Jobwechsel Fachkräfte sind unzufrieden und auf dem Sprung

Fachkräfte sind eher zu einem Jobwechsel bereit als Führungskräfte. Oft sorgt genau das Management für Unzufriedenheit im Team und fördert die Abwanderung.

Führungskraft | Miriam Binner |

Fachkräfte sind unzufrieden und auf dem Sprung

Fachkräfte mit Abwanderungsgedanken

Unzufriedenheit im Arbeitsumfeld ist der Hauptgrund für Kündigungen und Jobwechsel.

© fStop/Getty Images

Bei der Zufriedenheit im Job liegen Vorgesetzte und ihre Mitarbeiter weit auseinander: Während sich 63 Prozent der Führungskräfte als zufrieden mit ihrer Arbeit zeigen, sind es bei den Fachkräften nur 47 Prozent, ergab eine kürzlich veröffentlichte Umfrage des Beratungsunternehmens Kienbaum und der Jobplattform Stepstone unter 13.500 Fach- und Führungskräften.

Für Unmut sorgen bei den Befragten häufig mangelnde Freiheit bei der Wahl von Arbeitsmethoden sowie starre Hierarchien.

Falscher Führungsstil vergrault Talente

„Wenn Fachkräfte fehlende Flexibilität in ihrer Arbeit bemängeln, ist das meist ein Indiz dafür, dass sie zu sehr mit einem direktiven Stil geführt werden. Dadurch erhalten sie wenig Spielraum, wie sie vorgegebene Ziele erreichen“, erläutert Kienbaum-Geschäftsführer Walter Jochmann.

Viele wünschten sich Vorgesetzte, die zwar eine klare Vision aufzeigen, ihren Mitarbeitern aber Flexibilität einräumen.

Zahlreiche Fachkräfte wollen kündigen

Wer nach so einem Führungsstil bei seinem aktuellen Arbeitgeber vergeblich sucht, schreckt laut Umfrage nicht vor einem Jobwechsel zurück. So plant sogar rund die Hälfte der befragten Fachkräfte, in nächster Zeit zu kündigen.

Die Chancen für einen lukrativen Neuanfang stehen gut, denn der Mangel an hochqualifizierten Bewerbern steigert den Wettbewerb unter Arbeitgebern. „Die Digitalisierung führt zu einem enormen Fachkräftemangel, das treibt langfristig auch die Löhne weiter nach oben“, sagt Oliver Koppel, Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln, zu einer Auswertung der Beschäftigungsstatistik.

IT-Experten und Ingenieure haben weiterhin beste Chancen

Die weitesten Gehaltssprünge lassen sich in der Regel durch einen Wechsel des Arbeitgebers realisieren. Breite Auswahl haben derzeit Ingenieure: Die Nachfrage nach Fachkräften aus dieser Berufsgruppe hat laut IW im zweiten Quartal dieses Jahres ein neues Rekordniveau für die vergangenen sieben Jahre erreicht. Knapp 130.000 offene Stellen bieten sich der Studie zufolge Ingenieuren und Informatikern.

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