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Job-Anforderungen Fehlen Ihnen relevante Fremdsprachenkenntnisse, können Sie Ihren Job verlieren

Fremdsprachen können in einem Job so wichtig werden, dass Mitarbeiter sie beherrschen müssen. Ansonsten droht die Kündigung. Allerdings müssen Arbeitgeber nachweisen, dass die Sprachkenntnisse zwingend erforderlich sind.

dpa |

Fehlen Ihnen relevante Fremdsprachenkenntnisse, können Sie Ihren Job verlieren

Kündigung

Wer die Job-Anforderung nicht erfüllt, kann schnell auf der Straße sitzen.

Foto: Priscilla du Preez on Unsplash

Wenn sich im Laufe Ihres Arbeitsverhältnisses die Anforderungen an Ihren Job ändern, sollten Sie versuchen, diese schnell zu erfüllen. Dies kann bei Versetzungen und Umstrukturierungen der Fall sein. Denn werden Sie den Anforderungen nicht gerecht, kann Ihr Arbeitgeber Sie unter Umständen entlassen.

So können zum Beispiel notwendige fehlende Fremdsprachkenntnisse eine personenbedingte Kündigung rechtfertigen.

Doch hier geht es ums Detail: Denn die personenbedingte Kündigung kann der Arbeitgeber nur dann aussprechen, wenn etwa gutes Englisch für die Tätigkeit zwingend erforderlich und nicht nur wünschenswert ist.

Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln (Az.: 6 Sa 489/18) hervor, auf das der Bund-Verlag verweist.

Keine Probleme im Job – keine personenbedingte Kündigung

Im konkreten Fall ging es um eine Buchhalterin in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Der Arbeitgeber kündigte der Frau, weil er sie in der Folge größerer Umstrukturierungen seiner Ansicht nach nicht mehr einsetzen konnte. Der Frau fehlten seiner Ansicht nach die für die Arbeit nötigen Englischkenntnisse in Wort und Schrift.

Die zu erledigenden Aufgaben hätten sich zwar nicht geändert, aber die Anforderungen an die Stelle im Rahmen der Umstrukturierung.

Die Kündigung war nach Entscheidung der Richter unwirksam. So erkannten sie nicht an, dass die Englischkenntnisse für das Arbeitsverhältnis zwingend notwendig seien: Zum einen sei die Geschäftssprache des Betriebs nicht Englisch. Und zum anderen habe die Frau jahrelang auf einer Stelle gearbeitet, für die im Anforderungsprofil gute Englischkenntnisse vorgeschrieben waren – und das bislang ohne nennenswerte Probleme.

Reine Wunschanforderungen – keine betriebsbedingte Kündigung

Zudem ergebe sich auch aus dem Wunsch des Arbeitgebers, nur noch Mitarbeiter mit guten Englischkenntnissen zu beschäftigen, kein dringender betrieblicher Grund, der eine Kündigung rechtfertigt. Ein solcher Grund existiert nur, wenn eine Kündigung aufgrund der betrieblichen Lage unvermeidbar ist.

In der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gebe es aber selbst nach der Umstrukturierung Buchhaltungsaufgaben, die ausschließlich die deutschen Tochtergesellschaften betreffen – und mit der die Buchhalterin betraut werden könne.

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