Motivationstrainer Steve Kroeger "Der Weg zum Gipfel formt Führungspersönlichkeiten"

Es ist eine Grenzerfahrung und Herausforderung zugleich: Der Coach Steve Kroeger besteigt mit Managern den Kilimandscharo. Im Interview erzählt er, wie der Aufstieg die Führungskräfte verändert.

Tina Groll, zeit.de | , aktualisiert

"Der Weg zum Gipfel formt Führungspersönlichkeiten"

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Foto: Tom-Wang/Fotolia.com

Herr Kroeger, Sie besteigen den höchsten Berg Afrikas mit Führungskräften, die oftmals vorher noch nie gewandert sind. Was soll das?

Steve Kroeger (lacht): Während der Besteigung eines Berges kommt man an seine körperlichen und mentalen Grenzen. Es ist faszinierend, was dabei mit einem selbst und mit der eigenen Motivation passiert. Es geht darum herauszufinden, wie Leistungsträger mit dem richtigen Teamgeist ein hohes Ziel erreichen. Der Gipfel ist dabei eine real erlebbare Metapher. Auf dem Weg zum Gipfel formen sich Führungspersönlichkeiten, das kann ich Ihnen sagen. Alle Teilnehmer kommen an ihre Grenzen. Sie müssen lernen, sich auf etwas Neues einzulassen, sich zu überwinden, ihre Kräfte richtig einzuschätzen und anderen zu vertrauen. Die Erfahrungen am Berg lassen sich gut in den Berufsalltag übertragen. Bei der Besteigung des Kilimandscharos geht es genauso wie im Büro darum, aus einer Gruppe Fremder ein Hochleistungsteam zu machen, das ein ambitioniertes Ziel auch erreicht.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, solche Seminare anzubieten?

Sie werden lachen – vor 2007 hatte ich selbst noch nie einen Berg bestiegen. Ich war vorher auch nie länger als drei Stunden wandern und Wanderschuhe hatte ich auch keine. Ich habe damals als Personal Trainer gearbeitet, hatte mein Sport- und Psychologiestudium geschmissen und mich dann im Bereich Gesundheits-, Ernährungs- und Mentaltraining forgebildet. Mit der Zeit hatte ich immer mehr Manager und Unternehmer unter meinen Klienten. Die kamen mit ihren Gesundheitsproblemen zu mir.

Meistens waren das typische Stresskrankheiten – Übergewicht, zu wenig Bewegung. Die wollten abnehmen, sind aber an ihrer Motivation gescheitert. Ich habe mich gefragt, woran das liegt und festgestellt, dass für meine Klienten das Ziel abzunehmen nicht kraftvoll genug war. Sie brauchten ein noch größeres Ziel dahinter. Ich kam dann auf die Idee, den Kilimandscharo mit ihnen zu besteigen. Ganz einfach, weil es ein alter Kindheitstraum von mir war. Die Vorstellung, den Gipfel zu erklimmen, hat drei Klienten überzeugt – wir haben uns vorbereitet und standen 2008 auf dem Gipfel.

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