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Neuer Job Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl

Wer in seiner Stelle nicht glücklich wird, ist oft selbst schuld. Drei Tipps für die richtige Jobwahl.

Von Eva Neukirchen |

Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl

Innehalten, überlegen, reflektieren

Bevor man den neuen Arbeitsvertrag wirklich unterschreibt, sollte man sich wirklich sicher sein.

© imago/Westend61

Mehr als jeder dritte Jobsuchende (39 Prozent) hat schon einmal eine neue Stelle angetreten, obwohl er nicht vollständig überzeugt war, das richtige zu tun. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Personaldienstleisters Robert Half.

„Die Befragung macht deutlich: Bewerber müssen bei der Jobsuche stärker auf ihr Bauchgefühl hören. In vier von fünf Fällen stellt es sich als Fehler heraus, ein Jobangebot angenommen zu haben, von dem man nicht überzeugt ist“, erklärt Christian Umbs, Managing Director bei Robert Half. So geben 78 Prozent der Befragten anschließend an, mit der neuen Stelle unglücklich zu sein. Selbst wenn Arbeitnehmer merken, dass sie im neuen Job nicht glücklich sind, hält jeder Dritte trotzdem am Arbeitsverhältnis fest. „Da ist die Sorge, als Jobhopper wahrgenommen zu werden, leider noch weit verbreitet“, weiß Umbs.

Natürlich machen sich häufige Jobwechsel im Lebenslauf nicht besonders gut und wirken im weiteren Berufsleben unbeständig – trotzdem sollte jeder Arbeitnehmer auch auf sein Bauchgefühl hören.

Wenn schon vor der Vertragsunterzeichnung ein schlechtes Gefühl aufkommt, ist das ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmen könnte. Eine Studie des SEO- und Online-Marketing-Spezialisten Semrush zeigt, dass Arbeitnehmer sich besonders nach Wertschätzung im Job sehnen. Fehlt diese allerdings bereits im Vorfeld, sollte der Wechselwillige aufhorchen.

Tipp 1: Arbeitsvertrag gründlich prüfen

Lesen Sie den Arbeitsvertrag gründlich und prüfen Sie die wichtigen Eckpfeiler: Gehalt, Urlaubstage, mögliche Benefits und Sonderzahlungen. Auch die Möglichkeit von zuhause zu arbeiten sollte geregelt sein.

Wenn beispielsweise der Inhalt des Arbeitsertrages von dem abweicht, das im Vorstellungsgespräch oder bei den Gehaltsverhandlungen besprochen worden ist, sollte man für klare Verhältnisse sorgen. Eine Nachfrage beim Unternehmen kann das mulmige Bauchgefühl verschwinden lassen oder es bestätigt sich, dass beide Parteien nicht zusammenpassen.

Tipp 2: Gespräche suchen

Reden Sie mit Freunden und Familie über ihren neuen Job. Sprechen Sie darüber, was Ihnen eventuell noch Kopfzerbrechen bereitet und warum Sie sich nicht vollständig sicher sind, ob Sie dies Stelle antreten wollen. Von außen betrachtet wird vieles nüchterner gesehen und diese Menschen kennen Sie und wissen, womit Sie bei ehemaligen Arbeitsstellen glücklich waren und was Sie schon immer gestört hat.

Tipp 3: Pro- und Contra-Liste

Oft hilft es, seine Gedanken zu ordnen und Listen zu erstellen. Was sind die Vorteile des Arbeitsangebots und welches die Nachteile? Wägen Sie ab, ob Sie beispielsweise für das neue, höhere Gehalt wirklich eine weitere Anfahrt zum neuen Arbeitgeber in Kauf nehmen wollen. Längeres Pendeln bedeutet weniger Freizeit.

„Bewerber müssen ihre Erwartungen gegenüber dem Arbeitgeber deutlich machen und den Mut haben, im Zweifel ein unpassendes Jobangebot abzulehnen. Nur so bekommt man den Job, mit dem man langfristig glücklich wird“, rät Christian Umbs von Robert Half.

Absagen

Wenn Bewerber sich dazu dann doch entschließen ein Jobangebot abzulehnen, sollte diese Entscheidung dem Unternehmen fair, offen und zeitnah kommuniziert werden. „Ob dem Arbeitgeber schriftlich oder telefonisch abgesagt wird, liegt im Ermessen des Bewerbers. Entscheidend ist, dass der Kandidat sich persönlich zurückmeldet“, betont Umbs. „So bleibt die Tür für zukünftige Bewerbungen geöffnet.“ Werde dem potenziellen neuen Arbeitgeber keine Rückmeldung gegeben, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Tür zu diesem Arbeitgeber für immer verschlossen bleibt.

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