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Selbstmarketing Warum es gut ist, ein persönliches Profil zu entwickeln

Als Person für etwas stehen – darum geht es beim Personal Branding. Wer als Berufstätiger aus der Masse herausragen möchte, sollte deswegen an seinem Profil arbeiten. Karriere.de gibt die besten Tipps dazu.

dpa |

Warum es gut ist, ein persönliches Profil zu entwickeln

Profilbildung

Eine persönliche Marke aufbauen – dazu ist es wichtig, sich gut vorzubereiten und in sich hineinzuschauen.

Foto: Edgar Pereira on Unsplash

Menschen folgen lieber Menschen und nicht Marken. Das ist die Überzeugung von Ibrahim Evsan. Seit zehn Jahren berät der Digitalisierungsexperte aus München Unternehmer und Freischaffende dabei, wie sie sich selbst zur Marke machen.

Nachahmen hilft: Bei den Erfolgreichen abgucken

Beispiel Elon Musk: Ob er nun Chef von Tesla sei oder von Apple, sei eigentlich egal, so Evsan.

Denn es gehe um die Person Elon Musk – und wofür er steht. Der Unternehmer verkauft sich als Visionär, als Weltverbesserer, gleichzeitig gilt er als aufbrausend und unberechenbar.

Damit ist er erfolgreich – zumindest im Netz: Dem offiziellen Twitter-Account von Tesla folgen knapp vier Millionen Follower, Elon Musk mehr als 27 Millionen.

Jedem, der sich auf dem Arbeitsmarkt etablieren will, ob als Architekt, Fotograf oder Designer, aber auch als Arbeitnehmer, hilft eine Marke, die ihn aus der Masse heraushebt.

Personal Branding, wie die persönliche Markenbildung aus dem Englischen übersetzt werden kann, stehe in Deutschland noch am Anfang, sagt Evsan. Sie werde aber immer wichtiger.

Den einzigartigen Kern erkennen: Bei sich selbst anfangen

Petra Wüst, Expertin und Coach für Self Branding und Selbstmarketing aus Basel, empfiehlt zu Beginn der Markenbildung immer den Blick nach innen: „Als erstes muss man seinen individuellen Kern herausfinden.”

Fragen wie

  • „Wer bin ich?”

  • „Was sind meine Stärken?”

  • „Welche Emotionen habe ich?”

stünden am Anfang der Entwicklung einer eigenen Marke.

Mit ihren Kunden arbeitet die Beraterin deren drei größte Stärken heraus. Die Kombination dieser drei Stärken ergibt in der Regel das Besondere einer Marke. „Jeder Mensch ist einzigartig”, sagt Wüst.

Diese Einzigartigkeit müsse man nur sichtbar machen.

Evsan empfiehlt, eine eigene Geschichte zu entwickeln – eine Erzählung über sich selbst, in der herausgearbeitet wird, welche Ereignisse und Erfolge einen zu dem Menschen gemacht haben, der man ist.

„Den inspirierenden Funken” in der eigenen Vita finden, formuliert es Evsan.

Sich online profilieren: Den Marktwert an der richtigen Stelle pushen

Ein eigenes Profil, das mithilfe einer Personal Brand zur Vermarktung dient, kann Einzelnen dabei helfen, aus der Masse herauszustechen.

Evsan empfiehlt, sich früh zu überlegen, auf welchen Online-Plattformen man vertreten sein möchte: Twitter, Facebook, Linkedin oder doch eine eigene Website?

Die Darstellung in sozialen Netzwerken ist nicht nur für die eigene Dienstleistung von Bedeutung. Je mehr Menschen einem in den sozialen Netzwerken folgen, desto höher wird auch der Marktwert des eigenen Profils.

Arbeitgeber wissen das. Mit vielen Followern könne bei einer Neuanstellung unter Umständen das doppelte Gehalt ausgehandelt werden, so Evsans Einschätzung.

Substanz zeigen: Mit guten Inhalten überzeugen

Doch nicht alle Unternehmen sehen es gerne, wenn ihre Mitarbeiter in sozialen Netzwerken präsent sind. Michael Bernecker, Geschäftsführer des Deutschen Instituts für Marketing GmbH, sagt, einige Arbeitgeber verbieten Facebook & Co. am Arbeitsplatz – vor allem in Industriebetrieben, in denen die Chefs nicht mit dem Internet aufgewachsen sind und die Diskretion schätzten.

Personal Branding hänge immer vom beruflichen Kontext ab. Für alle Freiberufler und alle Arbeitnehmer oder Führungskräfte, die in ihrer Arbeit eine hohe Sichtbarkeit benötigten, sei eine Personal Brand jedoch essenziell.

Der einzige Nachteil beim Personal Branding: wenn die Marke etwas Falsches vermittelt. „Personal Branding funktioniert nicht, wenn es keine Substanz hat”, so Bernecker. „Wenn nur das Ego spricht und kein Inhalt vermittelt wird, ist die eigene Marke sinnlos”, ergänzt Evsan. 

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