Geschäftliche Weihnachtskarten So bleibt Ihre Weihnachtspost in Erinnerung

Der Countdown für die Weihnachtspost läuft. Mit diesen Tipps stechen Sie aus der Masse heraus.

Von Eva Neukirchen |

So bleibt Ihre Weihnachtspost in Erinnerung

Handgeschriebene Karten sind persönlicher

Tannenbäume sind auf Weihnachtskarten ein beliebtes Motiv.

© LOOK/Getty Images

Handschriftliche Weihnachtskarte statt elektronischer Weihnachtspost

Die Regel klingt simpel, macht aber viel Arbeit: Wer nicht möchte, dass die Wünsche zum neuen Jahr im Spam-Ordner des E-Mail-Postfaches verschwinden, sollte unbedingt zu Papier und Stift greifen – am besten einem Füller.
„Eine handgeschriebene Optik macht alles viel persönlicher“, weiß Jeanette Mokosch, die ein Onlineangebot für Kalligrafie und Design betreibt. „Um Zeit und Geld zu sparen kann man durchaus eine schöngeschriebene, handschriftliche Vorlage erstellen und diese dann drucken lassen – je nachdem wie vielen Kunden oder Geschäftspartnern man schreiben möchte.“ Im Internet gibt es auch Anbieter wie Pensaki oder Wunderpen, die handschriftliche Postkarten als Dienstleistung anbieten - von Menschen- oder von Roboterhand.


Weihnachtskarte oder Weihnachtsbrief?

Einen ganzen Brief zu verfassen ergibt nur bei wirklich langjährigen Geschäftsbeziehungen Sinn. Sich für die gute Zusammenarbeit zu bedanken gehört zu einer geschäftlichen Weihnachtspost immer dazu, allerdings könnte sich das Bezug nehmen auf bestimmte gemeinsame Erfolge des zurückliegenden Jahres oder besondere Ziele und Projekte des neuen Jahres auszahlen. Auch hier gilt: Je persönlicher und detaillierter, desto besser. Aber eben nur, wenn Sie so auch eine ganze Seite füllen können.


Individuelle Ansprachen statt Sammelanreden

Formulierungen wie „Lieber Geschäftspartner“ oder „Sehr geehrter Kunde“ erinnern eher an Massenabfertigung als an Besinnlichkeit. Gerade bei einer großen Anzahl an Karten wird in der Hektik schnell zur Serienbrieffunktion gegriffen, was die Individualität der Karte zerstört. Eine Unterschrift mit dem Füller zeigt Stil und vor allem, dass der Absender sich Zeit für seine Grüße genommen hat.

Klassisches oder kreatives Kartenmotiv bei der Weihnachtspost?

Eine glitzernde Jahreszahl, schmucke Weihnachtskugeln, Kerzen oder Tannenbäume – das sind die Klassiker unter den Karten, die Firmen um die Weihnachtszeit herum verschicken.


Gerade kleinere Betriebe oder junge Start-Ups können sich aber auch etwas mutiger zeigen und zu ausgefalleneren Motiven greifen. „Wir haben beispielsweise eine Karte mit einem Nikolaus, der eine Leiter hochsteigt“, sagt Christoph Behn, Geschäftsführer der Kartenmacherei, einem Onlineshop aus Bayern. Diese komme besonders bei Handwerksbetrieben gut an. Eine Karte mit Zahnrädern im winterlichen Stil werde gerne von Ingenieurbüros gewählt.
Kunden müssten beim Öffnen des Umschlags spüren, dass sich die andere Seite Gedanken gemacht hat und die Karten zum Unternehmen passen. Das gelte auch für das Papier des festlichen Grußes. Seit zwei Jahren gehe der Trend eindeutig zu Kraftpapier oder Karten mit Lack, erzählt Behn aus der Praxis.


Der Umschlag – Der erste Eindruck Ihres Weihnachtsgrußes

„Der Umschlag ist wie eine Haustür oder der Rahmen für ein Bild“, meint Kalligrafie-Expertin Jeannette Mokosch. „Viele Kunden geben sich sehr viel Mühe mit dem Inhalt und dann kommt einfach eine Marke drauf und die Adresse wird lieblos und schnell dahin geschrieben.“ Die Künstlerin hat schon für viele Unternehmen Briefe beschriftet, Karten kalligrafiert und auch Bücher, die an Geschäftskunden verschenkt werden, personalisiert. Ihr wichtigster Tipp: Papier und Stifte vorher auf einem Schmierzettel ausprobieren – und unbedingt prüfen, ob die Textlänge auf die Karte passt. Und für die handschriftliche Adresse gibt es sogar besondere Schablonen, „damit die Adresse nicht schief auf dem Umschlag steht“, so Kalligrafie-Profi Mokosch.


Fotos machen die Weihnachtspost noch persönlicher

Nur wenn die Karten wertig und persönlich wirken, bleiben sie in Erinnerung. Seit einiger Zeit würden auch immer mehr Unternehmen Karten mit Fotos versenden. „Gerade kleinere Unternehmen greifen da zu und zeigen ihr gesamtes Team – das macht die Grüße sehr persönlich“, meint Behn.
Frühzeitig sollten diejenigen ihre Weihnachtspost verschicken, die mit den Grüßen eventuell noch die Hoffnung verbinden, zum Jahresende ein Geschäft an Land zu ziehen. Bei der Kartenmacherei beginnt das Jahresendgeschäft bereits Anfang Oktober, Mitte Dezember herrsche Hochkonjunktur.


Zum guten Schluss: Die richtige Marke

Und wenn die Anzahl der Geschäftskunden noch so groß ist und die Zeit zum Fest oder zum Beginn des Resturlaubs knapp: Die fertigen Grußkarten gehören nicht in die Frankiermaschine. Das wirkt wenig persönlich. Besonders gut kämen laut Mokosch auch personalisierte Weihnachtsbriefmarken an. Diese bietet die Deutsche Post in ihrem Onlineshop an.
Und wer es nicht rechtzeitig zum 24.12. schafft, für den bietet die Post auch noch Karten mit einem „Dinner-for-One-Motiv“ an. Dann können immer noch die Neujahrswünsche verschickt werden.

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