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Privat-Uni Amerikas Business Schools im Glück

In Deutschland steht die erste Privat-Uni vor dem Aus. In den USA dagegen überbieten sich die Spender. Auch die führenden europäischen Business Schools gehen weiterhin erfolgreich auf die Jagd nach privaten Wohltätern.

CMO | , aktualisiert

Während in Deutschland private Hochschulen wie Witten-Herdecke wegen ein paar Millionen Euro Minus vor dem Aus stehen, und die gesamte deutsche Wirtschaft nicht einmal 100 Millionen für ihre eigene Business School zusammenbrachte, kann man in den USA über solche Summen nur lachen. Mögen in New York an der Wall Street die Banken zusammenbrechen, in Kalifornien hat die Stanford Graduate School of Business soeben den Grundstein für einen komplett neuen Campus gelegt. Acht neue Gebäude sollen entstehen, erbaut nach neuesten Umweltrichtlinien und mit deutlich mehr Platz für Studierende und Lehrende.

Ermöglicht wird der Neubau durch eine außergewöhnlich hohe Spende von Philip H. Knight. Der Chef des Sportartikelherstellers Nike, der 1962 selbst seinen MBA an der Schule gemacht hat, schenkt seiner Alma Mater 105 Millionen US-Dollar, was zum Zeitpunkt der Ankündigung im August 2006 die größte Spende war, die jemals eine Business School weltweit bekommen hat. Das Gebäude - nicht aber die Schule - wird zum Dank "Knight Management Center" getauft. Für ein paar Millionen Dollar können weitere "Big Spender" ihre Namen noch in der Cafeteria oder einzelnen Hörsälen verewigen.

Unterstützung für Europas Business Schools

Auch die führenden europäischen Business Schools gehen weiterhin erfolgreich auf die Jagd nach privaten Wohltätern. Die Said Business School der Universität Oxford erhält noch mehr Geld von ihrem wichtigsten Geldgeber: Wafid Said hat einen 25 Millionen Pfund schweren "Strategic Development Fund" gegründet.

An der London Business School hat Dean Robin Buchanan das Stiftungskapital in gerade einmal 16 Monaten auf zwölf Millionen Pfund gebracht. Und die Top-Schule Insead hat das Stiftungskapital seit 2004 auf 105 Millionen Euro verdoppelt, und bis Ende 2010 will sie 200 Millionen Euro einsammeln. Und die Deutschen? Schauen zu.

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