Mein schlimmster Job Tauchgang in einer Kuh

Ganz schön warm hier: Für einen Sketch musste Anke Engelke in eine Kuh eindringen und hoffen, dass die nicht plötzlich austritt.

Mariam Schaghaghi | , aktualisiert

Mein schlimmster Job war ein Dreh für meine Sendung ,Ladyland'. Dabei musste ich mit einem Handschuh in eine Kuh eintauchen, die in unserer Geschichte gerade gekalbt hatte. Das war schon etwas grenzwertig, auch, weil ich Angst hatte. Nicht so sehr, dass ich der Kuh wehtue. Der Bauer hatte mir gesagt, das sei kein Problem, die sei das gewöhnt, dass jemand in ihrem Bauch rumpopelt. Oder in ihrer Gebärmutter oder was das da bei den Kühen ist, ich habe keine Ahnung. Aber ich stand direkt hinter ihr und hatte Angst, dass sie austritt. So eine Kuh ist ja schon ein Riesentier. Und ich möchte von so jemandem nicht getreten werden.

In dem Sketch spielte ich eine Immobilienmaklerin, eine gestresste, zickige, doofe, und ich musste nebenbei jemanden anrufen und ihm erklären, wo ich bin. Also habe ich am Telefon eben gesagt, dass ich in einer Kuh stecke. Das war eine ziemlich skurrile Situation, aber toll geschrieben und eine super Rolle. Das war extrem lustig. Nur dass ich da hinter ihrem Pupsloch stehe und eine Etage tiefer eintauchen musste, das war ... das war doch fremd und nicht unbedingt das, was man täglich macht. Da musste ich mich sehr überwinden.

Und es war ganz schön warm in der Kuh, so um die 38 Grad. Fast schon heiß. Warum ich mich nicht gedrückt habe? Nein, dazu war die Geschichte einfach zu lustig. Das las sich schon auf dem Papier so komisch. Fand ich super. Vor dem Dreh jedenfalls. Im Stall merkte ich, dass ich doch ordentlich Bammel habe. Eklig war das aber nicht. Das war eine ganz gepflegte, freundliche Kuh. Nur dass sie halt Hufe hatte. Und das hätte wirklich unangenehm werden können.

Ich dachte auch, ich trete der jetzt zu nahe, ist ja was Intimes, aber da meinte der Bauer: ,Nee, nee, das kennt die Kuh schon.' Der Regisseur hat mich auch dauernd angetrieben und rief: ,Jetzt mach! Jetzt mach!' Die Zeit läuft einem dann ja auch immer weg. Da kann man nicht sagen: ,Jetzt gib mir noch 'ne Stunde, ich möchte erst mit der reden oder die ein wenig kennenlernen, mich mit ihr auf die Wiese zurückziehen und Blumen essen oder so.' Als der Dreh schließlich vorbei war, war ich wirklich erleichtert. Das bin ich sonst nicht, weil ich wirklich gerne arbeite und das mag, was ich mache. Aber da war ich doch sehr froh, dass es nicht zu einem Unfall gekommen ist."

Anke Engelke, 42, ist ab dem 7.November in neuen Folgen ihrer Comedy-Serie "Ladykracher" auf Sat1 zu sehen.

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