Onboarding-Maßnahmen, z. B. Sprachkurse, Unterstützung beim Visumsprozess, bei Behördengängen oder der Wohnungssuche und dem Umzug.

Wir bieten aber auch eine erstklassige Arbeitsumgebung mit allen Annehmlichkeiten moderner und offener Büros. Unser Campus ist Teil einer ehemaligen Fabrikanlage und profitiert vom Charme der alten Backsteinbauten. Alter Baumbestand, die Park- und Grünanlage mit Lounge-Arealen und Swimmingpool verleihen dem Quartier eine einzigartige Wohlfühlatmosphäre. Hier lässt es sich gleichermaßen effizient und kreativ arbeiten.

Gibt es so etwas wie ein positives Klischee zu "Start-ups"? Wofür steht es aus Ihrer Sicht? Denken Sie, die Start-up-Mentalität ist wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur?

Mit mittlerweile mehr als 1.000 Mitarbeitern müssen sich natürlich auch die Strukturen und Abläufe in einem Unternehmen an die neuen Gegebenheiten anpassen. Trotzdem sind wir der Überzeugung, dass es essenziell für den Erfolg unseres Unternehmens ist, bestimmte Eigenschaften, die Start-ups zugeschrieben werden, zu bewahren und weiterzuentwickeln. Dazu zählen für uns in erster Linie unsere Agilität und Flexibilität sowie flache Hierarchien.

Außerdem befolgen wir nach wie vor das Fail-fast-Prinzip: Unsere Mitarbeiter sollen immer Neues ausprobieren können. Wichtig ist, frühzeitig zu erkennen, wenn etwas nicht funktioniert. Dann analysieren wir, woran es gelegen hat, und lernen so für die Zukunft. Mit Blick auf unsere Unternehmenskultur sind die Wertschätzung und der Respekt vor der Persönlichkeit und der Leistung eines jeden Mitarbeiters von größter Wichtigkeit. Natürlich gehört dazu auch Spaß an der Arbeit. Dabei sind wir der Überzeugung, dass Erfolg Spaß macht.

Welches sind die wichtigsten Faktoren für die weitere Entwicklung des Unternehmens?

Wir sind der festen Überzeugung, dass es von zentraler Bedeutung ist, konstantes Personalwachstum mit qualifizierten Mitarbeitern zu gewährleisten. Nur so lässt sich ein langfristiger und nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg bewerkstelligen.

Darüber hinaus glauben wir an die Planbarkeit von Erfolg. Bei der Entwicklung und Vermarktung unserer Spiele verfolgen wir einen datengestützten Ansatz, der die Bedürfnisse und Verhaltensweisen unserer Kunden sehr genau analysiert. Entsprechend können wir unsere operativen Prozesse skalieren.

Unsere Produkte leben davon, von möglichst vielen Nutzern gespielt zu werden. Nur so entfalten sie ihre ganze Dynamik und ihren Spielspaß. Deshalb forcieren wir auch das Wachstum unseres Spielerstamms.

Wir investieren zudem in neue Technologien. Für die Zukunft planen wir eine weitere Differenzierung unserer Produktpalette. Deswegen haben wir begonnen, aufwändig produzierte Spieleprojekte für den Core-Gaming-Markt zu entwickeln. In Planung sind Spiele für den PC sowie mittelfristig auch für verschiedene Konsolensysteme.

Unsere Fragen wurden beantwortet von Guido Schmitz und Andreas Haase.

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