QS by S.Oliver Campus Contest Erst das Konzept, dann das Konzert

Acht Hochschulteams präsentierten beim QS by S.Oliver Campus Contest ihr Konzept für ein Konzert-Event. Die vier Besten von ihnen dürfen noch weiter auf den Sieg hoffen

Sara Kammler | , aktualisiert

Der Stress der letzten Wochen, die 15-Stunden-Tage und die doppelte Belastung haben sich gelohnt: Das Team "Kufstyler" von der Fachhochschule Kufstein Tirol ist eines von vier Siegerteams der Pitchtage des QS by S.Oliver Campus Contests 2008. Bei dem Wettbewerb müssen Studenten ein Konzept für ein Konzert-Event ausarbeiten, einschließlich aller Planungen fürs Marketing und der Budgetkalkulation.

"Wir waren überwältigt von der Nachricht, dass wir zu den Siegern gehören", sagt Kufstyler Christian Lohmeier. Sein Team ist das einzige aus Österreich, das es ins Finale nach Rottendorf geschafft hat. Dort, in der Firmenzentrale nahe Würzburg, mussten acht verbliebene Teams ihre Konzepte präsentieren. Der 24-jährige Lohmeier stellte die Ideen seiner Gruppe zusammen mit seinen Kollegen Daniel Drach, 25, und Sina Köstler, 22, vor. "Für uns war der Pitch eine sehr wichtige Erfahrung, da es die erste richtige Situation war dafür, wie es in unserem späteren Beruf aussehen wird", sagt Lohmeier. Sie hätten "viel gelernt - auch, sich den Fragen einer Jury zu stellen". Nun zählen sie zu den vier auserwählten Teams, die ihr Konzert Ende April mit einem Budget von je 30 000 Euro realisieren dürfen.

Die Modefirma S.Oliver führt den Wettbewerb zum zweiten Mal durch. "Wir hatten 68 Anmeldungen, was ein sehr gutes Ergebnis ist", sagt Christian Blanck, Marketingleiter des Unternehmens. Siegreich waren neben dem Team "Kufstyler" auch "Wattenstaff" aus Emden, "MTP-Saarbrücken" und "Alles Echt!" aus Frankfurt. In der Jury saßen Vertreter von S.Oliver, Vodafone und Sony Ericsson sowie der beiden Medienpartner Junge Karriere und StudiVZ.

"Wir haben die richtigen Teams gefunden, die Jury war sich zu 100 Prozent einig darüber, wer die Gewinner sind", sagt Blanck. Entscheidend war nicht nur das Konzept, sondern auch der persönliche Eindruck der Teams. Vor allem Teamstärke sei wichtig, sagt Blanck, da die Mitglieder in den nächsten Monaten so viel zusammenarbeiten würden, dass ein kurzer Lagerkoller wahrscheinlich ist. Insgesamt seien die Konzepte zwar nicht auf dem Vorjahresniveau gewesen, aber das habe Blanck angesichts der großen Zahl der Teilnehmer nicht gewundert. "Die Gewinner haben vor allem durch innovative Ideen beeindruckt, die auf ihren Standort zugeschnitten sind", sagt Blanck.

Die Studenten aus Österreich wollen unter dem Motto "Move your Style" eine Party in ihrer Fachhochschule feiern, bei der während einer Modenschau über den Köpfen der Models so genannte Traceure auftreten, die sich einen Sport daraus machen, möglichst artistisch und spektakulär Hindernisse zu überwinden. Als Ankündigung auf das Event will das acht Mitglieder starke Team bei drei Vorab-Veranstaltungen mit den Traceuren dem Publikum einen Vorgeschmack geben.

Alle Studenten haben in den vergangenen zwei Monaten viel Arbeit, Energie und Herzblut in den Wettbewerb gesteckt. Jetzt müssen die meisten von ihnen erst mal für anstehende Klausuren pauken. Dafür hatten sie bis jetzt kaum Zeit. Immerhin aber werden die Teilnehmer von ihren Hochschulen zum Teil sehr großzügig unterstützt. "Für uns sind extra zwei Klausuren verschoben worden, damit wir am Pitch teilnehmen konnten", sagt Hendrik Rump, der Wattenstaff-Teamleiter aus Emden. In den vergangenen Wochen "hat der Schwerpunkt sehr auf dem Contest gelegen, wir haben mehr Zeit an der Fachhochschule als zu Hause verbracht".

Dass es den Juroren bei dem Pitch nicht nur um die Qualität der Präsentation ging, erlebten die Studenten aus Frankfurt. "Unser Konzept war besser als der persönliche Eindruck, den wir gemacht haben", sagt Dimitrios Lianos. Sein Team "Alles Echt!" hatte bei der Präsentation die Zeit überzogen und war sichtlich aufgeregt. "Klar sind die Teams nervös vor ihrer Präsentation, das ist normal", sagt Marketingleiter Blanck.

In den kommenden Wochen werden die Teams weiterhin von S.Oliver beraten und unterstützt. Mit den Partnern Vodafone und Sony Ericsson bietet das Unternehmen den Studenten verschiedene Workshops an. Themen sind zum Beispiel Controlling, Public Relations und Direktmarketing.
"Das Tollste an der Veranstaltung ist, zu sehen, was die Teams aus ihrer Aufgabe machen", sagt Blanck. Und die heiße Phase liegt noch vor den Teilnehmern. Denn erst nach den Konzert-Events findet die Abschlusspräsentation statt. Im Mai wird dann der endgültige Sieger präsentiert.

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