Risk Management Gefahren im Zaum halten

Eurokrise und Bundestagswahl haben es in sich: Unternehmen verhalten sich zögerlich bei der Einstellung von neuen Mitarbeitern – selbst in so wichtigen Bereichen wie dem Risikomanagement. Vorstände und Geschäftsführer sind aber stärker sensibilisiert für das Thema, vor allem Banken und mittelständische Unternehmen rüsten jetzt langsam auf.

Anne Koschik | , aktualisiert

Gefahren im Zaum halten

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Foto: vetal1983/Fotolia.de

Fehlentwicklungen an den Finanzmärkten haben ungeahnte Risiken für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat sichtbar gemacht. Zweifel an den Selbststabilisierungskräften der Finanzmärkte kommen nicht von ungefähr. Doch neue Ansätze für eine gelebte Risikokultur in Unternehmen sind nicht zu erwarten.

Wie Marcus Pauli, Geschäftsführer des Forschungszentrums Risikomanagement der Uni Würzburg (FZRM), erklärt, gibt es im Moment eher einen Trend zu harter Regulierung. Mit Basel III sei beispielsweise über die höhere Kernkapitalquote eine klare Sicherheitsbarriere bei den Banken eingebaut worden.

Im Vergütungsbereich versuche man die Risikokultur dahingehend zu beeinflussen, dass man Anreize zur Generierung kurzfristigen Profits unter Inkaufnahme langfristiger Risiken reduziere.

Nachhaltige Verunsicherung

Offensichtlich verunsichert die Krise sowohl Unternehmen als auch Bewerber nachhaltig. Im Bereich Risiko-Management gibt es starke Schwankungen bei der Jobnachfrage, wie die Grafik zeigt. Und die Zahl der Stellenangebote sinkt kontinuierlich: Sie liegt heute um gut ein Drittel niedriger als beim Jahreswechsel 2010/2011.

Quelle: Jobchannel Banking & Finance Er gibt den besten Überblick über den Jobmarkt, da hier der deutsche Markt für Stellenanzeigen in den 25 bedeutendsten Jobportalen, den wichtigsten Zeitungen sowie 2600 Karriereportalen der Unternehmen nach allen Angeboten im Bereich Banking & Finance durchforstet und nach Themenschwerpunkten analysiert wird.

Wie Pauli vermutet, trauen branchenübergreifend viele Firmen der Ruhe hinsichtlich der Eurokrise offensichtlich nicht. Die große Katastrophe sei nicht eingetreten, "aber man weiß genau, dass die prinzipiellen Probleme nach wie vor bestehen und die Krise insofern noch nicht ausgestanden ist".

Auch im Hinblick auf die Bundestagswahl sei eine gewisse Zurückhaltung – auch hinsichtlich der Stellenangebote – zu spüren.

Hier geht's weiter zum Interview mit Marcus Pauli: »»»»»

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