Bewerbungsprozess 5 Tipps für die Vorbereitung des Jobinterviews

Sie haben die erste Hürde genommen – und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Der Traumjob ist also zum Greifen nah.

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5 Tipps für die Vorbereitung des Jobinterviews

Selbstbewusst ins Vorstellungsgespräch

Foto: contrastwerkstatt/Fotolia.com

Hinweis zur Beruhigung:
In aller Regel werden Bewerber nur dann zu einem persönlichen Gespräch – dem Jobinterview oder Vorstellungsgespräch – eingeladen, wenn alle grundsätzlichen Voraussetzungen, wie etwa notwendige Qualifikationen und Berufserfahrung, für die Stelle erfüllt sind. Die Chancen, dass Sie den Job kriegen, liegen jetzt bei 20 Prozent: Rein statistisch gesehen erhält also jeder Fünfte, der es ins Jobinterview schafft, auch einen Arbeitsvertrag.

Aufs Skype-Interview einstellen

Manchmal nutzen Unternehmen Telefon- bzw. Skype-Interviews im Vorfeld – für die erste Kontaktaufnahmen und um passende Jobkandidaten herauszufiltern. Gerade global tätige Unternehmen setzen Videotelefonie ein. Zum Beispiel Adidas: "Wir skypen täglich mit unseren Bewerbern", sagt Jela Götting, "das erspart uns die Reisekosten für die Anwärter, falls die sich beispielsweise aus den USA bei uns bewerben". Dazu vereinbart der Personaler vorab mit dem entsprechenden Kandidaten einen festen Termin für das Skype-Interview. So kann sich ein Bewerber auch auf das Skype-Interview einstellen.

Sollte dieser aber die Software oder die technischen Voraussetzungen (Computer, Kamera, Headphones) nicht haben, greifen Personaler klassischerweise auch zum Telefonhörer. Ein Telefoninterview zeigt häufig schon, ob einige der wichtigsten Anforderungen vom Kandidaten erfüllt werden – wie beispielsweise Sprachkenntnisse oder notwendige Ausbildungen.

Vor Ort wird es ernst

Das Bewerbungsgespräch vor Ort dient den Unternehmen vor allem dazu

  • eventuelle Unsicherheiten des Arbeitgebers, zum Beispiel hinsichtlich der fachlichen Qualifikation des Bewerbers, aus der Welt zu räumen,
  • zu prüfen, ob die Persönlichkeit des Bewerbers zu der ausgeschriebenen Position und/oder dem Unternehmen passt,
  • die Frage zu klären, ob der positive Eindruck, den der Arbeitgeber aufgrund der schriftlichen Bewerbung vom Jobsuchenden hat, durch das persönlichen Kennenlernen bestätigt wird.

Sicherheit und Souveränität durch diese 5 Tipps

  1. Den großen Auftritt mehrfach proben

    Gehen Sie gedanklich vorab den möglichen Ablauf des Bewerbungsgesprächs durch. Wenn Sie sehr unsicher sind und in solchen Gesprächssituationen zu Nervosität neigen, bitten Sie einen Freund oder Bekannten, mit Ihnen ein fiktives Interview zuhause zu proben.

  2. In Selbstpräsentation stärken

    Die Selbstpräsentation können Bewerber gut bereits im Vorfeld anhand ihres Kurz- bzw. Bewerberprofils vorformulieren. Hierbei unbedingt die Dreiteilung des Aufbaus berücksichtigen:

    PUNKT 1: Wer bin ich?
    Die aktuelle Position und die notwendigen Qualifikationen sind unerlässliche Informationen für den neuen Arbeitgeber.

    PUNKT 2: Was kann ich?
    Mit speziellen Fachgebieten, beruflichen Erfolgen, Studienschwerpunkten und herausragender Expertise müssen Sie auftrumpfen.

    PUNKT 3: Was will ich?
    Ihr Engagement, Ihre angestrebte Position und Ihre Karriereziele geben dem Arbeitgeber Aufschluss über Ihre Leistungsbereitschaft.

  3. Mit Fangfragen rechnen

    Auch auf mögliche Fangfragen sollten sich Jobkandidaten einstellen – und dafür wappnen, dass eventuelle Makel oder Lücken im Lebenslauf vom Personalverantwortlichen angesprochen werden.

  4. Informiert und neugierig sein

    Umgekehrt sollten auch Bewerber einige Fragen vorbereiten, die sie bei Bedarf stellen können – und sich vorher auf der Unternehmenshomepage genauestens über den Wunscharbeitgeber informieren, beispielsweise über aktuelle Projekte, Großaufträgen oder Auslandspläne, die das Unternehmen etwa in seinen Pressemitteilungen verkündet. Themen, bei denen Sie im Vorstellungsgespräch nachhaken können, sind zum Beispiel künftige Aufgaben und Einsatzbereiche, die betriebliche Organisation und Unternehmensstruktur, Kollegen und Vorgesetzte, Dienstreisen und Weiterbildungsmöglichkeiten.

  5. Unterlagen aufpolieren

    Doppelt hält besser und macht Eindruck: Auch wenn die Personalabteilung Ihre Unterlagen bereits per Mail oder Formular vorliegen hat, ist es sinnvoll, zum Vorstellungsgespräch zwei komplette Bewerbungsmappen in ausgedruckter Form mitzubringen – ganz klassisch – mit Lebenslauf, ausgewählten Zeugnissen und Arbeitsproben sowie eventuell einer Extra-Seite und Referenzen. Diese kann der Bewerber gleich bei der Begrüßung an die anwesenden Gesprächspartner verteilen.

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