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?New York und Los Angeles warten auf Bionade?

Dank Marketingchef Wolfgang Blum ist der Absatz der Bio-Brause Bionade ist in den vergangenen Jahren in die Höhe geschnellt. Der gestützte Bekanntheitsgrad der Marke liegt inzwischen bei fast 50 Prozent. Das alles gelang mit einer jahrelangen Low-Budget-Kommunikationsstrategie. Nun heißt der nächste Schritt Internationalsisierung.

Während große Konzerne viel Geld ausgeben, um Journalisten für ein Produkt zu erwärmen, klapperten die Medien-Mühlen von Anfang an reibungslos für Bionade ? und zwar kostenlos. Dazu langte es offenbar, das Getränk geschickt in Kreisen Hamburger Medienschaffender zu positionieren. Alles andere lief quasi von allein.

Doch Blum spielt die Rolle herunter, die Glück und Zufall für die zuletzt rasante Entwicklung der Bionade-Absätze spielten. ?Nur wer hart und klug arbeitet, hat letztendlich auch das Glück auf seiner Seite?, ist der ?Workaholic? Blum überzeugt. Denn schließlich musste das virale Marketing in einen Werbe-Mix eingebunden werden, mit dem auch Vertriebspartner wie Bahn, Ikea, Starbucks, Coca-Cola oder McDonald?s gewonnen wurden. Jedoch immer nach dem Grundsatz: Man zahle keine Listungsgelder, um ins Sortiment aufgenommen zu werden.

Dass die kultige Bionade sich mit den US-Getränke- und Fast-Food-Multis eingelassen hat, nimmt ihm inzwischen ein Teil der Kundschaft krumm. Marketing-Profi Blum sieht es hingegen gelassen. ?Da sehen uns wohl einige Konsumenten irrtümlich als Ikone der Öko-Bewegung. Die Mehrheit der Verbraucher hat hingegen kein Problem mit der Vertriebspartnerschaft für die McCafé-Outlets von McDonald?s?, sagt Blum.

Weitaus unangenehmer sei die Tatsache, dass das Erfolgsgetränk inzwischen von vielen Wettbewerbern kopiert werde, sagt Blum. Dass Bionade bei der Bekämpfung von Plagiaten nicht lange fackelt, bekam zuletzt die Duisburger Getränkegruppe Hövelmann auf der Welternährungsmesse Anuga in Köln zu spüren: Per einstweiliger Verfügung musste dort das Getränk ?Sinconade? wegen ähnlicher Produktgestaltung wieder vom Stand genommen werden.

Für Bionade heißt der nächste Schritt: Internationalisierung. Noch in diesem Jahr sollen die ersten Bionade-Kisten in die USA verschifft werden. ?New York und Los Angeles warten bereits auf Bionade?, gibt sich Blum überzeugt.

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