Bewerbung in drei Sätzen Sich selbst gekonnt in Szene setzen

Die knackige Kurzdarstellung ist für jeden Bewerber Pflicht – und sollte vorab auf jeden Fall geübt werden.

kas/ka |

Sich selbst gekonnt in Szene setzen

Ich bin – Ich kann – Ich will: Eine gute Selbstpräsentation will geübt sein

© Dooder - Fotolia

Wer auf Jobsuche ist, hat oft nur wenige Minuten Zeit, sich selbst und seine Vorzüge zu präsentieren. Sei es im Bewerbungsgespräch, im Assessment-Center, auf einer Jobmesse oder beim Small Talk mit einem potenziellen Arbeitgeber – die knackige Selbstpräsentation in wenigen Sätzen muss sitzen.

So bereiten Sie die Selbstpräsentation vor

Stellen Sie sich darauf ein:

Eine gekonnte Selbstpräsentation dauert rund fünf Minuten – und sollte unbedingt vorher zuhause geübt werden. Am besten vor dem Spiegel einstudieren oder besser noch vor Familie und Freunden, die danach ein ehrliches Feedback geben. Schließlich geht es darum, authentisch als derjenige rüberzukommen, der man auch ist. Doch „Selbst- und Fremdwahrnehmung klaffen oft auseinander“, warnt das Büro für Berufsstrategie Hesse/Schrader. So könne beispielsweise ein gesundes Selbstbewusstsein leicht als Arroganz ausgelegt werden, wenn es mit zu großem Selbstvertrauen transportiert werde.

Darauf kommt es bei der Selbstpräsentation an

Seien Sie auf der Hut:

"Erzählen Sie etwas über sich" – dieser Aufforderung muss früher oder später jeder Bewerber auf dem Weg zum Traumjob nachkommen können. Manchmal schon beim Erstkontakt am Telefon: Da geht es um Sekunden, in denen Sie das Interesse des Personalers auf sich lenken können.

Vermeiden Sie diesen Fehler:

Nur langatmig die komplette Vita nacherzählen. Die haben Personaler schließlich schon als schriftlichen Lebenslauf vor sich gehabt und gelesen.

Ihr Gegenüber will Sie richtig kennen lernen – und auch überrascht werden. Bringen Sie Ihre Kompetenzen, Qualifikationen und Ihre Persönlichkeit mit wenigen Sätzen kurz und prägnant auf den Punkt. Es gehe nicht darum, alle Facetten von sich zu zeigen, so die Empfehlung der Karriereberater Hesse/Schrader: "Sie sind weder im Beichtstuhl noch auf der Psychiatercouch."

Wenn Sie diese 3 Punkte beachten, erreichen Sie Ihr Ziel

Beim Aufbau der Selbstpräsentation hat sich folgende Dreiteilung bewährt:

  • Ich bin

Nennen Sie zum Beispiel Ihre aktuelle Position beziehungsweise
den aktuellen Studienabschluss mit der guten Note.
Das ist die Basis für Ihre Einstellung.

  • Ich kann

Machen Sie auf Ihre Fachgebiete, berufliche Erfolge beziehungsweise
Studienschwerpunkte und spezielle Qualifikationen aufmerksam.
Das ist Ihre Besonderheit.

  • Ich will

Beschreiben Sie Ihre angestrebte Position und Ihre Karriereziele.
Das ist Ihre Zukunft.


Wichtig: Schaffen Sie einen Bezug zum Unternehmen und finden Sie in Ihrer Selbstpräsentation möglichst viele Anknüpfungspunkte zwischen Ihren Fähigkeiten und Kompetenzen und dem potenziellen Arbeitgeber und der jeweiligen Position. Wenn Sie sich auf eine konkrete Stellenanzeige bewerben, stimmen Sie Ihre Kurzdarstellung auf die dort genannten Muss- und Kann-Anforderungen ab. Denn je größer die Übereinstimmung, desto besser sind Ihre Chancen, den Job am Ende tatsächlich zu bekommen.

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