Schlafzeit Ausgeschlafen und fit ins Büro

Schlafforscher sind sich einig: Sieben Stunden Schlaf pro Nacht brauchen wir, um erholt und fit in den Tag zu starten. Doch längst nicht jeden hält es auch sieben Stunden im Bett. Wer im Schnitt wie lange schläft.

Kerstin Dämon, wiwo.de | , aktualisiert

Ausgeschlafen und fit ins Büro

Foto: Anton Maltsev/Fotolia.com

"Schlafen ist was für Weicheier", soll die britische Politikerin Margaret Thatcher einst gesagt haben. Mehr als vier Stunden pro Nacht habe sie angeblich nie geschlafen. Dass zu wenig Schlaf nicht gesund ist, belegen zahlreiche Studien: Wer zu wenig schläft, wird krank, neigt zu Übergewicht und konzentrieren kann er sich auch nicht. "Guter Schlaf hat einen großen Einfluss auf unsere Fähigkeiten, innovative Lösungen zu entwickeln und komplexe Probleme zu lösen", sagt beispielsweise der amerikanische Neurowissenschaftler Russell Foster.

Doch auch zu viel Schlaf bekommt uns nicht: US-Studien zeigen, dass chronische Langschläfer dick werden und früher sterben. Anscheinend macht auch hier die Dosis das Gift. Schlafforscher empfehlen sieben Stunden pro Nacht zu schlafen.

Jetzt haben Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) einen Blick in die deutschen Betten geworfen. Der Durchschnittsdeutsche schläft demnach unter der Woche die empfohlenen sieben und am Wochenende acht Stunden. Wer 90 Jahre alt wird, verbringt laut DIW 32 Jahre seines Lebens schlafend.

Alters- und Berufsunterschiede

Am längsten schlafen junge Menschen und Rentner. Am wenigsten Schlaf bekommen dagegen die 40- bis 50-Jährigen. Wochentags schlafen sie durchschnittlich nur etwas mehr als sechseinhalb Stunden. Das macht schlechte Laune. Denn die allgemeine Lebenszufriedenheit und unser Schlaf hängen voneinander ab, wie die Forscher in der Studie darlegen.

Wirft man einen Blick auf einzelne Berufsgruppen, zeigen sich auch hier Unterschiede. Während der Azubi im Schnitt sieben Stunden und vier Minuten schläft, treibt es den Beamten nach sechs Stunden und 48 Minuten aus dem Bett. Der Angestellte schläft im Schnitt sechs Stunden und 53 Minuten, der Selbstständige bleibt noch drei Minuten länger liegen. Für Arbeitslose ist die Nacht nach sieben Stunden und zwei Minuten vorüber. Doch unabhängig von Alter und Beruf wünschen sich die Deutschen mindestens eine Stunde mehr Schlaf pro Nacht. Und die würde ihnen auch gut tun. Diejenigen, die pro Nacht acht Stunden schlafen, sind nämlich die zufriedensten Menschen.

Zuerst veröffentlicht auf wiwo.de

Artikel teilen

Ihr Browser ist veraltet. Deshalb können Sie diese Webseite nicht korrekt darstellen!

Bitte laden sie einen dieser aktuellen, kostenlosen und exzellenten Browser herunter:

Für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit, Komfort und Spaß.

Lade Seite...