Wunscharbeitsland Was lockt in die Ferne?

Eine Umfrage der Bank HSBC zeigt: Welches Ziel geeignet ist, hängt von persönlichen Vorlieben ab.

Mathias Peer |

Was lockt in die Ferne?

Arbeiten in traumhafter Umgebung

Foto: forcdan/Fotolia.com

+++ Karriere +++
Wer vor allem Wert darauf legt, viel Verantwortung zu übernehmen und im Unternehmen aufzusteigen, sollte sich für das Reich der Mitte entscheiden. Deutsche Großunternehmen und Mittelständler sind in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt bereits stark vertreten, sie wollen ihre Präsenz aber weiter ausbauen. Die Zahl der Auslandsentsendungen heimischer Firmen nach China wächst derzeit mit Abstand am stärksten. Das sorgt für sehr gute Jobchancen.

Denn die Arbeitgeber trauen ihren Expats in China viel zu: Sieben von zehn Befragten geben in der HSBC-Umfrage an, dass sie in China bessere Möglichkeiten im Job vorfanden. Damit ist die Zufriedenheit der Karriereorientierten so groß wie nirgendwo sonst auf der Welt. Auf Platz zwei liegt der Stadtstaat Singapur, wo rund jeder zweite Ausländer durch den Einsatz in der Ferne die Karriereleiter nach oben steigen konnte.

+++ Gehalt +++
Das Leben in der Schweiz ist nicht billig. Zürich, das wirtschaftliche Zentrum des Landes, gilt als eine der teuersten Städte der Welt. Wer von seinem Unternehmen hierhin geschickt wird, muss sich darüber aber keine großen Sorgen machen. Denn das ökonomisch starke Land lockt Ausländer mit sehr hohen Gehältern. Im europäischen Vergleich verdienen Auswanderer in dem Alpenland am meisten.

Nicht nur die absoluten Einkommen sind hoch: Auch nach Abzug der Fixkosten erreicht die Schweiz eine Spitzenplatzierung im internationalen Expat-Ranking. Sieben von zehn Befragten geben an, dass sie nach ihrem Umzug mehr Geld zur freien Verfügung hatten als vorher. Die Stimmung unter den Zugewanderten ist dementsprechend positiv: Fast 90 Prozent zeigen sich zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Gastlandes.

+++ Freizeit +++
Tropische Strände, gutes Essen und ein pulsierendes Großstadtleben in der Metropole Bangkok machen das südostasiatische Land nicht nur zum gefragten Urlaubsziel. Auch als Arbeitsort ist Thailand sehr beliebt. In der Kategorie Lebensqualität ist das Land aus Sicht der Ausgewanderten im internationalen Vergleich die erste Wahl.

Sie sehen zahlreiche Vorzüge: Die überwiegende Mehrheit der Befragten gibt an, dass es sehr leichtfällt, Freunde zu finden und sich in die lokale Kultur zu integrieren. Auch die Ernährungsumstellung fällt den Ausländern nicht besonders schwer. Die thailändische Küche ist unter allen untersuchten Gastländern die beliebteste. Für ein angenehmes Leben sorgen auch die niedrigen Lebenshaltungskosten: Vor allem für Transport, Kleidung, Nahrungsmittel und Mieten müssen die Thailand-Expats weniger ausgeben als zu Hause.

+++ Erziehung+++
Wer Kinder hat, muss beim Umzug in ein anderes Land mit einem erheblichen Zusatzaufwand rechnen. Vor allem die Suche nach geeigneten Kindergärten und Schulen gestaltet sich vielfach als äußerst schwierig und auch kostspielig. Doch die Unterschiede sind groß. Frankreich legt Eltern besonders wenig Steine in den Weg: Bei der Zufriedenheit mit der Kinderbetreuung liegt das Land weltweit auf dem ersten Platz. Auch bei der Gesundheitsversorgung des Nachwuchses und beim Bildungssystem kommen die Franzosen nach Einschätzung der Expats auf einen internationalen Spitzenrang.

Die Kosten halten sich im Rahmen: Im weltweiten Durchschnitt müssen zwei Drittel der Eltern nach dem Umzug in eine neue Heimat mehr Geld für die Erziehung aufwenden. Bei den Frankreich-Auswanderern trifft dies lediglich auf jede zweite Familie zu.

+++ Liebe +++
Viele Auswanderer finden ihren Lebenspartner am anderen Ende der Welt. Doch die Chance auf das große Glück in der Liebe scheint nirgendwo so groß zu sein wie in Brasilien: Fast zwei Drittel der Ausländer, die wegen des Jobs in das südamerikanische Land gezogen sind, geben an, dass sie dort ihren Lebenspartner gefunden haben. Im weltweiten Schnitt fanden nur 40 Prozent der Expats ihren Partner fern der Heimat.

Dass das Beziehungsleben in Brasilien besonders positiv verläuft, könnte damit zusammenhängen, dass Ausländern dort die Integration in die Gesellschaft leichter fällt als in allen anderen Ländern, die untersucht wurden. Die Expats leisten dazu auch selbst einen entscheidenden Beitrag: Neun von zehn Befragten geben an, dass sie sich bemühen, die Landessprache Portugiesisch zu lernen. Im globalen Durchschnitt behaupten das nur 60 Prozent der Expats von sich.

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