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Gründer Die 5 besten Start-up-Hacks, mit denen Sie jetzt Erfolg haben

Ein Start-up zu gründen bedeutet viel Einsatz und Organisationsaufwand. Wer weiß, wie es andere geschafft haben, hat es leichter voranzukommen: Mit diesen Tricks überwinden Sie die schwierigsten ersten Hürden als Entrepreneur.

Von Anne Koschik |

Die 5 besten Start-up-Hacks, mit denen Sie jetzt Erfolg haben

Große Träume – großer Erfolg

In Start-ups schlummern oft die besten Ideen. Sie erfolgreich umzusetzen ist leichter als gedacht.

Foto: Jeremy Perkins on Unsplash

Die Start-up-Welt hat ihre eigenen Regeln, bricht mit alten Gesetzen und zeigt Innovationen auf. Autor Bernhard Kalhammer gibt Einblicke in dieses umtriebige Leben und zeigt, mit welchen Hacks es den Besten gelungen ist, bis ganz nach oben vorzustoßen.   

Hack 1: Wie Sie an Geld kommen

Das sollten Sie wissen:
An der Finanzierung soll Ihre gute Idee nicht scheitern: Wenn Investoren bei Ihnen nicht gerade Schlange stehen, ist Crowdfunding ein profundes Mittel, um sich gleich in zweifacher Hinsicht gut ins Geschäft zu bringen.

Denn mit dieser Form der Kapitalbeschaffung, bei der eine Gruppe von Personen Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung finanziell sponsort, lässt sich nicht nur das nötige Geld einsammeln, sondern auch eine erste Community rund um das eigene Unternehmen aufbauen.

Mit Crowdfunding finanzieren Start-ups seit gut zehn Jahren ihre ersten Gehversuche am Markt. Es bietet sich vor allem für physische Produkte, Games (mit einer bereits bestehenden Community, Revival Games), Kunstprojekte, Filmproduktionen etc. an.

Bekannte Crowdfunding Plattformen sind zum Beispiel:

- Kickstarter

- Startnext

- Indiegogo  

Wichtig bei der Auswahl der richtigen Plattform ist es sicherzustellen, dass die Zielgruppe und regionale beziehungsweise internationale Ausrichtung zum Produkt passen. Wer hier ins Schwarze trifft, kann ein Projekt positiv beeinflussen.

Am Beispiel lernen:
Das Münchener Modeunternehmen „Suck My Shirt” ging 2014 an den Start. CEO & Co-Founder Alexander Gral war sich damals nicht sicher, ob ein Label mit Heimatbezug überhaupt eine Chance am Markt hatte.

Um die Lage besser einschätzen zu können, wählte er den Crowdfunding-Weg. Was er dafür tun musste: eine professionelle Präsentation hinlegen, um die Geldgeber zu überzeugen: Denn 10.000 Euro wollte er in 30 Tagen einsammeln.

Sein Traum wurde Wirklichkeit. In nur einem Monat fand er 287 Unterstützer, die 14.718 Euro für den Kick-off ihrer neuen Wunschmarke springen ließen. So kam nicht nur das nötige Kapital zusammen, Kral konnte sich jetzt auch ein besseres Bild seiner künftigen Kundschaft machen.

Der Hack ist sinnvoll, weil…
… neben dem Kapital eine erste loyale Marken-Community um das eigene Produkt aufgebaut wird. Als Unterstützerin des Projekts trägt diese Gemeinschaft die Idee weiter in ihr eigenes Netzwerk. Diese kostenlose Werbung durch Mundpropaganda ist nicht zu unterschätzen.   

Hack 2: Wie Sie sich Reichweite verschaffen

Das sollten Sie wissen:
„Reichweite ist die neue Währung“: Entweder man kauft diese teuer ein (via Performance Marketing wie Google Ads oder Facebook Ads etc.) oder man baut sich diese Reichweite selbst auf.

Dieser Weg ist zwar etwas aufwendiger als Werbung zu schalten, aber kann nachhaltiger und vor allem kosteneffizienter sein.

Der kluge Einsatz der sozialen Medien ist erste Wahl: Denn praktisch jeder besitzt bereits eigene Reichweite in den sozialen Medien – sei es auf Facebook, Instagram oder LinkedIn, die sich sehr gut für einen Produkt-Launch nutzen und sukzessive ausbauen lässt. Mit der Hilfe von Personal Branding verleiht man seinem Unternehmen ein Gesicht hinter der Marke. Egal ob B2C oder B2B – Menschen kaufen von anderen Menschen.

Am Beispiel lernen:
Mit Solidmind gründete Lars Müller ein Start-up für Nahrungsergänzungsmittel. Sein wichtigster USP, um sich von zahlreichen Mitbewerbern abzuheben, bestand darin zu zeigen, dass hier werteorientierte Mitarbeiter für ihre Kunden arbeiten: Menschen machen ein gutes Produkt für andere Menschen.

Die Kunden honorierten das, da sie sich mit dem ganzen Team hinter der Marke identifizieren konnten. Die Geschichte rund um die Marke zog – und verbreitete sich schnell über die sozialen Medien.

Der Hack ist sinnvoll, weil…
… das Thema Personal Branding einen hohen Grad an Identifikation beim Kunden hervorruft und Nähe aufbaut: Menschen kaufen am liebsten von Menschen, denen sie vertrauen.

Hack 3: Wie Sie sich einen guten Namen machen

Das sollten Sie wissen:
Wie schafft man es nun, Werbung für sein Unternehmen zu machen, ohne riesige Budgets zu investieren? Die Marketing-Technik „Growth Hacking“ hilft.

