Klassische Frage im Jobinterview Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Absichtlich fordert der Personaler oder Ihr Chef Sie heraus: Ob im Vorstellungs- oder Jahresgespräch – die Frage nach Ihren Zukunftsplänen verlangt nach ausgefeilten Antworten.

Bewerbung – ganz einfach | Von Anne Koschik |

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

Blick in die Zukunft

Karrierepläne sollten Sie gut durchdenken, um sie dann dem Chef oder Personaler bestens präsentieren zu können. Das Video unten zeigt, wo die Gefahren lauern.

Foto: imago/Westend61 (M)

Lassen Sie sich nicht irritieren. Die häufig als provokant empfundene Frage zielt darauf ab, Sie als Bewerber beziehungsweise Mitarbeiter besser einschätzen zu können.

Deswegen empfehlen Karriereberater wie das Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader oder Karrierecoach Martin Wehrle, sich sehr gut auf diese Frage vorzubereiten und sich durch souveräne Selbstpräsentation von der Masse abzuheben. Ganz nebenbei beweisen Sie dadurch auch, wie gut Sie mit schwierigen Fragen umgehen können und aus einer möglichen Problematik Ihren Vorteil ziehen.

Worum geht es also? Im Prinzip will Ihr Gegenüber mit der Frage nach Ihren Karriereplänen drei Ziele erkennen:

1.      Ihre Motivation im Job

An dieser Stelle geht es um Ihren Charakter: Sind Sie eher derjenige, der stoisch seiner Arbeit nachgeht, oder jemand, der zielorientiert ein Projekt voranbringt?

Anhand von Beispielen können Bewerber/Mitarbeiter gut zeigen, welcher Typ sie sind, wie erfolgreich sie gearbeitet haben und wie groß ihr Hunger nach mehr Know-how ausfällt.

Gerade Kandidaten, die ihren ersten großen Karriereschritt wagen, haben jetzt beste Gelegenheit, Ihre Bereitschaft zu Führungsaufgaben zu signalisieren oder Ihren Wunsch danach, Ihre fachliche Expertise ausbauen zu wollen.

Wichtig dabei ist, den eigentlichen Job nicht aus den Augen zu verlieren.

2.      Ihre Ambition im Unternehmen

Mitarbeiter finden und binden verursacht im Unternehmen hohe Kosten. Deswegen ist es für Personaler oder Vorgesetzte wichtig zu erfahren, wie nachhaltig Ihr Interesse am Unternehmen ist.

Bewerber/Mitarbeiter können hier ansetzen und beschwichtigen, dass ihr Interesse am Unternehmen langfristig ist.

3.      Ihre Passform

Wenn Werte und Ziele von Unternehmen und Bewerber/Mitarbeiter zusammenpassen, haben alle etwas davon. Deswegen ist es klug, sich mit diesen Werten auseinanderzusetzen, um im Jobinterview darlegen zu können, welche Vorteile sich daraus ableiten lassen.

So ist zum Beispiel nachgewiesen, dass ein Vertriebler dann ein Produkt besser verkaufen kann, wenn er von dessen Wert selber überzeugt ist.

Die Werbebotschaft des Marketing-Experten fällt sicher kreativer aus, wenn er zur Dienstleistung „seines“ Unternehmens steht. Und für eine schwierige Software-Entwicklung ist der ITler eher bereit, Überstunden zu schieben.

Im Jobvideo

... erfahren Sie, worauf es bei der Frage nach Ihrer persönlichen Zukunft im Job noch ankommt und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten. Das Video ist ein Produkt des karriere.de-Partners Stepstone.

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