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Job-Auswahl Warum Bewerber keine Lust aufs Unternehmen haben

Nicht nur Stellenanzeigen fehlt das gewisse Etwas.

Von Claudia Obmann |

Bestens qualifizierte Fach- und Führungskräfte haben die Qual der Wahl: Sie können sich oft aus vielen Jobangeboten die überzeugendste Offerte herauspicken.

Arbeitgeber müssen sich daher schon um einen besonders guten ersten Eindruck im Umgang mit Stellenbewerbern bemühen. Eine repräsentative Studie der Personalberatung Page Personnel unter 1000 Befragten zeigt, was potenzielle neue Mitarbeiter am meisten abschreckt.

1.    Zu lange Pendelzeiten sind K.o.-Kriterium Nummer eins

Ein langer Arbeitsweg oder ein unattraktiver Unternehmensstandort sind für 58 Prozent der Befragten der Hauptgrund, um von einer Bewerbung abzusehen.

Unternehmen die fern ab von jeder Metropoleregion angesiedelt sind, müssen diesen Aspekt mit anderen Benefits wettmachen, um spannende neue Mitarbeiter für sich zu gewinnen.

Andererseits reicht es heute aber auch nicht mehr aus, lediglich den Firmensitz in Hamburg, Berlin oder München zu haben. Denn ebenfalls 58 Prozent der Befragten würden sich auf eine solche Stelle nicht bewerben, wenn das Leistungspaket in puncto Gehalt, Weiterbildungschancen und zusätzlichen Benefits nicht stimmt.

2.    Schlechte Stellenanzeige verpufft

Die Jobbeschreibung ist oft die erste – und wenn es schlecht läuft – auch die letzte Schnittstelle von Unternehmen zu Bewerbern.

Fehlen in der Stellenausschreibung wichtige Angaben zum Tätigkeitsfeld und zum Unternehmen ist für 38 Prozent der Studienteilnehmer Schluss.

Die verschiedenen Altersgruppen beurteilen das jedoch unterschiedlich: So stellt ein uninteressantes oder unvollständiges Stellenprofil für die Hälfte der 18- bis 29-jährigen Studienteilnehmer einen Hinderungsgrund dar – bei den 40- bis 49-Jährigen allerdings nur für 39 Prozent.

Besonders jüngere Bewerber mögen es bequem: Sie möchten von einer Stellenanzeige direkt überzeugt werden und nicht erst selbst Informationen aus verschiedenen Quellen zusammentragen müssen.

3.    Online-Arbeitgeberbewertungen schrecken ab

Schlechte Bewertungen eines potentiellen Arbeitgebers auf Online-Portalen wie Kununu halten 38 Prozent der Befragten von einer Bewerbung ab. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind das sogar 54 Prozent, also etwas mehr als die Hälfte.

Je jünger die neuen Kollegen sein sollen, umso mehr muss auf ein untadeliges Arbeitgeber-Image in den sozialen Medien geachtet werden. Kriterien wie Vergütung, flexible Arbeitsmodelle, aber auch die Art und Weise, wie Manager in einem Unternehmen mit der Belegschaft umgehen, spielen dabei eine Rolle und werden von den jeweiligen Mitarbeitern öffentlich beurteilt.

Wer diese drei größten Vergraul-Faktoren ausgeschaltet und einen Bewerber am Haken hat, sollte mit schnellen Reaktionszeiten und umfassenden Einblicken in die konkreten Arbeitsbedingungen inklusive Gehalt punkten.

„Job-Kandidaten wollen aus dem Vorstellungsgespräch mit einem realistischen Bild herausgehen. Je besser sich ein Kandidat über die einzelnen Themen informiert fühlt, desto größer ist seine Entscheidungsfähigkeit“, sagt Pablo Galan, Senior Executive Director bei Page Personnel.

Und auch hier scheint bei Arbeitgebern noch viel Verbesserungsbedarf zu existieren. Das jedenfalls lässt dieses Ergebnis vermuten: Jeder zweite Befragte findet die Möglichkeit wichtig, nach dem Vorstellungsgespräch selbst Feedback zu seinem Eindruck aus der Vorstellungsrunde geben zu können.

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