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Weiterbildung im Homeoffice Mehr Wissen dank Corona-Push

So machen Sie sich online fit für die Digital-Ära. Die sieben wichtigsten Tipps, um den optimalen Online-Kurs zu finden.

Arbeit und Coronavirus | Von Claudia Obmann |

Seit die rund 50 Bildungszentren von Softwarekonzern SAP weltweit wegen des Coronavirus geschlossen sind, geht es online hoch her. „Der Wissensdurst ist enorm“, sagt Michaela Lämmler. Die Chefin der externen Schulungsplattform von SAP für Kunden und Partner hat das Trainingsangebot im Internet gerade für jedermann gratis zugänglich gemacht.

Momentan lernen auf „open SAP“ bereits rund 950.000 Menschen weltweit virtuell. Vor allem geht es um den Erwerb von IT-Wissen. Bis zu 10.000 Menschen gleichzeitig verfolgen jeweils die aufgezeichneten Vorlesungen zu Robotik, Java-Programmierung oder Blockchain-Technologie.

Der Mix aus Solidarität und geschicktem Marketing lohnt sich für das Dax-Unternehmen. In der Walldorfer Zentrale des Softwarekonzerns laufen derzeit Wetten, wann sich der Millionste Teilnehmer registrieren lässt.

Virtuelle Weiterbildung ist en vogue. Wer im Homeoffice arbeitet und sich stundenlanges Pendeln spart, wer sich wegen der Kontaktsperre langweilt und den Keller bereits entrümpelt hat, denkt an Weiterbildung. Erst recht diejenigen, die unter Kurzarbeit leiden oder von Kündigung betroffen sind.

Große Formatfülle im digitalen Klassenzimmer

Ihnen allen bietet sich jetzt die einmalige Chance, sich bequem von zuhause mit digitalen Arbeitsweisen vertraut zu machen und neues Wissen draufzuschaufeln. Das Angebot in den digitalen Klassenzimmern ist breit gefächert: Von Business Englisch über Führungskräfte-Trainings bis hin zur Umschulung zum CAD-Experten mit IHK-Abschluss oder ein Master-Studiengang im virtuellen Hörsaal einer privaten Hochschule.

Die Formatfülle ist groß. Und  die Preisspanne variiert von kostenlosen Angeboten bis zu mehreren Tausend Euro pro Modul – etwa für einen akademischen Abschluss.

Doch wie dazu nun die passende Online-Fortbildung finden? Zumindest was kostenpflichtige E-Learning-Angebote anbelangt, hilft ein Blick in die Datenbank der Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) weiter. Unter www.zfu.de finden sich aktuell 3700 zugelassene Fernlern- und -studienangebote von 412 Instituten.

„Die sind fachlich und didaktisch geeignet“, sagt Sarah Widany, Abteilungsleiterin beim Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) in Bonn. Die Expertin schränkt aber ein: „Nur weil geprüftes Onlinetraining draufsteht, ist der Erfolg nicht garantiert.“

Checkliste für Online-Weiterbildung

Das Bonner Institut hat daher eine Checkliste angefertigt, mit deren Hilfe sich der passende Kurs eines seriösen Anbieters identifizieren lässt. Hier die 7 Schritte für die beste Auswahl:

1. Angebot prüfen

Checken Sie, ob der Anbieter Erfahrung mit Weiterbildung in Ihrem Themenbereich hat. Bekommen Sie Informationen zu Ziel, Inhalt, Dauer und Ablauf des Trainings? Macht der Anbieter Angaben zu Arbeitsweisen, nötigem Vorwissen sowie eventuellen Prüfungsanforderungen?

2. Kursaufbau erfragen

Die Kurs-Inhalte sollten leicht zugänglich sein, auf Ihren persönlichen Wissensstand abgestimmt und der Stoff auf möglichst vielfältige Weise dargeboten werden: Um neues Wissen zu verankern, könnte zum Beispiel Frontalunterricht mit multimedialen Selbstlerneinheiten abwechseln. Dabei sorgen Online-Lernmaterialien, von Literatur über Videoclips bis hin zum spielerischen Quiz für Abwechslung und Spaß am Lernen. Das erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit.

3. Auf sozialen Austausch achten

Interaktion mit anderen Seminarteilnehmern ist wichtig. Neuer Stoff bleibt besser hängen, wenn er sofort praktisch angewandt wird – Projektarbeit in kleinen Gruppen, virtuelle Präsentationen von Hausarbeiten oder Projektergebnissen vor Trainern oder den anderen Kursteilnehmern bieten sich an.

Wichtig, um die Motivation zu fördern: Die Möglichkeit, positives Feed-back zu erhalten.

4. Trainer checken

Erkundigen Sie sich nach der Qualifikation der Lehrkräfte. Wer Fragen hat, sollte einen Trainer unter vier Augen konsultieren können.

Fragen Sie auch, wie Ihr Lernerfolg überprüft wird und ob es ein Abschlusszertifikat gibt. Wenn ja, sollten Sie klären, ob dieses überregional oder bundesweit anerkannt wird – als Vorbereitung für staatliche Prüfungen.

5. Kleingedrucktes lesen

Prüfen Sie vor Abschluss eines Weiterbildungsvertrags die Bedingungen, die Sie eingehen:

● Sind Rücktritts- oder Kündigungsbedingungen beziehungsweise die Möglichkeit zur Unterbrechung der Teilnahme enthalten?
● Oder entstehen Kosten, falls Sie aus gesundheitlichen oder arbeitsbezogenen Gründen pausieren müssen?
● Erkundigen Sie sich nach den Zahlungsbedingungen, etwa der Möglichkeit zur Teil- oder Ratenzahlung.

6. Kosten klären

Informieren Sie sich über Leistungsumfang und Zahlungsweise. Bedenken Sie, dass neben den eigentlichen Lehrgangskosten oder Teilnahmegebühren auch Nebenkosten entstehen können, zum Beispiel Anmeldegebühren oder Extra-Prüfungskosten.

7. Service ausprobieren

Fragen Sie nach einem Testzugang und checken Sie, wie es um Beratung und technischen Support des Kursanbieters steht.

Wer sich mit dieser Checkliste an die Weiterbildungsanbieter annähert, hat gute Chancen, die individuell richtige Entscheidung zu treffen und das erworbene Know-how später erfolgreich einzusetzen.

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