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Tijen Onaran über perfektes Netzwerken „Die Pflege der Kontakte ist das A und O“

Kür statt Pflicht: Beim Netzwerken geht es vor allem auch um Spaß, Vertrauen und Nachhaltigkeit. Damit kennt sich Tijen Onaran, Gründerin von „Global Digital Women“, bestens aus. Drei schnelle Tipps auf die drängendsten Fragen.

Von Tina Halberschmidt |

„Die Pflege der Kontakte ist das A und O“

Tijen Onaran

Netzwerken darf kein Muss sein. Unter Druck kann es nicht gelingen, sagt Tijen Onaran, Autorin der „Netzwerkbibel“.

Foto: Urban Zintel

Sie hat die „Netzwerkbibel“ geschrieben, ist Gründerin des internationalen Frauennetzwerks „Global Digital Women“, arbeitet als Unternehmensberaterin und diskutiert als Speakerin auf zahlreichen Veranstaltungen mit Leidenschaft über Diversity und digitale Themen. Sie glaubt fest daran, dass „wer nicht sichtbar ist, der findet auch nicht statt“.

Tijen, worin besteht „Die hohe Kunst Netzwerkens“?

Tijen Onaran: Vor allem darin, Netzwerken nicht als Netzwerken zu begreifen.

Denn immer dann, wenn ich denke „Ich muss jetzt netzwerken.“ wird sich das Netzwerken wie ein unliebsamer Punkt auf der „To Do“-Liste anfühlen.

Dabei handelt es sich beim Netzwerken nicht um ein „To Do“, sondern im Idealfall um einen natürlichen Bestandteil des (beruflichen) Lebens. Es geht nicht um wildes Kontaktesammeln, sondern um nachhaltige und loyale Beziehungen.

Welche unterschiedlichen „Netzwerk-Typen“ gibt es?

Tijen Onaran: Es gibt zum Beispiel die Hierarchie-Netzwerker oder auch die Anlass-Netzwerker. Beides halte ich für falsch und nicht zielführend.

Wichtig für einen selbst ist immer, zuerst folgende Fragen zu stellen:

Was kann ich meinem Netzwerk geben?
• Was erwarte ich von meinem Netzwerk?

Erst wenn ich diese Fragen für mich geklärt habe, kann ich auch gut und nachhaltig netzwerken.

Wer sich ein funktionierendes Netzwerk aufbauen will, muss den Menschen im Gedächtnis bleiben. Wie gelingt es, Kontakte zu halten und sich in Erinnerung zu rufen?

Tijen Onaran: Ohne ein Netzwerk keine Sichtbarkeit, aber auch ohne Sichtbarkeit kein Netzwerk. Die Pflege der Kontakte ist das A und O beim Netzwerken.

Dabei geht es nicht darum, jeden Tag anzurufen oder sein Netzwerk mit Newslettern zu malträtieren. Vielmehr ist es wichtig, die sozialen Netzwerke zu nutzen, um das eigene Netzwerk darüber informiert zu halten, mit welchen Themen man sich gerade beschäftigt.

Die Autorin Tina Halberschmidt ist Social Media-Redakteurin der Handelsblatt Media Group.

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