Sie wurde in Start-ups aufgrund oft fehlender Budgets entwickelt und nutzt auf innovative Weise virales Marketing und Content Marketing, um so große Reichweiten und Aufmerksamkeit zu erzielen.

Ein Beispiel für einen gelungenen Growth Hack ist das Thema Guerilla Marketing bei einem großen öffentlichen Event.

Am Beispiel lernen:
Das Team von Ottonova, Deutschlands erste digitale private Krankenversicherung, schaffte es ausgerechnet mit den Bundestagswahlen, um auf sich aufmerksam zu machen – und das zunächst außerhalb des Internets. 

Für eine Plakatkampagne entwickelten Gründer Roman Rittweger und seine Mitarbeiter Werbeplakate im Stil der bekannten Parteien und bedruckten diese mit den eigenen Konterfeis und Ottonova-Claims, die für die Vorteile ihres Start-ups werben sollten.

Die freche Aktion, die in München, Berlin und Hamburg für Furore sorgte, war zwar nicht ganz billig, sorgte aber für einen hohen Return on Invest, da die gesamte Presse Gefallen am Thema fand und ausgiebig darüber berichtete.  

Der Hack ist sinnvoll, weil…
… sie jungen Unternehmen bei voraussichtiger Planung zahlreiche kostenlose Erwähnungen in der Presse und damit weite Verbreitung einbringen kann.

Hack 4: Wie es Ihnen gelingt, mit den Besten zu netzwerken

Das sollten Sie wissen:
Podcast heißt das Zauberwort. Darin lassen sich wunderbar Interviews mit passenden Branchengrößen unterbringen. Anfragen zu einem Podcast-Interview werden zu 95 Prozent angenommen: Die meisten Menschen fühlen sich sehr geschmeichelt, wenn Sie öffentlich über ihre Arbeit, ihre Leistung und ihre Produkte berichten dürfen.

Im Interview entwickelt sich schnell eine tiefere Beziehung zum Gesprächspartner, aus der nicht selten engere und nachhaltige Bindungen entstehen.

Am Beispiel lernen:
Tobias Beck hat als Keynote-Speaker und Coach Erfolg mit seiner eigenen DNA. Mittels eines erfolgreichen Podcast ist es ihm gelungen, diese Marke aufzubauen.

Und das ging so: Beck interviewte über mehrere Jahre Unternehmer und Menschen, die etwas zu sagen hatten. Darüber baute er sich ein großes Netzwerk auf, lud immer wieder prominente Persönlichkeiten ein und wurde schließlich selbst eingeladen.

Glaubwürdigkeit und Vertrauen, das er vermittelte, brachten ihm Zuhörer und ein Publikum ein, das ihn heute feiert und ihn zu einem hochbezahlten Sprecher werden ließ.

Der Hack ist sinnvoll, weil…
… er sich als geschickter Türöffner erweist. In erster Linie dient ein Podcast zwar dazu, der eigenen Community durch den produzierten Content einen Mehrwert zu liefern.

Der Kontakt zum Interviewpartner hat aber eine viel größere Bedeutung, da hierdurch sukzessive ein prominentes und tragendes Netzwerk aufgebaut werden kann.  

Hack 5: Wie Sie mit Pokerstrategien noch erfolgreicher werden  

Das sollten Sie wissen:
Was können Unternehmer von einem Pokerspieler lernen? Ziemlich viel, denn ein professioneller Pokerspieler trifft während seines Spiels extrem viele Entscheidungen über Investitionen, die er tätigen will oder lieber sein lässt.

Ein Beispiel hierfür ist die „Tight Aggressive“-Strategie im Poker: Ein guter Pokerspieler nutzt nur ein Fünftel aller sich ihm bietenden Möglichkeiten.

Warum? Weil nicht jede anfängliche Kartenauswahl eine gute Investition darstellt, sondern statistisch gesehen nur 20 Prozent. Darauf wartet er, bevor er sich überhaupt auf den Kampf einlässt und dann aber aggressiv agiert und investiert.

Die Taktik ist auch im Management oder in Alltagssituationen des Berufslebens anwendbar. Letztlich geht es darum zu entscheiden, was wichtig ist, was getan werden muss, wofür es sich lohnt, richtig Gas zu geben.

Wie im Poker ist es auch fürs Business immens wichtig, sich richtig vorzubereiten, Gesprächs- und Verhandlungspartner im Vorfeld zu studieren und seine Denkmuster zu durchschauen.

Am Beispiel lernen:
Nach seinem erfolgreichen Studium an einer privaten Business School stieg Unternehmersohn Jan Heitmann, heute Deutschlands bekanntester Poker-Experte, erstmal aus. Eine ganzjährige Europareise finanzierte er sich durch sein Hobby: Poker spielen.

Und blieb dabei, weil er so erfolgreich war. Neben TV-Auftritten als Koryphäe verdient er sein Geld mit Seminaren zu „Gedankengängen eines Pokerspielers“. Dort zeigt er gerne, wie man mit Gewinnwahrscheinlichkeiten im Arbeitsleben operiert. Und so lebt er auch. Nämlich gut.

Der Hack ist sinnvoll, weil…
… Pokern uns lehrt, niemals alles auf eine Karte zu setzen – weder bei Investitionen noch bei Absatzkanälen – und die eigene Energie nur für die absolut wichtigen Dinge einzusetzen.

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